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Was heuer neu ist

Dutzende Nationen und kulinarische Vielfalt aus aller Welt: Endlich wieder Nationenfest in Wasserburg

International und bunt geht es zu beim Nationenfest: Auf den Bühnen gibt es so wie auf unserem Foto aus den Vorjahren Konzeret, Tanz, Performance.
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International und bunt geht es zu beim Nationenfest: Auf den Bühnen gibt es so wie auf unserem Foto aus den Vorjahren Konzerte, Tänze und Performance.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause geht die Großveranstaltung am Samstag, 18. Juni, in der Wasserburger Altstadt über die Bühne. Was heuer neu ist und wo die Organisatoren von Rio Konkret besondere Akzente setzen, verrät Robert Obermayr vom Orga-Team.

Wasserburg – Daran hat sich nichts geändert: Auch heuer wird das Nationenfest am Samstag, 18. Juni, um 15.05 in der Altstadt eröffnet – eine ungewöhnliche Uhrzeit, die jedoch einen guten Grund hat: Denn um 15 Uhr erklingen die Kirchenglocken, eine Rede würde im Geläut untergehen, deshalb gibt es einen Aufschub von fünf Minuten, berichtet Obermayr. Nach der kurzen Ansprache von ihm und dem Zweiten Bürgermeister Werner Gartner folgt heuer die erste Besonderheit: Vertreter der katholischen und evangelischen Stadtkirche sowie der türkisch-islamischen Gemeinde DITIB sprechen ein ökumenisches Grußwort, berichtet Obermayr.

Es soll übermitteln, was das Nationenfest ausmacht: das friedliche Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen. Diese Botschaft ist in Zeiten des Ukrainekriegs und weltweiter politischer Krisen besonders wichtig, findet Obermayr. Die ökumenischen Grußworte sollten deutlich machen, „dass uns der Krieg in Osteuropa sehr bedrückt“. Natürlich sei im Kreise des Vereins überlegt worden, ob es überhaupt richtig sei, in diesen Zeiten ein Fest zu feiern. „Doch wir sind uns einig, dass wir den Kriegsherren nicht den Triumph ermöglichen wollen, das Fest abzusagen. Wir feiern und werden zeigen, wie gut es sich in bunter Vielfalt zusammenleben lässt“, sagt der Vorsitzende von Rio Konkret.

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Bürger aus 52 Nationen leben in Wasserburg – traditionell eine bunte Stadt, denn die Innschifffahrt brachte hier schon im Mittelalter Menschen aus unterschiedlichen Ländern, Kulturen und Religionen zusammen. „Derzeit ist die Welt kein Nationenfest“, bedauert Obermayr, „doch wir wollen zeigen, dass es im Kleinen friedlich gehen kann“, sagt er.

Das war schon 1993 das Ziel, als die Wasserburger mit dem ersten Nationenfest ein friedliches Zeichen gegen Fremdenhass und für interkulturelle Vielfalt und Verständigung setzten. Anlass waren die fremdenfeindlichen Übergriffe in Hoyerswerda, Mölln und Solingen. Organisator war damals das Bündnis Lichterkette, seit einigen Jahren hat Rio Konkret als Veranstalter übernommen. 2023 feiert das Nationenfest also das 30-jährige Bestehen. Obwohl: So ganz stimmt das nicht, denn drei Mal musste es bereits ausfallen: 2020 und 2021 als Folge der Pandemie und im Jahr 2000 aus organisatorischen Gründen.

Robert Obermayr, Vorsitzender von Rio Konkret und Mitglied im Organisationskommittee des Nationenfestes, erläutert, was heuer Besonderes geboten wird.

Die Veranstalter des Nationenfests, das Aktionsbündnis Rio konkret e.V., setzt auch heuer auf die bewährte Mischung aus buntem Basar, Musik und Essen aus aller Welt sowie Spiel und Information.

Auch Spezialitäten aus der Ukraine werden aufgetischt

Erstmals im Programm des Nationenfestes und ebenfalls ein Friedenssymbol: ein Essensstand mit ukrainischen Spezialitäten, gekocht und gebacken von Geflüchteten, betreut vom Asyl-Patenkreis Wasserburg. Außerdem wird die Altstadt wieder zum Schlaraffenland mit gefühlt 100 internationalen Gerichten: Leckeres aus Marokko, der Türkei, aus Italien, Indonesien, Asien, dem Balkan, aus den Mittelmeerländern – und natürlich auch aus Deutschland. Und eine flüssige Premiere : Der Verein „Wasserburger Bierkultur“ serviert das erste Wasserburger Helle.

