Feuerwehr Ramsau nimmt neues Fahrzeug in Betrieb

Diakon Andreas Kleinsegnet das neue Fahrzeug. Günster
+
Diakon Andreas Kleinsegnet das neue Fahrzeug. Günster

Das war an der Zeit: Die Ramsauer Feuerwehr hat ihr 25 Jahre altes Mannschaftsfahrzeug ausgemustert und ein neues angeschafft. 79.000 Euro hat es gekostet. Die Summe muss die Feuerwehr aber nicht allein stemmen.

Von Karlheinz Günster

Reichertsheim/Ramsau – Vorbei sind die Überraschungen zur Laufzeit der Batterie.

Das sei ein laufendes Ärgernis gewesen, erklärt Kommandant Bernhard Huber. Denn so ein Fahrzeug hat etliche elektrische Verbraucher bis hin zu Geräten, die über einen Wandler mit 230 Volt zu versorgen sind. Die Installation im alten VW LT überraschte zuweilen, indem sich die Batterie leerte. Es sei nichts Ernsthaftes passiert, doch nervig sei es gewesen, erinnert sich der Kommandant. Hinzu kamen Ölverlust und Rost.

Nach Jahren der Planung holten die Ramsauer vor zwei Wochen ihr neues Auto in Soyen ab.

+++

Lesen Sie auch: Der Corona-Ticker – Aktuelle Entwicklungen zu Covid-19 in der Region, Bayern und der Welt

+++

Mitten in der Planungszeit habe es noch Änderungen gegeben. Plötzlich verschwand eine, gegen die Fahrtrichtung eingebaute Sitzreihe aus dem Förderkatalog. Die war aber notwendig, um auf einem Tisch eine Lagebesprechung abzuhalten. Es habe sich ausgezahlt, dass man nicht den billigsten Anbieter genommen hätte, sondern eine Firma in der Region, die sich dieser Herausforderung stellte und einen passenden Klapptisch entwickelte.

+++

Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Acht Personen haben darin Platz, einer weniger als zuvor. Doch das Gewicht spielt eine bedeutende Rolle, da heutige Fahrzeuge durch aufwendigere Technik, darunter der Allradantrieb, schwerer sind. Die magische Grenze liegt bei dreieinhalb Tonnen Gesamtgewicht, das lässt sich mit dem Pkw-Führerschein fahren. Darüber ist ein aufwendigerer Führerschein erforderlich. Da klar war, dass dieses Auto auch dem Verein dienen soll, soll es jeder fahren können.

Deshalb legt der Feuerwehrverein 10 000 Euro dazu, die vorwiegend aus den Erlösen von Festen kommen. 13 100 Euro steuert das Land dazu, und den Rest hin zu den 79 000 Euro Gesamtkosten trägt die Gemeinde. Von dieser habe es stets große Unterstützung gegeben, lobt Kommandant Huber. Man habe das alte Fahrzeug dem Gemeinderat vorgeführt, dem sei die Entscheidung für ein neues leicht gefallen.

Der umgebaute 170-PS-starke VW Crafter ist eine Ergänzung zum Löschgruppenfahrzeug, das auch für technische Hilfeleistung ausgerüstet ist. Durch die neue Autobahn hat sich mit 25 die Zahl der Einsätze etwa halbiert, doch im vorigen Jahr gab es immerhin acht Brände. Derzeit werden die Helfer in kleinen Gruppen eingewiesen, um den aktuell nötigen Abstand zu wahren. Eigentlich hätte die Einweihung des Feuerwehrautos mit dem Jubiläum 40 Jahre Jugendfeuerwehr stattfinden sollen, doch aufgrund der Corona-Krise werde das, laut Huber, verschoben. Diakon und Notfallseelsorger Andreas Klein nahm die Segnung im „ganz kleinen Kreis“ vor.

Kommentare