Entscheidung im Obinger Gemeinderat – Fanni Mayer vertritt Sepp Huber

Nach der Vereidigung: Zweite Bürgermeisterin Fanni Mayer und Rathauschef Sepp Huber.

Im Sitzungssaal des Obinger Rathauses konstituierte sich der neue Gemeinderat. Dabei wurde CSU-Gemeinderätin Fanni Mayer zur Zweiten Bürgermeisterin und Simon Voit von der Bürgerliste zum Dritten Bürgermeister gewählt.

Von Ingre Graichen

Obing – . Nach der Vereidigung der neuen Gemeinderäte Rupert Freiberger junior, Anton Hoiß (beide CSU), Andreas Voderhuber junior (OBL) und Ingrid Wimmer(PAO) durch Bürgermeister Sepp Huber (FW) wählte das Gremium CSU-Gemeinderätin Fanni Mayer mit der Mehrheit von 13 Stimmen zur Zweiten Bürgermeisterin gegenüber vier Stimmen für Ingrid Wimmer von der PAO. Ebenfalls mit 13 Stimmen wurde anschließend Simon Voit von der Bürgerliste zum Dritten Bürgermeister bestimmt, bei vier Stimmen wiederum für Ingrid Wimmer.

Zukunftsthemenin Sondersitzungen

In Obing wird es künftig nur noch den Rechnungsprüfungsausschuss geben. Bürgermeister Sepp Huber (FW) erklärte, es sei ihm ein großes Anliegen, dass bei den Gemeinderatssitzungen ausreichend Zeit für die Auseinandersetzung mit den für die Entwicklung des Ortes Obing wichtigen und zukunftsweisenden Themen zur Verfügung steht und die Möglichkeit dazu nicht durch die Behandlung vieler Bauanträge eingeschränkt wird. Eine Lösung wäre etwa die Installation eines beschließenden Bauausschusses.

Die Neuen im Obinger Gemeinderat: (von links) Anton Hoiß (CSU), Ingrid Wimmer (PAO), Rupert Freiberger junior (CSU), Bürgermeister Sepp Huber (FW) und Andreas Voderhuber junior (OBL).

Sondersitzungen statt Bauausschuss

Da in einer Besprechung mit den Fraktionssprechern jedoch deutlich geworden sei, dass die Mehrheit die grundsätzliche abschließende Behandlung der Bauangelegenheiten im Gesamtgemeinderat bevorzuge, schlug Sepp Huber vor, auf den – beratenden - Bauausschuss ganz zu verzichten und stattdessen vier Sondersitzungen des Gemeinderates im Jahr durchzuführen, die den Zukunftsthemen für Obing gewidmet sind. Dazu sollten externe Fachleute eingeladen werden, durch die die Diskussion auf eine gute Grundlage gestellt würde.

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Als Zukunftsthemen für diese Sondersitzungen nannte der Bürgermeister Ausbau und Organisation der Kinderbetreuung, die Entwicklung der regionalen Energieerzeugung durch das Regionalwerk Chiemgau – Rupertiwinkel und die Gestaltung des neuen Gewerbegebiets. Nach der Erläuterung, dass in diesen Sondersitzungen ebenfalls Beschlüsse gefasst werden können und das in der Einladung deutlich erkennbar sein wird, stimmten alle Obinger Gemeinderäte diesem Vorgehen zu.

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Als Jugendreferent stellte sich Gemeinderat Albert Löw (FW) zur Verfügung. Seniorenbeauftragte bleibt Gudrun Steinack, als Stellvertreterin wird ihr Zweite Bürgermeisterin Fanni Mayer (CSU) zur Seite stehen. Fanni Mayer nutzte die Gelegenheit, auf die wichtige Aufgabe hinzuweisen, ein Quartiersmanagement als Professionalisierung der Unterstützung insbesondere der älteren Gemeindebürger auf den Weg zu bringen, und die als Zuhörerin anwesende Gudrun Steinack begrüßte es, dass durch ihre Stellvertreterin nun politische Kraft hinter dem Anliegen stehe.

Albert Löw ist Jugendbeauftragter

Behindertenbeauftragte bleiben Thomas Breu, Marianne Plank, Anton Häusler und Gemeinderat Simon Voit (OBL). Familienbeauftragte werden Kerstin Plank und Gemeinderätin Ingrid Wimmer(PAO). Um Leader-Angelegenheiten kümmern sich künftig Simon Voit und Ludwig Mörner. Im Vereinsausschuss des Tourismusvereins werden neben dem Ersten Bürgermeister Sepp Huber (FW) die Gemeinde weiterhin die Gemeinderäte Hans Schloder (FW) und Hans Mayer (OBL) vertreten.

Sitzungsgeld erhöht

Nach dem Erlass der Geschäftsordnung für die kommende Amtsperiode mit nur geringfügigen Änderungen der bisher gültigen beschlossen die Obinger Gemeinderäte, das Sitzungsgeld für die Teilnahme an gemeindlichen Sitzungen von 25 Euro pro Sitzung auf 30 Euro zu erhöhen - gegen die Stimme von Albert Löw (FW), der für die Erhöhung keine Notwendigkeit sah. Unter Verschiedenes regte GemeinderatsmitgliedMartin Maier (CSU) an, die Gestaltungssatzung zum Thema für eine Sondersitzung zu machen, um neue Entwicklungen zu berücksichtigen.

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