Entschädigung nicht mehr pauschal angesetzt

Prägt den Haushalt des Schulverbandes Haag: die Sanierung der Grund- und Mittelschule.
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Prägt den Haushalt des Schulverbandes Haag: die Sanierung der Grund- und Mittelschule.

Haag –. In der Schulverbandsversammlung in Haag ließ Kämmerer Christian Prieller die Jahresrechnungen für das Haushaltsjahr 2019 Revue passieren.

Sie umfasste gut drei Millionen Euro mit jeweils 1 504 240 Euro im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt.

Der Verwaltungsetat habe sich genau im Planungsansatz befunden. 251 748 Euro habe er dem Vermögenshaushalt zuführen können, so Prieller. Eine Neuerung ist nach Bürgermeisterin Sissi Schätz für die Berechnung der Verwaltungskosten nötig. Bisher habe die Gemeindeverwaltung den Aufwand, den sie mit der Betreuung des Schulverbands hatte, in einer Pauschale abgerechnet. Diese Entschädigungsleistung sei zwar durch die Verbandssatzung geregelt gewesen, dann aber vom Prüfungsverband beanstandet worden. Einer der Mängel habe darin bestanden, dass für die Pauschale keine Berechnungsgrundlage angegliedert war.

Personal-und Sachkosten

Die Kassen- und Verwaltungsgeschäfte, die der Markt Haag für den Schulverband ausführt, müssen künftig über eine gesonderte Verwaltungskostenvereinbarung geregelt sein. Im vorgestellten Entwurf richtet sich die Entschädigung nach den Verwaltungskostenbeiträgen. Grundlage dafür bilden künftig die nach dem Zeitaufwand berechneten Personalkosten der Bediensteten, die für den Schulverband Leistung erbringen, aber auch Sachkosten und weitere Zuschläge. Die Verrechnung soll jährlich durchgeführt werden. „Das verursacht Arbeit“, resümierte die Bürgermeisterin. Vom Protokoll über die Schulverbandssitzung bis zur Begleitung der laufenden Sanierungsbauten sei alles zu dokumentieren.

Rechtmehrings Bürgermeister Sebastian Linner vermutete einen aktuell höheren Verwaltungsaufwand, der allerdings überprüfbar sein müsse. Es gäbe immer Phasen, in denen die Gemeinde mehr mit dem Schulverband beschäftigt sei, bestätigte Bürgermeisterin Schätz – so während der Generalsanierung und der Corona-Krise. Man habe die eigenen Anteile bisher jedoch nie berechnet. Die Termine seien nachvollziehbar wie auch die Leistungen des Bauhofs. Die Verwaltung müsse eben alles aufschreiben, folgerte Bürgermeister Christoph Greißl aus Kirchdorf. „Wir versuchen, nicht zu übertreiben“, so Kämmerer Prieller. Die Gemeinde werde künftig einmal im Jahr alle Abteilungen nach ihrem Aufwand befragen. xy

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