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Sissi Schätz: „Ich bin stolz auf Euch“

Feuerwehr Haag ist generationenübergreifend im Einsatz

Strahlende Gesichter bei der Feuerwehr in Haag: Unser Foto zeigt die vielen Feuerwehrler, die bei der Jahreshauptversammlung entweder in einen höheren Dienstgrad ernannt oder für 10, 15, 20, 25 oder 40 Jahre Zugehörigkeit geehrt wurden.
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Strahlende Gesichter bei der Feuerwehr in Haag: Unser Foto zeigt die vielen Feuerwehrler, die bei der Jahreshauptversammlung entweder in einen höheren Dienstgrad ernannt oder für 10, 15, 20, 25 oder 40 Jahre Zugehörigkeit geehrt wurden.
  • Regina Mittermair
    VonRegina Mittermair
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Es waren schwierige Zeiten – auch für die Feuerwehr Haag. Die Pandemie drückte dem Vereinsleben den Stempel auf. Trotzdem galt es, stets einsatzbereit zu sein. Dies ist gelungen – dank des großen Zusammenhalts der Feuerwehrler und der Disziplin der Einsatzkräfte, zeigte die Jahresversammlung.

Haag – Das Zugehörigkeitsgefühl der Freiwilligen Feuerwehr in Haag bewies sich bei der Jahreshauptversammlung, als der Festtadl von Grandl’s Hofcafé gut gefüllt war mit Jugendfeuerwehrlern, aktiven Mitglieder bis hin zu den Senioren. Generationsübergreifend arbeiten Verein und Aktive Hand in Hand, glaubt auch Bürgermeisterin Elisabeth Schätz, die den Anwesenden ihren Dank aussprach. „Ich bin absolut stolz auf Euch. Es sind viele Einsätze zu bestreiten und im Hintergrund gibt es auch immer jede Menge zu tun“, so das Haager Gemeindeoberhaupt. Sie erinnerte an die kürzlich zu den Pfingsttagen benötigte Hilfe durch die Haager Wehr, die so vielen Bürgern große Dienste gebracht hatte. „Ihr werdet nicht gefragt, ob das am Wochenende oder an einem Feiertag ist. Ihr seid’s einfach immer da“, so Schätz weiter.

Weniger Einsätze aber mehr Aufwand durch Corona

Trotzdem war das Vereinsleben durch Corona beschränkt. „Das haben wir versucht, gut zu überstehen“, sind sich sowohl der Vorstand des Feuerwehr-Vereins, Robert Kinzel, aber auch die Kommandanten einig. „Das Vereinsleben stand still“, betonte die zweite Vorsitzende, Doris Noller in ihrer Ansprache. „Obwohl die letzte Hauptversammlung vor über drei Jahren war, ist der Bericht über die vergangenen drei Vereinsjahre eher überschaubar“, so Noller weiter.

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2019 sei noch ein ganz normales Jahr gewesen, auch mit den traditionellen Veranstaltungen, wie dem Steckerlfischessen, dem Dankeessen, Feuerwehrfest und Christkindlmarkt. Auch die Haager Schäffler tanzten in der Feuerwehr zünftig auf vor drei Jahren.

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Es wurden 103 Einsätze verzeichnet, viele Festivitäten und Zusammenkünfte. 13 Brandeinsätze, acht Fehlalarmierungen, sieben Sicherheitswachen und 75 technische Hilfeleistungen (darunter auch Unfälle). 1324 Männer und Frauen wurden 2019 rein rechnerisch eingesetzt, 284 Stunden wendeten die Feuerwehrler für den Ehrenamts-Rettungseinsatz auf.

Ruhiger wurde es 2020. Insgesamt wurden 65 Einsätze ausgeführt. 2021 waren es nur noch 58 Einsätze. „Von Brandmeldung über technische Hilfeleistungen, zu jederzeit haben sich immer Aktive zusammengefunden, um die Einsätze stemmen zu können“, heißt es vom zweiten Kommandanten, Stefan Reger. Mit insgesamt 22 Atemschutzgeräteträgern sei man zudem auch bei besonders heiklen Einsätzen gut aufgestellt.

