65 Jahre Ehe

Eiserne Hochzeit: Wie man das schafft, verraten Maria und Sebastian Rappolder aus Maitenbeth

Das zufriedene Jubelpaar Maria und Sebastian Rappolder feierte im kleinen Familienkreis.
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Das zufriedene Jubelpaar Maria und Sebastian Rappolder feierte im kleinen Familienkreis.
  • vonLorenz Richterstetter
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„Wir haben keine besonderen Ansprüche, aber auch keinerlei größeren Beschwerden. Wir sind zufrieden und genießen unseren Lebensabend im Kreise der Familie“, berichten Maria und Sebastian Rapolder anlässlich ihres 65-jährigen Ehejubiläums, der „Eisernen Hochzeit“.

Maitenbeth – Maria Rapolder, geborene Zacherl, ist 88 Jahre alt. Sie wurde auf dem Urgiebl-Hof in Pyramoos geboren und wuchs dort auf. Beruflich absolvierte sie eine Schneiderlehre. „Ich habe in meinem arbeitsamen Leben kaum Zeit für Hobbys gehabt und war mit der Erziehung unserer Kinder, dem Haushalt und Garten völlig ausgelastet“, erzählt sie.

Sebastian Rapolder ist 93 Jahre alt, in Au am Inn geboren und auf dem Fleik-Anwesen in Niesberg groß geworden. Er arbeitete 41 Jahre beim Straßendienst und ist mittlerweile in Maitenbeth der älteste, männliche Gemeindebürger und der einzige noch verbliebene Kriegsteilnehmer.

Er ist Fußballfan

Früher war er auf dem Fußballplatz zu Hause und hat kaum ein Spiel des FC Maitenbeth versäumt. Er ist leidenschaftlicher Bayern-Fan und spielte ab und zu eine Runde Schafkopf. Auch heute trinkt er gern mal ein Bierchen, aber natürlich nur in Maßen, wie er sagt. „Das ist aber auch das Einzige, was er ohne Murren trinkt“, ergänzt Tochter Gertraud schmunzelnd.

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Kennengelernt haben sich die Eheleute 1952 beim Wirt in Stauden, wo Maria als Gehilfin bei einer Näherin arbeitete. 1955 heirateten sie in Birkenstein. „Meinen Brautstrauß aus weißen Nelken habe ich dann Luise und Johann Brader vermacht, die einige Tage später auch in Birkenstein geheiratet haben“, erinnert sich Maria Rapolder.

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1957 bauten sie sich in Niesberg ein Eigenheim, in dem sie heute noch leben.

Die Berge mochten sie immer sehr

Gemeinsam waren sie in jungen Jahren gerne in den Bergen unterwegs. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor, von denen sie ihren ältesten Sohn schon in jungen Jahren an eine heimtückische Krankheit verloren.

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„Auf unsere Kinder sind wir besonders stolz, alle sind rechtschaffene Menschen geworden, haben es in ihrem Leben zu etwas gebracht und sind immer für uns da, wenn wir sie brauchen.“ Mittlerweile sind sie fünffache Großeltern und dreifache Urgroßeltern.

Gefeiert wurde coronabedingt nur im engsten Familienkreis. „Aber alle sind nach und nach gekommen, um zu gratulieren“, berichtet das Jubelpaar stolz.

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