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Aus dem Bauausschuss

„Extreme Kostensteigerung“: Sanierung der Westendstraße in Haag wird teurer

Die Kreuzung Westendstraße/Rainbachstraße in Haag ist ein Teil der Straßensanierung.
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Die Kreuzung Westendstraße/Rainbachstraße in Haag ist ein Teil der Straßensanierung.
  • Anja Leitner
    VonAnja Leitner
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Diskussionen im Haager Bauausschuss: Die Sanierung der Westendstraße wird noch mal teurer. Das sind die Gründe dafür.

Haag – Die Sanierung der Westendstraße in Haag wird teurer. Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD) sprach im Bauausschuss von einer „extremen Kostensteigerung“. Das Problem: Ein Teil des Bereichs ist Wasserschutzgebiet, rund um einen Brunnen, der noch bis 2025 in Betrieb ist. Das heißt, dass dort keine einwandigen Kanalrohre benutzt werden, sondern ein doppelwandiges System installiert werden muss (wir berichteten).

1.000 Quadratmeter Fläche werden entwässert

Christopher Zeitler vom Ingenieurbüro Infra stellte den Entwurf in der Sitzung dar und erklärte, dass die Preise für die Glasfaserlehrrohre, die Spatenumlegung und die Straßenbeleuchtung bislang in der Rechnung nicht enthalten waren. Diese Punkte schlagen mit 133.000 Euro zu Buche. Ein Teil der Mehrkosten sei auch dadurch entstanden, dass sich die Fläche, die mitentwässert werde, vergrößert habe. So sei der zweite Bauabschnitt von etwa 1.000 Quadratmetern nun mit eingerechnet. Das entspreche in etwa einem Viertel des zweiten Sanierungsbereichs, so der Ingenieur.

Bereits in der vorhergehenden Sitzung im Januar wurde eine Kostensteigerung von 100.000 Euro angekündigt. Insgesamt ging die Gemeinde von etwa 1,8 Millionen aus. Jetzt liegt die Summe bei über 2,6 Millionen. Da der Bauabschnitt 1 der Westendstraße von der Regierung Oberbayern als „verkehrswichtige, innerörtliche Straße“ angesehen wird, bezuschusst der Freistaat die Sanierung des ersten Teilstücks mit 50 Prozent, das entspreche – bei etwa 750.000 Euro Kosten – einer Förderung von 375.000 Euro, so Zeitler.

Stefan Högenauer (CSU) fragte nach, wie verlässlich der Kostenvoranschlag des Ingenieurbüros sei. „Wer sich in der Baubranche auskennt, weiß auch, dass es zurzeit schwierig ist, überhaupt feste Angebote zu bekommen“, so der Zweite Bürgermeister. Dem stimmte auch Klaus Breitreiner (CSU) zu: „Was momentan auf dem Markt abläuft, ist unberechenbar. Die Firmen sind oft das ganze Jahr ausgebucht. Wir müssen schauen, dass wir gleich ausschreiben. Wenn die Kosten explodieren, können wir die Ausschreibung zu einem späteren Zeitpunkt wiederholen“, schlug er vor.

Zeitler wies darauf hin, dass das Ingenieurbüro Anfang des Jahres die Materialkosten vom Hersteller eingeholt hätte, sodass zumindest „die Preissteigerung Ende des vergangenen Jahres“ miteinbezogen worden wäre. Schätz erklärte, dass die allgemeine Lage schwierig zu beurteilen sei, allerdings „ist es Tatsache, dass die Westendstraße hergerichtet werden muss.“

Bauzeit wird sich verzögern

Ein weiteres Problem ist die Übernahme der Kosten für die neuen Hausanschlüsse an den Kanal. Da durch das Wasserschutzgebiet besondere Anforderungen an das System bestehen würden, müsse rechtlich abgeklärt werden, ob und inwieweit der Betrag auf die Grundstückseigentümer umzulegen sei oder ob es andere Möglichkeiten gebe, so Schätz.

Das Gremium stimmte mit 6:3 für eine Vertagung, um die dargelegten Punkte zu klären. Die Bauzeit, die laut Zeitler im Juni hätte beginnen sollen und etwa sechs Monate andauern würde, wird sich „entsprechend nach hinten verzögern“. Der größte Teil der Straßensanierung soll aber dieses Jahr noch abgeschlossen werden.

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