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„Situation verhalten optimistisch“

Trotz stabiler Entwicklung während der Pandemie: Amerang hat 2,92 Millionen Euro Schulden

Einnahmen aus Baugrundstücksverkäufen in Evenhausen Ost, aus Erschließungsbeiträgen (Eichenweg, Kindergartenweg, Evenhausen Ost) und Grundstücksveräußerungen kamen dem Haushalt 2021 in Amerang bereits im ersten Halbjahr zu Gute.
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Einnahmen aus Baugrundstücksverkäufen in Evenhausen Ost, aus Erschließungsbeiträgen (Eichenweg, Kindergartenweg, Evenhausen Ost) und Grundstücksveräußerungen kamen dem Haushalt 2021 in Amerang bereits im ersten Halbjahr zu Gute.
  • VonChrista Auer
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Als „solide“ bezeichnet die Kämmerei in Amerang die Finanzlage der Gemeinde. Trotzdem fielen im Gemeinderat mahnende Worte.

Amerang – Einen positiven Zwischenbericht zur Finanzlage gab Amerangs Kämmerer Anton Görgmayr bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die Einnahmen des aktuellen Verwaltungshaushalts würden sich plangemäß entwickeln, sodass die Ansätze überwiegend erreicht werden könnten. „Im Bereich der Steuerbeteiligungen kann die Situation demnach als verhalten optimistisch bezeichnet werden“, so der Kämmerer. Unterm Strich blieben allerdings die bis zur Jahresmitte errechneten 2,92 Millionen Schulden der Gemeinde.

Die Beteiligung bei der Einkommensteuer lag im ersten Quartal bei 610.500 Euro und damit nur um 2,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Beteiligung am Umsatzsteueraufkommen betrug 66.000 Euro und war damit um zehn Prozent über dem Vorjahresniveau.

3,6 Millionen Euro Einnahmen durch Gewerbesteuer

Nach wie vor positiv wird die Zwischenbilanz bei der Gewerbesteuer bewertet. Zwar fällt die Gewerbesteuer bei besonders von der Krise betroffenen Bereichen wie die Gastronomie praktisch aus. Dafür zeichnet sich ab, dass die größeren Betriebe bisher keine wirtschaftlichen Einbußen hinnehmen mussten, hieß es im Gemeinderat. Zum Stichtag waren rund 3,6 Millionen Euro an Gewerbesteuereinnahmen zu erwarten.

Ausgaben entwickel sich nach Plan

Allerdings sei zu berücksichtigen, dass sich bis Jahresende noch deutliche Änderungen ergeben können, insgesamt geht die Kämmerei jedoch davon aus, dass auch heuer ein Ergebnis von über drei Millionen Euro erreicht wird. Die Ausgaben entwickeln sich weitgehend plangemäß, hieß es.

Im Vermögenshaushalt wurden im ersten Halbjahr Einnahmen aus Baugrundstücksverkäufen in Evenhausen Ost 602.000 Euro, aus Erschließungsbeiträgen (Eichenweg, Kindergartenweg, Evenhausen Ost) 516.000 Euro und Grundstücksveräußerungen 1,22 Millionen Euro erzielt.

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Dazu erhielt die Gemeinde verschiedene Zuschüsse (Investitionskostenpauschale, Ersatz Straßenausbaubeiträge, Feuerwehrauto Evenhausen, Oberflächenentwässerung) in Höhe von insgesamt 224.000 Euro.

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Die bisherigen Ausgaben entfallen auf eine Vielzahl verschiedener Maßnahmen. Die größte Ausgabe war der Erwerb mehrerer unbebauter Grundstücke im Bereich des Gewerbegebiets „Am Kroit“ mit rund 1,3 Millionen Euro. In der zweiten Jahreshälfte ist laut Kämmerer mit Ausgaben für den Breitbandausbau, der Schlussrechnung der Dorferneuerungsmaßnahme Evenhausen und Ausgaben für Grunderwerb zu rechnen.

Die gemeindliche Verschuldung beträgt zur Jahresmitte 2,92 Millionen Euro.

Gros der Gewerbesteuereinnahmen hängt von wenigen Betrieben ab

„Die Finanzlage der Gemeinde Amerang ist solide“, stellte der Kämmerer abschließend fest. Klar müsse aber sein, dass momentan zwar wirtschaftlich gute Ergebnisse erzielt würden, sich das Blatt konjunkturbedingt aber auch schnell ändern könne, da das Gros der Gewerbesteuereinnahmen von wenigen Betrieben abhänge. Beispielsweise könne die Versorgung mit Rohstoffen auch hier zu wirtschaftlichen Problemen führen.

Kita, Straßenbau und Mittelschule – kaum Fördermittel

Die Gemeinde solle bei künftigen Investitionsentscheidungen die wirtschaftlichen Auswirkungen im Blick haben, zumal mit dem bevorstehenden Neubau der Kindertagesstätte das finanziell größte Einzelbauvorhaben der vergangenen Jahrzehnte bevorstehe. Daneben stünden noch zahlreiche weitere Großinvestitionen wie Straßenbaumaßnahmen (GV Hatthal, Spange Am Kroit – Frabertshamer Straße) und die im Planungsprozess befindliche Mittelschule Eiselfing an.

Keine großen Rücklagen

Anders als bei Grundstücksentwicklungen erhalte die Gemeinde bei diesen Maßnahmen keine oder nur geringe Einnahmen oder Förderungen und müsse den Großteil aus den laufenden Einnahmen bestreiten. Letztlich habe man in den vergangenen Jahren immer so viel ausgegeben, wie man eingenommen habe, deshalb verfüge die Gemeinde über keine großen Rücklagen. Darum müsse man genau abwägen, welche Investitionen man sich leisten könne, mahnte Görgmayr abschließend.

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