Endlich wieder draußen essen in Wasserburgs Altstadt

Trottoire kehren, Tische und Stühle abwischen: Schon am frühen Montag hat sich die Wasserburger Gastronomie auf die Rückkehr der Gäste vorbereitet.

Der Neustart nach zweimonatiger, coronabedingter Unterbrechung ist lange ersehnt: Es kommen jene, die es sich unter freiem Himmel schmecken lassen. „Ja, ich bin froh, dass ich zum Essen endlich wieder draußen sitzen kann“, sagt Jürgen Huber, der sich mit seiner Arbeitskollegin Gabriele Hirczy im „Lychee’s, der kleine Vietnamese“ niedergelassen hat (im Bild rechts). „Tut echt gut, die Atmosphäre hier.“ Nicht ganz so freudig ist die Stimmung bei der Inhaberin des Restaurants, Thanh Van Beck: „Ich bin skeptisch, ich muss erstmal schauen, wie das alles abläuft. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich noch zugelassen.“ Geöffnet habe sie nur für die Stadt und die Gäste, betont sie mit Blick auf den „riesigen Aufwand“. „Ich brauche mehr Personal, damit steigen die Kosten.“ Von jedem Gast müsse sie die Personalien notieren. Christine Deliano, Chefin des Cafés in der Hofstatt, nimmt den Mehraufwand mit einem Lächeln hin, sie freut sich, dass der Außenbereich gut besetzt ist: „In die Stadt kommt wieder Leben.“ Gleichwohl beklagt auch sie den deutlich höheren Personalaufwand, zugleich habe sie die Anzahl der Sitzplätze um die Hälfte reduzieren müssen. Der Gaststättenverband habe empfohlen, fünf Euro für die Hygienemaßnahmen zu verlangen, um Kostendeckung zu erreichen. Ob es dazu kommt, lässt sie offen. Ein paar Schritte weiter, im Restaurant „La Famiglia“, zeigen sich die Gäste gut gelaunt. Dort sind die Eheleute Günther und Anneliese Kloos (Bild links) eingekehrt, um sich zum 35. Hochzeitstag verwöhnen zu lassen. Inhaberin Alessandra Fusaro ist außer sich vor Freude, ihre Gäste bedienen zu können. „Ich fühle mich wie neugeboren.“ Weithofer

Kommentare