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Inklusives Sportevent

Endlich wieder Attler Lauf: Im Dinokostüm und mit knapp drei auf die Strecke

Wohl das bunteste Team beim Attler Lauf: Peter Friesinger (Team „Magdalena ich liebe dich“) im Dino-Kostüm mit seinen Freunden, den „Soldaten der Liebe“. Wagner
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Wohl das bunteste Team beim Attler Lauf: Peter Friesinger (Team „Magdalena ich liebe dich“) im Dino-Kostüm mit seinen Freunden, den „Soldaten der Liebe“. Wagner

Laufen, walken, rollen: Der Volkslauf in Attel begeistert auch nach der Corona-Zwangspause Menschen mit und ohne Behinderung. Sie sporteln gemeinsam. Dabei gibt es Topleistungen und – was noch wichtiger ist – ein tolles Miteinander auf der Laufstrecke. So war´s.

Wasserburg/Attel – Eigentlich hätte es in diesem Jahr ein Jubiläum sein können, denn es wäre – zumindest nach regulärer Zählweise – der 20. Attler Lauf gewesen. Aber die Corona-Pandemie hat einen Strich durch die Rechnung des Wasserburger Sportevents gemacht. So mussten die Laufbegeisterten drei Jahre warten. Am Samstag, 2. Juli, fand der Volkslauf in Attel bei bestem Laufwetter nun regulär zum 18. Mal statt.

Zahlreiche Stammgäste dabei

„Die Läufer aus der Region haben unseren Lauf nicht vergessen“, freut sich Franz Hartl, Vorstand der Stiftung Attl. „Für unsere Betreuten ist diese Veranstaltung besonders wichtig, weil nun zum ersten Mal seit dem Ausbruch von Corona wieder eine Inklusions-Veranstaltung stattfinden kann.“

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Start der Fünf- und Zehn-Kilometer-Wettbewerbe: Auch nach der langen Zwangspause waren wieder viele bekannte Läufer dabei.

Insgesamt lockte der Attler Lauf in diesem Jahr wieder knapp 500 Teilnehmer in die Einrichtung bei Wasserburg. In den drei Läufen über zehn, fünf und einen Kilometer sowie über die fünf Kilometer Walken waren auch diesmal zahlreiche Stammläufer aus den Vereinen der Region am Start; unter anderem vom PTSV Rosenheim, dem SC Haag , der LG Mettenheim und dem Leichtathletikverein aus Edling. Ein Teilnehmer war sogar extra aus Passau angereist.

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Wie beim Lauf vor drei Jahren führte die Route in 2,5-Kilometer-Runden durch die Einrichtung. „Wir haben uns in diesem Jahr wieder für diese Strecke entschieden, damit möglichst viele Bewohner dem Lauf beiwohnen können“, erklärt Michael Erhardt, der sportliche Leiter des Attler Laufs. „Im Zentrum haben wir dieses Jahr den Attler Biergarten als besonderes Highlight“.

Etwas verwinkelt und mit vielen Kehren ging es in bis zu vier Runden für die Maximaldistanz durch das Gelände der Stiftung Attl. „Das macht Spitzenzeiten schwierig“, meint Christian Barth, einer der Teilnehmer. Dass trotzdem beachtliche Zeiten gelaufen wurden, spiegelte die Qualität einiger Läufer wieder.

Laufen, walken und rollen

Bei den zehn Kilometern war Marius Stang von den Stadtwerken Tübingen mit 34:49 Minuten Schnellster; bei den Damen kam Stephanie Burger (45:00) als Erste durchs Ziel.

Über die Fünf-Kilometer-Strecke gewann Florian Spötzl (17:31) vom PTSV Rosenheim das Rennen; bei den Damen Agnieszka Glomb (20:14), ebenfalls vom PTSV Rosenheim. Den ersten Platz über einen Kilometer teilten sich in diesem Jahr erstmalig beim Attler Lauf zwei Teilnehmer:

Mit einer Zeit von 2:55 Minuten liefen Maxi Mayerhofer (SC Haag) und Alexander Dresp (KJFV Reitmehring) gemeinsam über die Ziellinie. Schnellstes Mädchen war mit einer Zeit von 3:47 Minuten die erst siebenjährige Marie Salvamoser vom SV Schloßberg.

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Das Walken über fünf Kilometer gewannen Marcus Schwab (35:21) und Helene Gerling (36:20) von der Denava AG.

Die jüngste Teilnehmerin im Feld war in diesem Jahr mit knapp drei Jahren Philomena Bauer.

Jüngste Teilnehmerin war erst drei Jahre alt

Der emotionalste Lauf fand aber, wie in den vorangegangenen Auflagen, über die Distanz von einem Kilometer statt.

Hier waren nicht nur zahlreiche Kinder vertreten, sondern auch viele Bewohner aus der Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Jüngste Teilnehmerin, mit noch nicht einmal drei Jahren, war in diesem Jahr Philomena Bauer, die sich ebenso stolz wie alle anderen Teilnehmer an der Kurzdistanz ihre Medaille im Ziel umhängen ließ.

Der Höhepunkt: Lauf über die Strecke von einem Kilometer; vor allem für Kinder und die Betreuten der Einrichtung.

LiveMusik vom ABM-Orchester

„Der Attler Lauf ist in der bayerischen Laufszene etwas ganz Besonderes“, schwärmt Erwin Fladerer. Er ist Herausgeber der Bayerischen Laufzeitung. Erkennt den Attler Lauf seit der ersten Veranstaltung. „Hier spürt man die Herzlichkeit. Die Bewohner der Einrichtung sind wunderbar in diese Sportveranstaltung integriert. Das beflügelt einen als Läufer.“

Schon während des Laufs gab es Live-Musik vom ABM-Orchester, das später noch das gemeinsame Mittagessen begleitete. Die Siegerehrung im Attler Biergarten nahmen die Stiftungsvorstände Jonas Glonnegger und Franz Hartl vor.

Für das kommende Jahr kündigte Hartl schon den nächsten Lauf an. „Die Stiftung Attl feiert dann 150-jähriges Bestehen“, betonte der Vorstand. „Das soll dann ein ganz besonderer Lauf werden.“ Mehr verriet er jedoch nicht.

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