Kultur auf mehreren Bühnen

International sind auch die Darbietungen auf den Bühnen in der Frauengasse, in der Hofstatt und auf dem Kirchhofplatz. Hier finden Konzerte, Gesangsdarbietungen und Tanzvorstellungen statt. Es gibt ein Kinderprogramm an der Nordseite von St. Jakob und in der Färbergasse und Basare. Vereine und Verbände, die sich interkulturell engagieren, informieren an Ständen.

Das Programm und die Höhepunkte

Eine Auswahl aus dem Konzertprogramm des Nationenfestes:

Ein Höhepunkt des Abendprogramms ist laut Veranstalter Rio Konkret der Auftritt der deutsch-türkischen Formation Yoldas , zum zweiten Mal auf dem Nationenfest. Die Gruppe lässt nach eigenen Angaben türkische Rhythmen und traditionellen Gesang mit Gitarrenriffs, Bläsersätzen und einer groovenden Rhythmus-Sektion verschmelzen. Yoldas ist türkisch und bedeutet „treue Weggefährten“, die sich um den Bandgründer Niyazi Ertugrul scharen.

Mercy Beats alias Jukebox tritt auf der Hofstattbühne auf. Die Musiker der Mercy Beats arbeiten musikalisch seit vier Jahren zusammen. Die Band besteht aus Tibor Ondik (git,voc.)

Martin Riedl (key,voc.) Peter Hollinger (drums, voc.) Werner Schmidt

(bass, voc.), Tatjana Riedl (voc.). Die Idee für die Neugründung der Mercy Beats bestand darin, mit wenig technischem Aufwand ein breites musikalisches Programm anzubieten. Mit drei Solosängern bringt die Band nach eigenen Angaben die Musik von Elvis und den Beatles bis hin zu Eros Ramazotti und Peter Maffay auf die Bühne.

Am Nachmittag spielt auf den Bühne unter anderem Treibauf : Der musikalische Variantenreichtum reicht in dieser Band von Ost nach West, von weltweit zu bayerisch, von laut treibend zu piano, von humorvoll zu melancholisch. Gemein ist laut Bandangaben dem bunten Mix eine Prise Humor und der richtige Beat zum Tanzen.

Die Songs der Band„àlaSKA“ werden als CD bis ins australische Outback bestellt. Ihre Show – ein Menü hausgemachter Songs., groovige Rhythmen, ausgefeilte Bläsersätze, dazu eine große Prise Spielfreude. Musik, die nach Bandangaben direkt ins (Tanz-)Bein fährt.

Molly Town ist eine Funk-und Soul-Band aus Wasserburg, in der aktuellen Besetzung mit acht Musikern eine reinrassige Live-Band. Molly Town ist der Name einer beliebten Kneipe in Kingston Town auf Jamaika, der Keimzelle des Reggae und einer von vielen musikalischen Bezügen der stark groovenden Band mit dem Repertoire aus Reggae, Funk, Soul und moderner Pop-Musik. Die Musik von Molly Town ist sehr tanzbar, zum Beispiel interpretieren die Musiker die Soul- und Reggae-Musik von Joss Stone, aber auch bekannte und weniger bekannte Titel britischer und amerikanischer Soul-, und Funk-Größen.

Wieder mal vertreten beim Nationenfest ist der Wasserburger Kult-Chor Zappndudap. Er tritt zur musikalischen Eröffnung des Musikprogramms auf der großen Bühne auf.

Weiterer Musikangebote:

Ein erweitertes und ambitionierten Programm bietet heuer Sängerin Andrea Merlau, die einen Bogen von Operette über Pop zu Jazz spannt. Mit dabei auf der Merlaubühne in der Färbergasse ist auch der Liedermacher Jan Wannemacher.

Gemütlich und weinselig soll es in der Kinowerkstatt am Kirchhofplatz bei Heurigen und Schrammelklängen der Formation„SissiTop“ mit Gastmusikern aus Wien werden.

Um 16.30 und 19.30 Uhr wird außerdem am Samstag, 18. Juni, die Lateinformation des TC Inn-Casino vor der Bühne in der Frauengasse tanzen.

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