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BERÜHMTER GRAFIKER

Erinnerung an Schöpfer des Meggle-Kleeblatts: Wasserburg erwirbt Nachlass von Hugo Bayer

Aus dem Nachlass von Hugo Bayer (oben, von links): Produktverpackung mit Stadtsilhouette und Kleeblattbutter für die Firma Meggle, Gestaltungen für die Firma Bauer, ein Plakatentwurf für die Süddeutsche Zeitung, Tegernauer Portions-Edamer und ein Plakat zum Wasserburger Frühlingsfest.
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Aus dem Nachlass von Hugo Bayer (oben, von links): Produktverpackung mit Stadtsilhouette und Kleeblattbutter für die Firma Meggle, Gestaltungen für die Firma Bauer, ein Plakatentwurf für die Süddeutsche Zeitung, Tegernauer Portions-Edamer und ein Plakat zum Wasserburger Frühlingsfest.
  • vonPetra Maier
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Noch stapelt sich alles in mehreren Kisten, aber Stadtarchivar Matthias Haupt kann es kaum erwarten, sie auszupacken: Von der Erbengemeinschaft Hugo Bayer erwarb die Stadt Wasserburg den grafischen Nachlass von Hugo Bayer.

Wasserburg– Seine berühmtesten Werke kennen viele – nicht nur in Wasserburg: das Meggle-Kleeblatt beispielsweise und auch die drei stilisierten, dynamischen Personen, die jahrelang als Erkennungsmerkmal für den Bauer-Joghurt dienten.

Sichten, ordnen, katalogisieren

Der Nachlass kann nun als Kulturgut dauerhaft im Stadtarchiv gesichert, verwahrt und auch für die Öffentlichkeit weitergehend ausgewertet werden.

Jetzt gibt es im Wasserburger Stadtarchiv viel zu tun: Bayers Nachlass enthält Werke und Dokumente aus allen wichtigen Schaffensphasen des Grafikers und Malers: Kalligraphisch gestaltete Textblätter sowie Motive mit religiösem Kontext, unter anderem aus seiner Studienzeit, Werbematerialien wie Plakate, Prospekte, Briefköpfe und Logos für Firmen aus seiner Tätigkeit als freischaffender Grafiker.

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Sie alle müssen jetzt gesichtet, geordnet und katalogisiert werden. Haupt sieht vor seinem inneren Auge bereits eine Sonderausstellung oder auch ein kleines Büchlein entstehen. „Es gebe genug zu berichten“, weiß der Archivar, denn Bayer beherrschte neben seinem eigNNoch stapelt sich alles in mehreren Kisten, aber Stadtarchivar Matthias Haupt kann es kaum erwarten, sie auszupacken: Von der Erbengemeinschaft Hugo Bayer erwarb die Stadt Wasserburg den grafischen Nachlass von Hugo Bayer.och stapelt sich alles in mehreren Kisten, aber Stadtarchivar Matthias Haupt kann es kaum erwarten, sie auszupacken: Von der Erbengemeinschaft Hugo Bayer erwarb die Stadt Wasserburg den grafischen Nachlass von Hugo Bayer.entlichen Handwerk – der Grafik – auch ausgezeichnet verschiedene Schrifttypen sowie den Linolschnitt, indem er äußerst geschickt seine Plakatentwürfe umsetzte. „Das war eine ganz andere Zeit“, ruft Haupt in Erinnerung. „Die Technik, die Bayer angewandt hat, von den Entwürfen bis zur Reinzeichnung, ist heute noch spannend zu entdecken.“

Viele Firmenlogos entwickelt

Aufgrund dieser vielfältigen Begabung trat er nicht nur als Werbegrafiker in Erscheinung, sondern darüber hinaus als Buchillustrator und Gestalter von kalligrafischen Texten, Grußkarten sowie Andachtsbildern, die große Verbreitung fanden.

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Die Firmenlogos, die er zum Beispiel für Meggle oder Bauer entwarf, sind mittlerweile international bekannt.

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Bayers Graphiken zeugen von einer Vielseitigkeit, denn als Auftragsarbeiten waren sie selbstverständlich auf die Bedürfnisse und Erwartungen des jeweiligen Auftraggebers zugeschnitten. Gleichzeitig lässt sich jedoch häufig der individuelle Stil des Künstlers in seinen stilisierten Figuren, der kontrastreichen Farbgestaltung und der kraftvollen Linienführung erkennen. Zudem zeugten seine Arbeiten von einem (Kunst-)Handwerk, das inzwischen fast vollständig durch digitale Anwendungen ersetzt wurde und somit beinahe ausgestorben ist.

Auch ein Stück Wirtschaftsgeschichte

Anhand des Nachlasses, der Arbeiten aus seiner langjährigen Tätigkeit für die Unternehmen umfasst, lässt sich ein Stück regionaler Wirtschaftsgeschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ablesen.

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„Dass bereits ein Interesse der Öffentlichkeit an Bayers Werken besteht, zeigte die Sonderausstellung „Hugo Bayer. 50 Jahre Grafik in Wasserburg“ im Städtischen Museum schon im Jahr 2006 und deren Resonanz in den Medien“, erinnert sich Haupt.

Hugo Bayer (links) in den 90er Jahren mit seinem SohnHugo, der seine künstlerische Ader geerbt hat.
Regina Schürer übergibt Bürgermeister Michael Kölbl den Nachlass im Namen der Erbengemeinschaft.

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