Großer Zeitaufwand für die Einsatzhygiene

Pandemiebedingt war zwischenzeitlich nicht einmal mehr die Nachbereitung der Einsätze erlaubt. Es galt, die kritische Infrastruktur Feuerwehr stabil zu halten. „Die Einsatzhygiene hat ganz neue Dimensionen erreicht“, berichtet der erste Kommandant der Feuerwehr Haag, Thomas Göschl. Dies stellte weiteren Zeitaufwand dar. Er danke allen für die Disziplin, das Ausrücken sei immer möglich gewesen.

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Während der starken Einschränkungen zur Pandemiezeit habe man sich laut Stefan Reger auf Online-Übungen konzentriert. „Danke an Euch alle, das hat gut funktioniert“, so der zweite Kommandant weiter. „Unser Verein war in den letzten Monaten wieder sehr großzügig und hat uns mit vielen Spenden bedacht. Wir haben einen Medienschrank bekommen, ein mobiles Einsatzzelt, eine Nebelmaschine und ein Einsatz-Tablet, das in einem unserer Fahrzeuge für die Nutzung des Alamos Systems installiert ist“, machte Reger deutlich.

Aktuell: 79 Aktive und 24 jugendliche Anwärter

Derzeit zählt die Feuerwehr in der Marktgemeinde 24 jugendliche Feuerwehranwärter, zudem 79 Aktive, davon fünf Damen. Für Doris Noller war es ein besonderes Anliegen, ein Danke auszusprechen, weil es nach 35 Jahren ermöglicht wurde, eine Damentoilette zu installieren. Mit süffisanten Worten und keckem Schmunzeln sorgte Noller für Grinsen bei den Anwesenden.

Familien sind der Rückhalt der Aktiven

„Allen Familien unserer Aktiven gilt unser ganz spezieller Dank. Sie haben immer Verständnis, wenn Ihr zu Einsätzen müsst, egal zu welcher Uhrzeit und auch zu Übungszeiten, Eure Familien geben Euch den Rückhalt für dieses Ehrenamt. Das ist ein ganz wichtiger Beweis dafür, dass dieser Rückhalt durch Eure Liebsten gegeben ist“, betonte Thomas Göschl . Das System könne aber auch nur so funktionieren, bestätigte der erste Kommandant weiter.

Stellvertretende Landrätin: schwierige Zeiten

Für die stellvertretende Landrätin Cathrin Henke steht fest, es ist eine besondere Herausforderung, die eine Feuerwehr zu leisten habe, vor allem in Zeiten, in denen auch die Unwetterereignisse immer mehr zunehmen. So summieren sich neben Brandeinsätzen und Hilfeleistung nach Unfällen auch die notwendigen Unterstützungen in dieser Hinsicht sehr. Das verlässliche Netz der Hilfsorganisationen sei im Landkreis Mühldorf sehr stark, dazu gehöre auch die Freiwillige Feuerwehr Haag, so die stellvertretende Landrätin weiter. „Wir sind froh, dass wir uns im Ernstfall im Landkreis auf die ständige Einsatzbereitschaft der vielen Ehrenamtlichen verlassen können“, betont Henke in ihren Grußworten.

25 und 40 Jahre Zugehörigkeit feiern (von links): Erster Kommandant Thomas Geschlecht, Zweiter Kommandant Stefan Reger, 40-jähriger Jubilar Herbert Rutter, 25-jähriger Jubilar Reinhard Schmidt, 25-jähriger Jubilar Michael Haas mit Bürgermeisterin Elisabeth Schätz., der stellvertretenden Landrätin Cathrin Henke und Kreisbrandrat Harald Lechertshuber.

Ehrenzeichen verliehen

Das Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25-jährige aktive Dienstzeit erhielten Michael Haas und Reinhard Schmidt. Für 40-jährige aktive Dienstzeit ausgezeichnet wurden Ulrich Beer, Bernd Furch und Herbert Rutter.

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