So ergeht es uns Wasserburger Reportern in Coronazeiten – wie geht es Ihnen, liebe Leser?

Im Homeoffice: Redakteurin Petra Maier, unterstützt von Hündin Schnecke.

Allein auf weiter Flur: So ergeht es derzeit den Redakteurinnen der Wasserburger Zeitung. Die eine sitzt verlassen im großen Büro, die andere im Einzelzimmer, die dritte im Homeoffice. Und trotzdem: Wir sind gut vernetzt mit unseren Lesern. Ein Blick hinter die Kulissen der Zeitungsarbeit in Coronazeiten.

Wasserburg – Ich bin derzeit abends manchmal heiser – nicht, weil ich am Coronavirus erkrankt bin, sondern weil ich meine Kollegin in der Redaktion anschreie. Das tue ich nicht, weil ich böse auf sie bin, sondern weil wir über einen langen Flur voneinander getrennt sind. Wir begegnen uns nicht mehr – nicht einmal in der Kaffeeküche, die wir nur getrennt aufsuchen. Mit der Dritten im Team kommunizieren wir seit Montag nur noch per Telefon: Sie sitzt daheim im Homeoffice, einem ehemaligen Kinderzimmer. Auch unsere beiden Kollegen aus der Anzeigenabteilung arbeiten zu Hause.

Doch wir finden Wege zueinander – per Telefon, Mail, WhatsApp oder neue Kommunikationskanäle im Internet. Das ist zwar aufwendiger als im persönlichen Gespräch von Schreibtisch zu Schreibtisch, aber es geht.

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In der fast leeren Redaktion,räumlich getrennt von der Kollegin: Redakteurin Heike Duczek.

Trotzdem kommen wir uns oft vor, als würden wir in einer fremden Welt arbeiten. Denn als Journalisten leben wir vom direkten Kontakt mit den Menschen. Wir sind viel unterwegs, weil wir uns selber ein Bild machen wollen, wir gehen raus, um Neuigkeiten zu erfahren. All dies ist im Moment nicht möglich. Wir huschen mittags nur kurz raus, frische Luft tanken. Die vielen Gespräche, die wir sonst auf der Straße führen, fallen aus.

Unser einziger Kontakt zur Außenwelt: Unser freier Mitarbeiter Winfried Weithofer, der jeden Tag mehrmals mit seiner Flocke Gassi gehen muss – und darf. Mit ihm kommunizieren wir auch schon mal aus dem Redaktionsfenster hinaus. Das kann derzeit den ganzen Tag offen stehen, denn der Verkehrslärm am Marienplatz hat deutlich abgenommen.

Ebenso isoliert, weil im kleinen Einzelzimmer, aber trotzdem gut gelaunt: Redakteurin Andrea Klemm.

Wie gut, dass die vielen Mails und Telefonanrufe, die uns täglich erreichen, zeigen: Das Leben geht weiter. Und wir sind mit unseren Lesern gut vernetzt – auch ohne direkten Kontakt.

Wir werden in diesen ungewöhnlichen Zeiten weiterhin dafür sorgen, dass die Heimatzeitung das wichtigste Informationsmedium in der Region bleibt – gedruckt, auch in Corona-Zeiten, jeden Morgen zugestellt, oder im Internet auf ovb-online.de.

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Die Berichterstattung hat sich zwar etwas verändert, weil keine Veranstaltungen mehr stattfinden. Wir setzen deshalb noch mehr als sonst auf Hintergrundberichte – nicht nur zum Thema Corona. Außerdem haben wir die Wasserburger Zeitung durch ein großes Kreuzworträtsel ergänzt und starten heute, Samstag, mit einer täglichen Kinderseite als Lektüre für die ganze Familie.

Wie geht es Ihnen, liebe Leser? Wie gestalten Sie Ihren Alltag unter den veränderten Rahmenbedingungen? Was bereitet Ihnen Sorgen, was macht Hoffnung? Schreiben Sie uns Ihre Geschichten – per Mail an redaktion@wasserburger-zeitung.de. Die Texte sollten nicht mehr als 1600 Zeichen haben, wir würden sie gerne mit einem Portraitfoto von Ihnen und Ihrem Namen veröffentlichen. Heike Duczek

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