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Hoher Geburtstag in Eiselfing

Erinnerung – auch an dunkle Zeiten: Hildegard Kelch aus Eiselfing ist 90

Hildegard Kelch feiert den 90. Geburstag.
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Hildegard Kelch feiert den 90. Geburstag.
  • VonKarlheinz Günster
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Vertreibung, der Tod ihres Mannes und Sohnes – alles hat Hildegard Kelch ertragen. Jetzt konnte sie in Bachmehring, Gemeinde Eiselfing, ihren 90. Geburtstag feiern. Sie erinnert sich an dunkle Tage mit Krieg und Vertreibung, aber auch an Menschen, die ihr Zeit ihres langen Lebens beistehen.

Eiselfing – Hildegard Kelch aus Bachmehring in der Gemeinde Eiselfing wurde 90 Jahre alt. Diesen besonderen Geburtstag feierte sie im Kreis ihrer Familie.

Die gesellige Jubilarin hat viel zu erzählen aus ihrem langen Leben. Geboren wurde sie im tschechischen Brünn, dort wuchs sie mit fünf Geschwistern auf. Die Eltern hießen Alois und Franziska Follner. Ihr Vater starb viel zu früh, da war sie gerade mal sechs Jahre alt. Den Krieg erlebte sie vor allem als Vertriebene mit, daran hat sie keine guten Erinnerungen – auch nicht an die erste Begegnung mit den Menschen bei Edling, wo die Familie zuerst untergebracht war. „Geht’s heim“ und anderes Unfreundliche hörte sie als Kind oft, berichtet die Jubilarin. Es gab aber auch Hilfe, wofür sie heute noch dankbar ist.

Schneiderin war ihr Berufswunsch

Schneiderin war ihr Berufswunsch, der ist ihr in Wasserburg erfüllt worden. Später arbeitete sie im Krankenhaus in Gabersee. Ihrer Mutter fühlte sie sich stets eng verbunden, sodass sie für deren Pflege eine Nachtarbeit in der Stiftung Attel annahm, um tagsüber daheim sein zu können. Die Familie wohnte da schon im eigenen Haus in Bachmehring.

Konflikte meidet sie

Leider starb ihr Ehemann Helmuth aus Ostpreußen, den sie beim Tanzen in Edling kennengelernt hatte, bereits 1990 mit nur 60 Jahren. Die Hochzeit war 1954 in Rieden. Der gemeinsame Sohn wurde nur 51 Jahre alt.

Streit mag Hildegard Kelch überhaupt nicht, Konflikte bewältigt sie gerne mit Hilfe der Zeit: Auseinandergehen und später wieder zusammenkommen, das glätte auch die Wogen. Und gerecht müsse es auch zugehen, das sei auch wichtig, sagt sie. So oft es möglich ist, geht sie vor die Tür. Dabei hilft ihr mittlerweile der Rollator, denn das Knie mag nicht mehr so. Ihr Aktionsradius ist zu ihrem großen Bedauern eingeschränkt.

Stets kann sie aber auf die Hilfe ihrer Enkelin Andrea zählen, die mit ihren beiden Kindern im Haus wohnt.

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Gratuliert haben zum runden Geburtstag auch der Zweite Bürgermeister Johann Herzog im Namen der Gemeinde, der Verein „Zeit für Di“ und die Pfarrgemeinde.

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