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SERIE: WASSERBURGER STIFTUNGEN – TEIL 3

Familie-F.X.-Stadler-Stiftung unterstützt Senioren in Wasserburg

Der dreigeschossige NeubauPonschabaustraße 9 bietet 23 Wohneinheiten Platz und gilt zudem als Paradebeispiel für eine gelungene Nachverdichtung.
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Der dreigeschossige Neubau in der Ponschabaustraße 9 bietet 23 Wohneinheiten Platz und gilt zudem als Paradebeispiel für eine gelungene Nachverdichtung.
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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Gut für Wasserburg, dass es Stiftungen gibt. Sie können zumindest einen Teil des Finanzbedarfs für gemeinnützige Zwecke decken. In einer vierteiligen Serie stellen wir die Stiftungen vor, die die Stadt verwaltet. Heute: die „Familie-F.X.-Stadler-Stiftung Wasserburg a. Inn“.

Wasserburg – Die Familie-F.X.-Stadler-Stiftung gehört zu den kleineren Stiftungen der Stadt Wasserburg. Sie werden im Stadthaushalt fiduziarisch – das heißt treuhänderisch – getrennt vom übrigen Vermögen geführt. Die Familie-F.X.-Stadler-Stiftung ist eine solche kleinere Stiftung.

Maria Stadler stiftete ihren gesamten Nachlass

Maria Stadler (1890-1974) hat durch ihr Testament vom 29. Februar 1972 bestimmt, dass die Stadt „den gesamten Nachlass als Stiftung für ein Altenheim“ erhalten soll. Der Nachlass ist laut Testament als Sondervermögen getrennt vom sonstigen Vermögen der Stadt zu verwalten.

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Die Erträgnisse sind laut Satzung „für besonders pflegebedürftige alte Leute bestimmt, solange das Vermögen nicht für ein eigenes Altenheim der Stadt Verwendung finden kann“. Stiftungszweck ist also die Förderung der Altenhilfe in Wasserburg, insbesondere durch die Unterstützung des Baus und des Betriebs von Einrichtungen für Senioren. Darunter fallen insbesondere Altentagesstätten, Essensdienste, Kurzzeitpflegeplätze sowie sonstige Maßnahmen, die die Lebensumstände älterer Menschen verbessern.

Zur Stiftung gehört das Wohn- und Geschäftsgebäude Schustergasse 18 (eine Gewerbeeinheit und drei Wohneinheiten), die neue Wohnanlage Ponschabaustraße 9 mit 23 Wohneinheiten und die beiden Wohngebäude am Kanalweg 2 und 4, die Erbbaugrundstücke Stadler Garten 1 und Auf der Burg 11 – außerdem der Friedlsee in der Gemeinde Amerang mit angrenzenden Flächen. Er ist an den Kreisfischereiverein Wasserburg samt Fischerhütte verpachtet.

Wasserburger Bürgermeister erinnert sich

Das Gebäude Stadler-Garten 1, eine Wohnanlage für Ältere mit 31 Wohnungen, gehört der Heiliggeist-Spitalstiftung. Die Wohnanlage wurde im Jahr 2000 auf einem Erbbaugrundstück errichtet. Das Grundstück, der Garten des früheren Wohnhauses von Maria Stadler, gehört nach wie vor der Familie-F.X.-Stadler-Stiftung. Auf dem Grundstück Ponschabaustraße 9 wurde im vergangenen Jahr ein großes Wohngebäude mit 23 Wohneinheiten in auffälliger Holzoptik fertiggestellt. Das Investitionsvolumen betrug rund 5,3 Millionen Euro.

„Maria Stadler war eine Geschäftsfrau in Wasserburg, die mehrere Immobilien besessen hat“, erinnert sich Bürgermeister Michael Kölbl. Ihr sei wichtig gewesen, dass durch ihren Nachlass Wohnraum insbesondere für bedürftige Seniorinnen und Senioren geschaffen wird. „Alle, die sie kannten, haben mir bestätigt, dass sie eine sehr soziale Ader hatte.“ Ihre Haushälterin zum Beispiel habe ein lebenslanges Wohnrecht in einem kleinen Wohnbungalow gehabt. Und zwar dort, wo heute das Gebäude Ponschabaustraße 9 steht.

Vermögen der Familie-F.X.-Stadler-Stiftung

Grundstockvermögen: 707.000 Euro,

Rücklagen: 705.000 Euro, dazu Immobilien.

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