Folgen der Corona-Krise in Eiselfing: Elterntaxis sind nur ein Problem

Nicht zugeschnittene Sträucher werden zum Sicherheitsproblem.
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Nicht zugeschnittene Sträucher werden zum Sicherheitsproblem.

Die Corona-Pandemie beeinträchtigt weiterhin auch in Eiselfing das dörfliche Leben. Drei Beispiele waren Thema im Gemeinderat: das zunehmend eingesetzte „Elterntaxi“, die Überlastung des Wertstoffhofes und die Schwierigkeiten bei der Durchführung des Ferienprogramms.

Von Andreas Burlefinger

Eiselfing –Sorgen bereiten dem Eiselfinger Gemeinderats die Verkehrssituation rund um die Schule. Das Elterntaxi wird immer häufiger eingesetzt, aus Angst vor Ansteckung im Schulbus. Eltern behindern durch die Ablieferung und Abholung ihrer Kinder die Wege.

„Eng wird es manchmal für den Schulbus, wenn auf dem Busparkplatz Privatautos stehen“, meinte Gemeinderat und Busfahrer Helmut Stadler (Grüne/SPD). Manfred Bierwirth (UWE) pflichtete ihm bei und verwies zudem auf die weit in die Straßen hineinwachsenden Sträucher und Büsche, die gerade an Kreuzungen die Sicht beeinträchtigen und damit die Sicherheit gefährden würden.

Eine Auffälligkeit, die allerdings nicht nur den Bereich der Schule betrifft, wie Bürgermeister Georg Reinthaler (Grüne/SPD) von Rückmeldungen aus dem Gemeindeamt wusste. „Die Mitarbeiter aus dem Bauhof wissen das und werden die Schnittarbeiten nach und nach durchführen.“ Allerdings erinnerte der Bürgermeister auch an die Verpflichtung der privaten Grundeigentümer zum Rückschnitt, wenn die Gartensträucher aus der Grundstücksgrenze heraushängen. „Zu beachten ist dabei aber, dass die Vogelbrut im Gebüsch zu bestimmten Zeiten geschützt ist“, ergänzte Rupert Reininger (UWE).

Wie die Corona-Pandemie das Gemeindeleben beeinflusst, wurde in letzter Zeit am Wertstoffhof deutlich. Häusliche Entrümpelungen führten zu nicht mehr haltbaren Zuständen.

Situation hat sich etwas beruhigt

Über viele Anrufe – teilweise mit Beschimpfungen – berichtete der Bürgermeister. „Mittlerweile hat sich die Situation aber wieder etwas beruhigt. Die Überwachungskameras sind installiert und die Abladungen über den Zaun hinweg können somit nachverfolgt werden.“ Nach wie vor sei auch das Landratsamt als zuständige Behörde dabei, den Aus- und Umbau des Wertstoffhofs vorzubereiten.

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Mit dem Blick auf die Abstands- und Hygienevorschriften beschäftigt sich der TSV Eiselfing mit Vorstand Alexander Lax momentan damit, eine regelgerechte, aber trotzdem praktizierbare Nutzung der Turnhalle vorzubereiten. „In den nächsten Wochen könnte das soweit sein“, meinte der Bürgermeister dazu.

Das gelte auch für das Ferienprogramm, das „in abgespeckter Form“ unter Beachtung der Landratsamtvorgaben stattfinde. Als Beispiel nannte Reinthaler die Notwendigkeit, das fließendes Wasser zur hygienischen Handwäsche vorhanden ist. „Dabei ist aber nicht ein Bach oder ein Weiher gemeint, sondern Wasser aus einer Wasserleitung.“

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