Fahrendes Volk wieder abgereist

Die Wohnwagen haben Wasserburg fast alle wieder verlassen. Weithofer

Wasserburg – Gestern Nachmittag haben fast alle Wohnwagen den Parkplatz am Badria wieder Richtung München verlassen.

Nachdem die Großfamilien eines fahrenden Volks morgens das Gelände nicht, wie angeordnet, geräumt hatten, wurde eine neue Uhrzeit (14 Uhr) als Frist vorgegeben. Wäre auch sie nicht eingehalten worden, hätten die Stadtwerke, die den Platz von der Stadt gepachtet haben, erneut die Polizei informiert.

Die gut zehn Wohnwagen mit Zugfahrzeugen, die französische Kennzeichen aufwiesen, hatten für erhebliche Irritationen gesorgt. In der Redaktion der Wasserburger Zeitung meldeten sich besorgte Leser. Schließlich ist das Campen in der Corona-Krise nicht erlaubt. Die Familien lebten, als gäbe es keine Ausgangs beschränkungen, so die Beobachtungen.

Über ihr Kommen und ihren Aufenthalt auf dem Badria-Parkplatz hatten die Familien die Stadt nicht informiert. Da das Familienbad nach wie vor aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen ist, wird der Badria-Parkplatz jedoch kaum genutzt. Stadt und Stadtwerke tolerierten deshalb den Aufenthalt für eine gewisse Zeit, setzten jedoch nach Angaben von Stadtwerkechef Marius Regler eine Frist bis gestern 10 Uhr, die dann nach einem Gespräch von Badria-Mitarbeitern mit Clanvertretern noch einmal bis 14 Uhr verlängert wurde.

Tatsache ist: Das Dauercampen findet in einem Graubereich statt. Ab der ersten Minute ist es laut Gesetz eigentlich eine Nutzung fremden Eigentums und damit Hausfriedensbruch, warnt Regler. Das fahrende Volk ist in Wasserburg jedoch alljährlich zu Gast – und reist stets unangemeldet an. Erfahrungsgemäß gibt es Probleme mit der Hygiene auf dem Platz. Heuer kamen Sorgen um die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen hinzu. duc

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