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E-Autos in der Ausbildung

Fahrschulen im Wasserburger Land stehen unter Strom

Uwe Eggerl, Inhaber der gleichnamigen Fahrschule in Wasserburg, setzt auf die E-Mobilität.
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Uwe Eggerl, Inhaber der gleichnamigen Fahrschule in Wasserburg, setzt auf die E-Mobilität.
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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Die Elektromobilität kommt. Sollen Fahrschulen bereits E-Autos als Übungsfahrzeuge zur Verfügung stellen? Die Fahrerlehrer im Wasserburger Land kommen zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen.

Wasserburg/Haag – Uwe Eggerl betreibt eine Fahrschule in Wasserburg mit Filialen in Grafing und Traunreuth. Er hat ein Dutzend Autos für den praktischen Unterricht im Einsatz – Dieselmodelle von VW, BMW und Audi. Alltagstaugliche Pkw, die sich bewährt hätten: „Meine Fahrlehrer fahren ja zwischen 60.000 und 80.000 Kilometer im Jahr.“

Automatikgetriebe im Kommen

Jetzt hat er sich entschlossen, drei E-Wagen vom Typ Hyundai Kona anzuschaffen. Die staatliche Umweltprämie habe ihm zu einem attraktiven Leasing-Angebot verholfen. Der Umbau der drei Stromer für den Einsatz als Übungsfahrzeuge schlage allerdings mit insgesamt 10.000 Euro zu Buche.

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Eine Investition, die Eggerl als notwendig bezeichnet. Er verweist dabei auf den neu eingeführten B197-Führerschein, für den in einer dualen Ausbildung auf Schaltgetriebe und Automatik geschult werde. „Dadurch haben wir einen vermehrten Bedarf an Automatik-Fahrzeugen“, so Eggerl. Der Hintergrund: Da die meisten Autos mit Antriebstechnologien wie Hybrid oder Strom nur mit Automatikgetriebe erhältlich sind und das klassische Schaltgetriebe in Zukunft immer mehr verdrängt wird, musste auch das Fahrerlaubnisrecht angepasst werden.

„Wir wollen innovativ sein“, betont Eggerl. „Es ist für uns als Fahrschule wichtig, dass wir den Kunden die neue Technik zeigen.“ Im Übrigen habe er gute Erfahrung mit E-Autos gesammelt: „Die laufen problemlos, sie sind auch sehr angenehm zu bedienen.“ Mit der Reichweite kämen die Fahrlehrer gut zurecht, zwei Ladestationen habe er im Gewerbegebiet Staudhamer Feld einrichten lassen. „Am Tag wird gefahren, über Nacht aufgeladen.“

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Die Fahrschule Habenstein & Breu mit Hauptsitz in Rosenheim und Filialen im Wasserburger Land hat dagegen ausschließlich Verbrenner für Unterrichtszwecke im Einsatz, 20 Schaltfahrzeuge und fünf Automatikmodelle. Die Anschaffung von E-Autos sei derzeit nicht vorgesehen, wie Geschäftsführer Alex Breu betont. „Mit dem Thema habe ich mich natürlich befasst, da sind die Meinungen geteilt. Ich sehe aber momentan in der Elektromobilität keine Vorteile.“

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Breu argumentiert, dass mit E-Autos nur eine zusätzliche Umweltbelastung verbunden sei. „Die Leute tauschen den Verbrenner ja nicht unbedingt aus, sie schaffen sich nur zusätzliche Fahrzeuge an.“

Manche setzen auf Fahrsimulatoren

Auch die Reichweite von E-Autos hält Breu für zu gering und stellt die Frage: „Wo sind die Ladesäulen?“ Die Innovation, auf die der Fahrschulinhaber setzt, sind Fahrsimulatoren. „Diese Geräte erfordern einen geringeren Personalaufwand und sind umweltschonender.“

Problem: zu wenig Ladesäulen

In Haag befindet sich die Zentrale der Fahrschule Entholzner. Inhaber Gerhard Entholzner hat mehr als rund 30 Autos im Einsatz, auf Anfrage zeigt er sich offen für E-Mobile. „Wir schaffen uns jetzt ein Erstes an“, sagt er. „Es wird ein VW ID.4.“ Er sieht sich in der Pflicht, ein solches Angebot zu machen. „Wir wollen dieses Auto in den Betrieb integrieren, damit die Leute die neue Technik kennenlernen.“

Das Problem sieht er wie sein Konkurrent Breu im Mangel an Ladestationen. „Wenn das gelöst ist, werden wir noch ganz anders tätig werden.“

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