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Schwierige Baustelle

Es geht nicht weiter beim Bau des Wasserburger Zentraldepots – vorerst

Mögliche Mängel an den Betonelementen haben nach Angaben der Stadt zu einem Stopp der Arbeiten am Zentraldepot.
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Mögliche Mängel an den Betonelementen haben nach Angaben der Stadt zu einem Stopp der Arbeiten am Zentraldepot.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Wieder fällt auf: Es tut sich nur wenig auf der Baustelle für das Zentraldepot am Herder. Das hat seine Gründe.

Wasserburg – Baustopp beim Zentraldepot: Derzeit ruhen die Arbeiten. Bürgermeister Michael Kölbl nennt auf Nachfrage der Wasserburger Zeitung als Grund „Probleme mit der Qualität der gelieferten Betontteile“. Sie spielen beim Gebäude für das reiche Archivgut der Stadt eine wichtige Rolle. Denn die Feuchtigkeit darf nicht in das Gebäude eindringen, die Temperaturen sollen das ganze Jahr hindurch gleich sein. Schwankungen und Feuchte würden die historischen Exponate gefährden.

Probleme mit den Betonelementen

Nachdem die Mängel aufgefallen waren, hatte die Stadt einen Ortstermin mit Sachverständigem anberaumt. Noch ungeklärt sei, ob nachgebessert werden könne oder neue Bauteile kommen müssten. „Wir befinden uns in der Schwebe“, bedauert Kölbl.

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Fest stehe jedoch: Die Eröffnung des Zentraldepots im Mai 2022 könne nicht wie geplant stattfinden. „Wir müssen später umziehen“, bedauert der Rathauschef, denn die Unsicherheiten rund um die Betontteile würden sich auf die Fertigstellung weiterer Gewerke auswirken. „Das zieht einen Rattenschwanz hinter sich.“ Vor den Sorgen um die Betonelemente hatte es bereits statische Fragen gegeben, die geklärt werden mussten und zu Verzögerungen führten.

Stadt erwartet Zuschuss von einer Million Euro

Auf ein paar Monate hin oder her kommt es jedoch auch nach Meinung von Kölbl nicht an. Schließlich hat die Stadt 14 Jahre lang um das Bauvorhaben gerungen – weil die Kosten explodierten, es immer wieder Neuplanungen gab, Planer und Architekten wechselten. Zuletzt musste der Stadtrat die Ausschreibung wiederholen, weil die Angebote exorbitant hoch waren.

Spatenstich war mitten in der Pandemie im März dieses Jahres. Die „Kiste“, wie das ummauerte Gedächtnis der Stadt im Volksmund genannt wird, ist mit Kosten von 3,7 Millionen Euro veranschlagt. Die Stadt erwartet einen hart erkämpften Zuschuss in Höhe von einer Million Euro – aus drei Töpfen: vom Freistaat, von der bayerischen Landesstiftung und von der Landesstelle für nichtstaatliche Museen.

Über 1000 historische Objekte – von der kleinen Münzen bis zum wuchtigen Bauernschrank und zur Postkutsche – werden in das Zentraldepot einziehen. Die Objekte lagern derzeit auf sechs Standorte verteilt über das ganze Stadtgebiet. Im Neubau sollen sie für die Zukunft gesichert werden.

Isolierung muss stimmen

Dafür sorgt eine hochmoderne Klimatechnik. Damit sie funktioniert, muss die Isolierung stimmen – Betonelemente, die nicht den hohen Qualitätsansprüchen genügen, gehen gar nicht, so Kölbl. Denn es gilt, das historische Gedächtnis der Stadt zu bewahren. Ihre Sammlung gehört zu den ältesten und größten in Bayern.

Nach der Fertigstellung des Zentraldepots steht die nächste große Aufgabe an: die Sanierung des Museums der Stadt.

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