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Großes Spektakel

Fiatagri-Feldtag als Highlight: Darum feierte St. Wolfgang vier Tage lang

Führte den Festzug an: die Blaskapelle St. Wolfgang. F
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Führte den Festzug an: die Blaskapelle St. Wolfgang. F
  • VonJohanna Furch
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In Schönbrunn, einem Ortsteil von Sankt Wolfgang, wurde vier Tage aus besonderem Anlass gefeiert. Die große Party verdeutlichte vor allem, wie sehr die Vereine und Bürger zusammenhalten.

St. Wolfgang – Nach drei Jahren Bauzeit und über 13.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden steht es, das Vereinsstüberl Schönbrunn. Also weurde gefeiert. Los ging es am Freitag mit „Schönbrunn rockt“ mit der Coverband „Boosted“. Das Gewitter am Nachmittag hat die Besucher nicht davon abgehalten, beim Auftakt des Festwochenendes dabei zu sein. Schnell waren die Biertische voll und zahlreiche Burger verließen die rustikale Theke im Vereinsstüberl. Im Verlauf des Abends siedelten die Gäste über auf die Tanzfläche und vor die Bar, die noch bis in die späten Nachtstunden gut besucht war.

1000 Besucher beim Fiatagri-Feldtag

1000 Besucher kamen allein zum Feldtag.

Richtig voll wurde es im Ortsteil am darauffolgenden Fiatagri-Feldtag. Rund 1000 Besucher zog es zu den Feldvorführungen mit historischen Geräten und zur Traktoren-Parade.

Seinen Höhepunkt erreichte das Wochenende mit dem Festsonntag mit Gottesdienst und Tag der offenen Tür. Über 20 Vereine aus den Nachbarorten zogen gemeinsam mit den Schönbrunner Ortsvereinen mit Fahnenabordnung durch den Ort. Angeführt von der Blaskapelle Sankt Wolfgang marschierten sie um den Maibaum und zurück zum Vereinsstüberl, wo sie an der Terrasse von den Böllerschützen begrüßt wurden. Dort zelebrierte Pfarrer Michael Henger mit Blick auf die Berge den Festgottesdienst.

Die kirchliche Einweihung des Gebäudes hat bereits im November 2020 stattgefunden, aber „doppelt hält besser“, wie Pfarrer Henger sagte. In seiner Predigt betete er für „Abenteuer und Abwechslung“ im neuen Zuhause der Vereine, in dem auch die Pfarrei eigene Räume nutzt. Der Kirchenchor und die Rhythmusgruppe Schönbrunn gestalteten den Gottesdienst musikalisch mit harmonischer Mehrstimmigkeit und klaren Flötenklängen.

In den Grußworten der Ehrengäste stand vor allem das Miteinander im Vordergrund. „Jeder hat sich eingebracht und viel Zeit investiert“, erinnerte Bürgermeister Ullrich Gaigl. Dadurch sei ein Treffpunkt mit Bergblick geschaffen worden, der für die Schönbrunner Ortsvereine nun eine neue Heimat biete.

Höhepunkt: der Festgottesdienst.

„Für so ein Vorhaben braucht es Mut“, sagte Landrat Martin Bayerstorfer und lobte: „Ich bin beeindruckt und stolz auf das, was hier geschaffen wurde.“

Auch Bürgermeister Christoph Greißl aus der Nachbargemeinde Kirchdorf war zur Eröffnungsfeier gekommen. „Das Projekt beweist: Die Gesellschaft hält zusammen“, sagte er, dabei gehe es nicht um Gemeinde- sowie Landkreisgrenzen. Auch einige aus dem Kirchdorfer Gemeindegebiet finden in diesem Vereinsheim eine neue Heimat, etwa durch den Schützenverein oder die Pfarrei.

Das neue Vereinsheim und der Festplatz standen vier Tage lang im Fokus.

„Unter viel Arbeitseinsatz haben die Ortsvereine das neue Vereinsstüberl auf die Beine gestellt“, zeigte sich Christian Kühn, Landesschützenmeister des Bayerischen Sportschützenverbandes, begeistert. „Das zeigt, was mit Zusammenhalt möglich ist.“

Auch Stefan Fersch, Referent für Schießstandbau, hob die Eigenleistung der Ortsvereine hervor. „Ich war neugierig, was aus den mutigen Plänen aus 2017 geworden ist“, gestand er und gratulierte zum neuen Heim.

Dass das Vereinsleben aufrecht erhalten werden konnte, verdankt der Schützenverein „Frohsinn“ dem Armstorfer Partnerverein. „Vor einigen Jahren sind alle Vereine heimatlos geworden“, erinnerte sich Gauschützenmeister Helmut Schwarzenböck des Gaues Wasserburg/Haag. „Aber jetzt haben sie ein gemeinsames Zuhause – das hat die Vereine zusammengeschweißt.“ Der Schießstand sei mit einer Top-Anlage ausgestattet, was die Besucher am anschließenden Tag der offenen Tür mit Laser oder Pfeil und Bogen direkt ausprobieren konnten.

„Alle unsere Erwartungen wurden übertroffen“, freute sich Schützenmeister Johann Neumaier über das gelungene Festwochenende. Ebenso überwältigt zeigte sich Konrad Bernhard, Sankt Wolfgangs Zweiter Bürgermeister und Vorstandsmitglied des Schützenvereins „Frohsinn“ über die zahlreichen Besucher. Die Eröffnungsfeier sei das Ergebnis der vergangenen Jahre und „es zeigt den Zusammenhalt der Schönbrunner Ortsvereine.“ Alle würden sich „dahoam“ fühlen im Vereinsstüberl. „Alle Generationen helfen hier zusammen“, hob er besonders hervor und betonte: „Es ist wichtig, die Jugend früh miteinzubinden und machen zu lassen.“ Dass sie das auch können, bewies beispielsweise die KLJB Schönbrunn beim Rock-Abend. Auch an den anderen Tagen halfen die jungen Schönbrunner tatkräftig mit.

Der zum Biergarten umfunktionierte Parkplatz war gut gefüllt zum Höhepunkt des Festwochenendes. Die Helfer bauten sogar noch einige Biertischgarnituren an, sodass jeder einen Platz vor dem Vereinsheim fand.

Ganz zu Ende waren die Feierlichkeiten nach diesem Festsonntag aber noch nicht, denn am Montag fand noch das Weinfest der Schützen statt, diesmal ebenfalls am Vereinsstüberl.

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