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ERFOLGREICHE FÖRDERPERIODE

Eiselfing, Soyen und Wasserburg treten EU-Förderprogamm Leader bei

Freuten sich auf die Zusammenarbeit in der Leader-Region Chiemgauer-Seenplatte: Vorne LAG-Vorsitzender und Pittenharter Bürgermeister Sepp Reithmeier (links) und sein Stellvertreter Konrad Linner, Bürgermeister von Amerang. Hinten die Bürgermeister (von links) Hans Herzog, Zweiter Bürgermeister Eiselfing, Michael Kölbl, Wasserburg, und Thomas Weber, Soyen. Die Masken wurden kurz für das Foto draußen abgenommen.
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Freuten sich auf die Zusammenarbeit in der Leader-Region Chiemgauer-Seenplatte: Vorne LAG-Vorsitzender und Pittenharter Bürgermeister Sepp Reithmeier (links) und sein Stellvertreter Konrad Linner, Bürgermeister von Amerang. Hinten die Bürgermeister (von links) Hans Herzog, Zweiter Bürgermeister Eiselfing, Michael Kölbl, Wasserburg, und Thomas Weber, Soyen. Die Masken wurden kurz für das Foto draußen abgenommen.
  • VonInge Graichen
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Bei der Versammlung der Leader-Region Chiemgau-Seenplatte konnten drei neue Mitglieder begrüßt werden: die Stadt Wasserburg sowie die Gemeinden Eiselfing und Soyen. Auch sie wollen von den Förderungen profitieren.

Eiselfing/Soyen/Wasserburg – Nun ist es offiziell: Die Gemeinden Eiselfing, Soyen und die Stadt Wasserburg sind Teil der Leader-Region Chiemgauer-Seenplatte, die Gemeinde Babensham tritt der Region zur nächsten Förderperiode im Jahr 2023 bei. Die Aufnahme der vier Kommunen wurde bei der Mitgliederversammlung der Regionalinitiative Chiemgauer-Seenplatte e.V. einstimmig beschlossen.

Die Abkürzung Leader kommt aus dem Französisch (Liasison entre action de développement de l´économie rural) und bedeutet so viel wie eine „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft.“ Dabei handelt es sich um ein Maßnahmenprogamm der Europäischen Union, mit dem innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden sollen.

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Die Region Chiemgau-Seenplatte zog bei Versammlung in der Mehrzweckhalle Pittenhart Bilanz über das Jahr 2020 und auch über die gesamte bisherige Förderperiode, gleichzeitig wurde der Blick nach vorne gerichtet. Die aktuelle Förderperiode wurde bis Ende 2022 verlängert. Daher will man in der Chiemgauer Seenplatte in diesem und im nächsten Jahr noch möglichst viele Projekte unter Dach und Fach bringen. Daneben beginnt noch in diesem Jahr der Prozess der Bewerbung für die Förderperiode 2023 bis 2027.

Beitritt ist „stimmige Abrundung“

Mit dem Beitritt der vier Kommunen sieht Vorsitzender Sepp Reithmeier die Leader-Region Chiemgauer-Seenplatte für die Zukunft gut aufgestellt. Die Erweiterung sei eine stimmige Abrundung der Leader-Region Chiemgauer-Seenplatte und er erhoffe sich neue Impulse von der Mitwirkung von Babensham, Eiselfing, Soyen und Wasserburg: „Leader-Region und die neuen Gemeinden ergänzen sich gegenseitig sehr gut.“ In den Prozess der Bewerbung für die Förderphase ab 2023 werden alle vier Gemeinden eingebunden, die zum jetzigen Zeitpunkt eingetretenen Kommunen, Eiselfing, Soyen und Wasserburg können zudem bereits ab sofort Leader-Projekte beantragen.

52 Projekt fertiggestellt oder in Umsetzung

Die Gesamtbilanz der bisherigen Förderperiode im Leader-Förderprogramm fiel für die Chiemgauer-Seenplatte äußerst positiv aus. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind 52 Projekte fertiggestellt oder zumindest in der Umsetzung, dazu 33 Maßnahmen im Projekt Bürgerengagement, bei dem die LAG Chiemgauer-Seenplatte auf besonders einfache Weise Anliegen aus der Bürgerschaft und von Vereinen direkt unterstützen kann.

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Damit wurde das ursprünglich der LAG zur Verfügung stehende Budget voll ausgeschöpft und es konnten darüber hinaus weitere Fördergelder abgerufen werden. Insgesamt wurden über 2,1 Millionen Fördergelder in den bisherigen Projekten genehmigt.

Auch jetzt sind weiter Förderzusagen möglich. Denn gegenwärtig werden zur Projektförderung nach Bedarf Mittel aus einem bayernweiten Topf zugewiesen. Es können also weiter neue Projekte beantragt werden. „Und da sollte man keinesfalls zaudern, denn die Anträge müssen so rechtzeitig gestellt werden und so gut vorbereitet sein, dass die Förderzusage bis Ende 2022 vorliegen kann“, erläuterte LAG-Manager Christian Fechter. Nachfolgend habe man zur Umsetzung des Projektes zwei Jahre Zeit.

Start in die neue Förderperiode

Das nun erweiterte Gebiet der LEADER-Region Chiemgauer-Seenplatte. Schraffiert ist Babensham, das erst 2023 beitritt.LAG Chiemgauer-Seenplatte

Im Jahr 2023 beginnt die nächste Leader-Förderperiode. Die LAG Chiemgauer Seenplatte hatte bereits ihr Interesse zur Teilnahme bekundet. Die Mitgliederversammlung der Regionalinitiative beschloss nun, auf Basis einer umfangreichen Evaluierung in die Neubewerbung für die nächste Förderphase zu starten.

Erfolgskontrolle

Die Evaluierung ist sozusagen die Erfolgskontrolle der bisherigen Arbeit zur Verwirklichung der bestehenden Zielsetzungen der Chiemgauer-Seenplatte. Auf den Ergebnissen der Evaluierung aufbauend werden die Handlungsfelder, Ziele, Strukturen und Instrumente optimiert, an aktuelle Herausforderungen angepasst und schließlich in einer neuen Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) zusammengefasst, mit der sich die Region um die Aufnahme in das Leader-Programm 2023-2027 bewirbt.

Damit die regionalen Akteure, die Bürgerinnen und Bürger neben den Fachleuten intensiv in die Ausarbeitung der Entwicklungsstrategie eingebunden sind, sind dazu verschiedene Veranstaltungsformate wie Strategieworkshops und offene Zukunftsforen vorgesehen.

Laut Johann Kölbl, Leader-Koordinator beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim soll die neue LES im ersten Halbjahr 2022 beim bayerischen Landwirtschaftsministerium eingereicht werden. Dann könnte der Start in die Förderperiode im Jahr 2023 erfolgen.

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