Feuerwehr Rott segnet „zwei Fahrzeuge für die Zukunft“

Festtag in Rott: Die Feuerwehr ließ zwei neue Fahrzeuge segnen.
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Festtag in Rott: Die Feuerwehr ließ zwei neue Fahrzeuge segnen.

Das Fest zum 150. Geburtstag fiel heuer aus, trotzdem hat die Feuerwehr Rott einen Grund zum Feiern: Zwei neue Fahrzeuge wurden in den Dienst genommen und jetzt endlich im kleinen Kreis gesegnet.

Rott – „Es kommt selten vor, dass sich ein Kommandant wünscht, dass seine Kameradinnen und Kameraden nicht zum Feuerwehrhaus kommen. Aber in Zeiten von Corona mussten auch wir uns an die strikten Sicherheitsvorgaben halten und leider auf einen großen Empfang verzichten“: So begrüßte erster Kommandant Manfred Lunghammer die Mannschaft am Feuerwehrhaus.

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Im April 2018 wurde dem Gemeinderat von Kreisbrandrat Richard Schrank, dem damaligen Bürgermeister Marinus Schaber und Kommandant Manfred Lunghammer das überarbeitete Fahrzeugkonzept vorgestellt. Dieses beinhaltete nach wie vor das schon bewilligte HLF 20 und nun zusätzlich die zweite Ersatzbeschaffung – eine Drehleiter. Das Landratsamt Rosenheim, das gerne eine Drehleiter im nördlichen Landkreis stationieren wollte, stimmte ebenso wie der Gemeinderat zu. Die Gesamtkosten beider Fahrzeuge betragen gut 900.000 Euro, Landkreis und Freistaat haben hohe Zuschüsse gegeben.

Gemeinsame Ausschreibung senkte Kosten

Es folgten arbeitsreiche Monate: Angebote einholen, Ausschreibungen vorbereiten, Vorstellungsgespräche mit Fahrzeugherstellern sowie Vorführungen von Drehleiter-Aufbaufirmen.

Die Stadt Wasserburg hängte sich an die Ausschreibung an. Später stieß auch noch die Feuerwehr Aschau im Chiemgau hinzu. Die gemeinsame Ausschreibung senkte dann noch einmal zehn Prozent der Gesamtkosten aufgrund einer staatlichen Förderung.

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Am 3. Dezember wurde das Fahrzeug mit einem Fackelzug aller Aktiven empfangen. 17 Kameraden absolvierten die spezielle Ausbildung zum Drehleiter-Maschinisten. Im Frühjahr ging es weiter mit der Phase des Aufbaus, was aufgrund der Pandemie online besprochen geplant werden musste. Am 7. Juli wurde das zweite Einsatzfahrzeug in seinem neuen Zuhause empfangen.

Appell an den Nachwuchs

Kommandant Lunghammer zeigte sich überzeugt davon, dass Rott nun für mehrere Jahre sehr gute Einsatzfahrzeuge hat. Doch die modernsten Fahrzeuge würden nichts nützen, wenn sie nicht von motivierten, gut ausgebildeten und stets einsatzbereiten Feuerwehrleuten bedient werden würden. Für die Feuerwehren seien regelmäßige Übungen wichtig, um die Einsatzbereitschaft auf hohem Niveau zu halten. „ Macht‘s bei den Übungen mit, bleibt‘s dabei. Ihr seid die Zukunft für die Sicherheit unserer Gemeinde“, so der Appell an die Jugend.

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