Fastenprediger in Gars decken schonungslos auf

Allerhand humorvolle Bemerkungengaben Bruder Barnabas (Harald Bauernschmid) und Mama Bavaria (Irmi Hinmüller) beim Garser Starkbierfest zum besten. Fill

Bruder Barnabas (Harald Bauernschmid) und Mama Bavaria (Irmi Hinmüller) teilten in Mittergars beim Starkbierfest richtig aus. Mit Humor und Augenzwinkern förderten sie so manche Geschichte aus dem vergangenen Jahr wieder zu Tage.

Von Marianne Fill

Gars– Manch Mittergarser Bürger wird sich im Vorfeld des Starkbierfestes wohl gedacht haben: „Vielleicht kimm ich heuer doch aus, und es san andere dro“. Falsch gedacht, denn Bruder Barnabas (Harald Bauernschmid) und Mama Bavaria (Irmi Hinmüller) erfahren im Laufe des Jahres (fast) alles und bringen es sehr humorvoll, aber auch schonungslos zu Tage.

Zielscheibe : Der alte Bürgermeister und die neuen Kandidaten

Zielscheibe war in diesem Jahr natürlich der „amtsmüde“ Bürgermeister Norbert Strahllechner und die Kandidaten, die sein Amt übernehmen wollen. War es für Strahllechner mit einigen Rügen verbunden, so wurden die „Neuen“ mit guten Ratschlägen für ihre Regierungszeit bedacht.

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Befriedigt stellten die beiden zu Beginn fest, warum das Starkbierfest in diesem Jahr schon so bald stattfindet: „Aan Februar is heia extra no aa Tog dro ghängt worn“ wahrscheinlich extra für die Mittergarser. Sie vermuteten auch, dass an diesem 29. keiner Polizeikontrollen stattfinden werden, weil die Polizei den 29. nicht im Dienstplan haben.

Nach einer rund einstündigen Predigt bedankten sich mit tosendem Applaus die vielen Besuche bei den beiden Fastenpredigern, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass das Starkbierfest wieder zu einem Besuchermagnet wurde und der Dorfsaal bis auf den letzten Platz gefüllt war.

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Zur Unterhaltung trug auch die „Salettl-Musi“ bestens bei, mit gsüffigem Starkbier, Schweinshaxn, Radi und Obatzten wurden die Besucher vom Veranstalter, den Räuberschützen, verwöhnt.

Die besten Sprüche

„Mitn Garser Volksfest hods der neue Bürgermeister net leicht, ob des nochmoi wos gscheits werd, de Fahrgeschäfte san heuer eingschränkt, man könnt aber dafür auf dem Inn Schifferlfahrten anbieten, Mittergars – Au hin und zurück für 50 Cent, wie damals auf der Innfähre.

(Volksfest in Gars soll wieder attraktiver werden)

„Der Bergmann Klaus hod scho wieder aa neues Auto. Er is nämlich mit dem Auto, des erst vor oana hoibn Stund ogmoit wurde, in de Waschstraßn gfahrn, hat aber ein Automatikauto und hod net auf Neutral gschalten sondern auf Fahrbetrieb. Des Auto is durch de Waschstraßn gschossn. De Waschstraßn in Waldkraiburg war daraufhin für drei Wochn gschlossn.“

(Soviel zum Autoverschleiß vom Bergmann Klaus, der daraufhin wieder ein andres Auto brauchte.)

„Bei der Maibaumwach homt aa de Dirndl Maibaumwache ghoitn, do is zur spätn Stund der Bauernschmid Harry vorbeikumma. Bei einem Quiz mit speziellen Fußballfragen hot der Harry von 30 Fragen nur drei falsch beantwortet. Auf de Frog wia oft der FC Bayern schon Deutscher Moasta wurde, hot der Harry gsogt: ‚Vui zu oft.‘“

(Keine Frage welchem Verein der Harry angehört)

„Reiserer John, de Zeitung hot gschriebn, dass es nicht rentabel sei, ein Glasfaserkabel nach Reiser zu legen. Wenn jetzt der Kohwagner Lugge zum Reiserer kimmt, gibt’s a Problem. Der Lugge braucht nämlich vom ganzn Dorf den Wlan Schlüssel. Ganz gleich, wo er is, des erste is ‚Wia is den eichana Wlan-Schlüssel‘.“

(Der Reiserer bekam sein Glasfaserkabel, dafür wurde der Vierlinger Horst vergessen)

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