Festakt nachgeholt: Rott und Ramerberg danken engagierten Mandatsträgern

Bürgermeister Daniel Wendrock erfüllte mit seinem Geschenk, ein Bild der bayerischen Volksschauspieler im Stile des letzten Abendmahls, einen Herzenswunsch seines Vorgänger Marinus Schaber
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Bürgermeister Daniel Wendrock erfüllte mit seinem Geschenk, ein Bild der bayerischen Volksschauspieler im Stile des letzten Abendmahls, einen Herzenswunsch seines Vorgänger Marinus Schaber

Die Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Rott/Ramerberg – Daniel Wendrock (überparteilich) und Manfred Reithmeier (UWR) – haben in einem Festakt die ausscheidenden Gemeinderats-Mandatsträger verabschiedet. Corona-bedingt war die Feier bescheidener als dem Anlass normalerweise angemessen.

Rott/Ramerberg – Im Kaiserhof der Klosterkirche Rott begrüßten die beiden Bürgermeister unter freiem Himmel und bei sommerlichen Temperaturen ausgewählte Gäste – darunter Dekan Klaus Vogl und Prälat Günther Lipok, Manuela Strobl (Schulleiterin der Grund- und Mittelschule Rott) und Ingeborg Schwörer (ehemalige Schulleiterin). Georg Maier, Altbürgermeister, komplettierte die Runde

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Die ausgeschiedenen Mitglieder des Gemeinderates Rott: (von links) Florian Lemmrich, Johann Senega mit Bürgermeister Daniel Wendrock, Sepp Riedl und Konrad Heinzl (nicht im Bild Christine Sedlmaier). Klemmer

Daniel Wendrock eröffnete den festlichen Teil des Abends mit einem persönlichen Rückblick auf die vergangenen zwölf gemeinsamen Jahre mit seinem Vorgänger. Als Marinus Schaber sein Amt antrat, begann auch für den heutigen Bürgermeister Wendrock sein Wirken als damals neuer Leiter der Geschäftsstelle in Rott. 

Beide für sich standen damals vor neuen Aufgaben und besonders in den ersten Jahren vor besonderen Herausforderungen, die sie aber beide meisterten. Letztendlich konnten über den Gesamtzeitraum für die Gemeinde Rott viele wichtige Projekte realisiert und die Weichen für eine weitere positive Entwicklung gestellt werden, zeigten sich die Festredner überzeugt.

Nicht immer einer Meinung, trotzdem an einem Strang gezogen

Wendrock dankte Schaber auch ganz persönlich, denn „Offen miteinander umzugehen und die Möglichkeit, alles aussprechen zu können“, seien die Grundlage der positiven Zusammenarbeit gewesen. „Wir waren nicht immer einer Meinung, aber wir haben immer an einem Strang gezogen“, sagte Wendrock augenzwinkernd.

Die ausgeschiedenen Mitglieder des Rates Ramerberg: (von links) Salim Bicer mit Bürgermeister Manfred Reithmeier, Fritz Schreier ((nicht im Bild: Georg Gäch, Sebastian Riedl, Peter Niggl, Sabine Schmid, Kai Hunklinger, Florian Baumann, Robert Praßmaier).

Schaber resümierte kurz die zwölf Jahre seiner zwei Amtszeit – in der die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat der vergangenen sechs Jahre viele Hindernisse und Erschwernisse der ersten Amtsperiode ausgeglichen habe. Als Gemeinderat will er sich weiter für die Entwicklung der Gemeinde Rott aktiv einsetzen. Als Geschenk wurde Schaber ein kleiner Herzenswunsch erfüllt: Ein Gemälde, dass die großen bayerischen Volksschauspieler verschiedener Epochen im Stile des letzten Abendmahls zeigt.

Ehrung für Johann Senega – 36 Jahre Gemeinderat

Die Verabschiedung von Johann Senega nach 36 Jahren Mandat ist schon durch die lange Zeit im Dienste für und an der Gemeinde Rott besonders hervorzuheben. Bereits unter Bürgermeister Altinger 1984 in den Gemeinderat gewählt, ging es Senega damals wie heute stets um die positive Weiterentwicklung des Ortes. Er wird auch ohne offizielles Mandat in vielen Ehrenämtern aktiv bleiben – sei es beim Gewerbeverband oder der Rotter Blasmusik, teilt er mit.

Bürgermeister Wendrock bedankte sich bei Christine Sedlmaier, Konrad Heinzl und Sepp Riedl für zwölf und bei Florian Lemmrich für sechs Jahre aktives Mitgestalten und konstruktive Gemeindearbeit.

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Ramerbergs Bürgermeister Manfred Reithmeier knüpfte mit seinen Dankesworten für die scheidenden Mitglieder des Ramerberger Gemeinderates an, bedankte sich besonders für das ebenfalls langjährige Engagement bei Fritz Schreier (30 Jahre), der schon angekündigt hat, dass er die Sitzungen wohl weiter besuchen werde – allerdings „nur“ als interessierter Zuhörer. Ebenfalls verabschieden sich aus dem Ramerberger Gemeinderat: Sebastian Riedl (24 Jahre), Peter Niggl (zwölf Jahre), Sabine Schmid (zehn Jahre), Kai Hunklinger (acht Jahre), Salim Bicer und Florian Baumann (je sechs Jahre) sowie Robert Praßmaier (drei Jahre). Außerdem schied Amtsvorgänger Georg Gäch aus, der mit 14 Jahren Gemeinderatsmandat und im Anschluss in mehr als neun Jahren als Bürgermeister viel für Ramerberg geleistet und bewegt habe.

Den Abend umrahmte die Live-Musik des „Trio Continental“. Die Kinder des Rotter Kindergartens hatte extra für diesen Anlass Blumendekorationen gebastel. Nach dem offiziellen Teil gab es noch lange Gelegenheit für viele Gespräche und persönlichen Austausch.

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