Endlich wieder auf Reisen

Alois Rappold hatte beim letzten Distanzflug die drei schnellsten Tauben im Schlag.
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Alois Rappold hatte beim letzten Distanzflug die drei schnellsten Tauben im Schlag.

Ostermünchen/Rosenheim/Grafing. – Aufatmen bei den Brieftaubenzüchtern der Reisevereinigung (RV) Oberland: Endlich konnten sie ihre Schützlinge wieder auf Reise schicken.

Die besten und schnellsten Tauben aller Züchter lassen sich über die Fluggeschwindigkeiten in Metern pro Minute berechnen. Sie ergibt sich aus der Auflasszeit, der Ankunftszeit und der zurückgelegten Strecke. Die unterschiedlichen Entfernungen der einzelnen Taubenschläge vom Auflass ort werden anhand der GPS-Koordination jedes einzelnen Schlages berücksichtigt.

Ein elektronisches „Konstatiersystem“ stoppt die Zeit automatisch. An jedem Schlag befindet sich eine Antenne. Die Tauben tragen an einem Bein einen speziellen Fußring mit einem elektronischen Chip. Fliegen sie ein, werden Datum, Zeit und Nummer der Tauben erfasst. Die Daten aller am Preisflug teilnehmenden Züchter wertet anschließend die Reisevereinigung aus. Die beste Taube der RV Oberland wird am Saisonende jene, die am meisten Preise und Punkte gesammelt hat. In Ulm startete der erste Distanzflug (Preisflug) über 160 Kilometer. Die Tauben waren gut in Form, denn schon um 9.39 Uhr landeten die beiden Ersten im Schlag von Alois Aschauer in Straussdorf. Sie hatten eine Fluggeschwindigkeit von 1557 Metern pro Minute. Die drittschnellste Preistaube hatte Hans Kirchlechner aus Emmering. Auf den weiteren Plätzen folgten die Tiere von Alois Rappold aus Mintsberg und Alfred Forster aus Rosenheim.

Der zweite Distanzflug ging von Laichingen aus. Die Flugstrecke betrug 190 Kilometer. Bei starkem Westwind – somit Rückenwind – landete die erste Taube wiederum bei Alois Aschauer. Sie erzielte dabei eine Spitzengeschwindigkeit von 1794 Metern pro Minute.

„Das sind stolze 108 Kilometer pro Stunde“, ergänzte der Vorsitzende Jakob Gerg. Seine Taube kam als zweite ins Ziel nach Ostermünchen. Die dritte Taube flog in den Schlag von Horst Geppert aus Grafing, die vierte und fünfte Taube hatte wiederum Alois Aschauer. Der dritte Distanzflug startete ab Pforzheim in Baden-Württemberg, die Entfernung betrug 270 Kilometer. Hier hatte Josef Huber aus Biberg die erste Taube im Schlag, Rang zwei ging an Helmut Klobisch aus Rosenheim und Rang drei an Emmeran Weigl aus Baiern. Nach ihm reihten sich Gerhart Eichler aus Glonn und Alois Rappold ein.

Der vierte Distanzflug startete in Esslingen. Die drei schnellsten Brieftauben hatte hier Alois Rappold, die viertschnellste Emmeran Weigl. Darauf folgten die Tiere von Josef Holzmann aus Glonn und von der Schlaggemeinschaft Oberberger/Seidel aus Langenpfunzen.

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