Ein erster Schritt ist getan

Nachdem die Gemeinde das Fiedlergebäude erworben hatte, begannen 2011 die Umbauarbeiten. Als erstes zog die Kindergruppe dort ein, ein großer Teil blieb ungenutzt. Jetzt hat die Gemeinde Großes vor mit dem früheren Fabrikgebäude. Entstehen soll ein Gemeindezentrum. re

Babensham – Läuft alles nach Plan, hat Babensham im Herbst nächsten Jahres ein Gemeindezentrum mit Pfarrsaal, Räumen für Kindergarten- und Krippenkinder und einer neuen Küche im früheren Fiedler-Gebäude.

Zum „ersten Abtasten“ stellte Architekt Stephan Jocher das Konzept dem Gemeinderat vor.

Ein Rückblick: Vor zehn Jahren erwarb die Gemeinde das Fiedler-Gebäude an der Raiffeisenstraße mit 3000 Quadratmetern Nutzfläche und 10 000 Quadratmetern Grund, das zuvor zehn Jahre lang leer stand. Es gab zwar einige Interessenten, ein Edekamarkt war angedacht oder auch der Einbau von 30 Wohnungen. Passiert ist nichts, bis die Gemeinde beschloss, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Umbauarbeiten begannen, im Oktober 2011 zog als erstes die Kinderkrippe in neue Räume im alten Fiedler-Gebäude. Im Oktober 2012 hatten die Babenshamer Schützen in ihrem neuen Heim ihr Anfangsschießen. Dafür hatten sie das ehemalige Auslieferungslager der früheren Kleiderfabrik aufwendig umgebaut. Umgebaut wurden auch verschiedene Räumlichkeiten in dem großen Fabrikbau. In dem Gebäude bekommen Schul-, Kindergarten- und Krippenkinder ein Mittagessen, gekocht in der dortigen Küche, auch gewerbliche Nutzung gibt es, eine Fahrschule und eine Praxis mit zwei Mietern. Allerdings: Ein Großteil des Gebäudes steht nach wie vor leer – noch. Geht es nach Bürgermeister Josef Huber, sollen die Arbeiten für die Umnutzung der Räumlichkeiten im kommenden Herbst beginnen.

Ein erster Schritt für dieses Projekt ist getan. Der Architekt präsentierte dem Gemeinderat das Flächenkonzept und das Raumprogramm und verwies immer wieder, dass das ein absoluter Vorentwurf sei, wichtig sei die Richtung der Baumaßnahme. Wichtig: „Die Bausubstanz ist gut“. Und Architekt Stephan Jocher trug auch die Kosten für das Großbauprojekt vor, dies mit dem Hinweis, dass es sich um eine Prognose handle, die aber sehr realitätsnah sei. Die Kosten unterm Strich: 2,8 Millionen. Danach erteilte der Rat dem Architekturbüro einstimmig den Auftrag für weitere Detailplanungen zum Umbau des Fiedlergeländes.

Vorgesehen sind im Bestandsgebäude Räume für drei Kindergartengruppen. Damit werden zwei Provisorien abgeschafft: Die Gruppe, die derzeit im benachbarten Kindergarten im Untergeschoss untergebracht ist, und eine Gruppe, die derzeit im früheren Pfarrheim gleich neben dem Kindergarten spielen, erhalten im Fiedlerhaus neue Räume. Vorgesehen ist dort auch eine dritte Kinderkrippen gruppe, ein kleiner Diskussionspunkt im Gemeinderat, da diese Gruppe im Untergeschoss bei den beiden schon vorhandenen Krippengruppen vorgesehen ist. Gut fanden es die einen, wenn die Krippengruppen beieinander sind. Weniger gut fanden andere die Lichtsituation. Zwar sei es gestalterisch nicht einfach, so der Architekt, aber „es gibt Lösungen“. Man einigte sich, alle drei Krippengruppen im Untergeschoss unterzubringen.

Vorgesehen im Fiedler-Gebäude ist eine neue Schulküche – derzeit werden in der jetzigen täglich Mittagessen für 47 Schul-, 23 Krippen- und 20 Kindergartenkinder gekocht. Vorgesehen ist ein Speiseraum für etwa 60 Kinder daneben und daran anschließend ein Pfarrsaal – den es für die Babenshamer derzeit nicht gibt. Im alten Pfarrheim sind provisorisch Kindergartenkinder, Bürgermeister Josef Huber schlug eine flexible Trennwand zwischen Speiseraum und Pfarrsaal vor, um Letzteren, wenn nötig, vergrößern zu können.

Neben dem Bau für die dritte Krippengruppe im Untergeschoss gab es in der Ratssitzung einen zweiten richtungsweisenden Beschluss. Es gibt einen relativ großen quadratischen Innenhof mit einem Baum in der Mitte. Als eine Alternative hatte der Architekt einen Arkadengang vorgeschlagen. Das sehe zwar gut aus, „uns ist aber die Raumqualität wichtig“, meinte der Bürgermeister dazu. Das sahen auch alle anderen so, der alternativ vorgeschlagene Arkadengang ist gestrichen, aus praktischen und aus energetischen Gründen.

„Mit drei Millionen müssen wir wohl rechnen für dem Umbau einer Fläche, die so groß ist wie für vier Häuser“, meinte Huber.

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