„Feuerwehrhaus Reitmehring ist für Übungen geschlossen“

Sieht die Feuerwehr gut gerüstet: Attels Kommandat Josef Ramm. Weithofer
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Sieht die Feuerwehr gut gerüstet: Attels Kommandat Josef Ramm. Weithofer

Die Coronakrise stellt auch die Feuerwehr vor neue Herausforderungen. Der Kommandant der Feuerwehr Attel-Reitmehring, Josef Ramm, sagt, wie jetzt die Einsätze verlaufen.

Wasserburg – Die Coronakrise stellt auch die Feuerwehr vor neue Herausforderungen. Der Kommandant der Feuerwehr Attel-Reitmehring, Josef Ramm, sagt, wie jetzt die Einsätze verlaufen.

Herr Ramm, welche Maßnahmen hat die Feuerwehr bisher im Zusammenhang mit Corona getroffen?

Wir haben das Feuerwehrhaus für Übungen und sämtliche andere Zusammenkünfte geschlossen. Wir treffen uns nur, wenn ein Alarm kommt. Dann rücken wir in der sogenannten Fensterbesatzung aus – also mit maximal sechs Kräften. Sonst wäre Platz für neun. Wenn wir am Einsatzort sind, steigen alle aus, verteilen sich ums Auto. Wenn der Einsatz beendet ist und wir zurück sind, müssen alle Beteiligten das Feuerwehrhaus umgehend wieder verlassen.

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Wie sieht es mit der Schutzausrüstung aus?

Wir verfügen über eine geringe Zahl von Schutzmasken und Schutzanzügen. Auch Desinfektionsmittel ist vorhanden.

Gab es schon Einsätze nach diesen Kriterien?

Ja, und zwar drei in den vergangenen zwei Wochen, die aber nicht im Zusammenhang mit Corona standen. Es handelte sich um eine Suchaktion, um eine Ölspur und um einen Zwischenfall mit einem Gastank. Es gab auch Ideen aus der Mannschaft, wie man das Ganze verbessern kann. Wir sind in WhatsApp-Gruppen miteinander verbunden und hoffen, dass wir nicht zu viele Einsätze haben.

Nach wie vor aber fahren Sie zu Verkehrsunfällen und Hausbränden?

Wir haben die Verpflichtung dazu, auch wenn wir eine freiwillige Feuerwehr sind. Wir beschränken uns allerdings bei der Zahl der Kräfte, die für Betroffene sorgen. Krankentransporte machen weiter die Rettungsdienste.

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Wie geht es Ihnen persönlich?

Gerade als Kommandant bin ich mehr gefordert. Ich bin seit mehr als 40 Jahren bei der Feuerwehr, da hat man schon Routine. Ich überlege stets, was ich tun kann, um dem Virus aus dem Weg zu gehen.

Interview: Winfried Weithofer

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