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Zukunft weiter unklar

Eiselfinger Gemeinderat nach Entscheidung über Mittelschule sauer: „Amerang hält uns hin“

Die Zukunft der Grund- und Mittelschule Eiselfing ist in der Schwebe, das ärgert auch die Gemeinderäte.
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Die Zukunft der Grund- und Mittelschule Eiselfing ist in der Schwebe, das ärgert auch die Gemeinderäte.

Der Eiselfinger Gemeinderat setzte sich in der jüngsten Sitzung wieder einmal mit dem Thema Mittelschule auseinander. die Frage, wie es weiter gehen wird, ist dabei immer noch offen.

Von Andreas Burlefinger

Eiselfing – Nachdem sich der Ameranger Gemeinderat gemeinsam mit seinem Ersten Bürgermeister in der öffentlichen April-Sitzung gegen die Beteiligung an der Teilsanierung sowie auch an einem eventuellen Neubau des Mittelschulgebäudes in Eiselfing entschied, informierte Bürgermeister Georg Reinthaler (Grüne) seinen Gemeinderat und die anwesende Öffentlichkeit über den momentanen Sachstand.

Termin mit Statiker geplant

Mit der Entscheidung im Zuge der Investitionsablehnung wurde ein Antrag auf Änderung des Mittelschulsprengels auf den Weg gebracht. Kurzfristig werde der Antrag aber nicht gestellt, das sei ihm am Tag nach der Ameranger Sitzung mitgeteilt worden, so Bürgermeister Reinthaler, der auch Vorsitzender des Mittelschulverbands ist. „Solange der jetzige Sachverhalt im Zusammenhang mit der Dachstuhlstatik des aktuellen Schulgebäudes erhalten bleiben könne, solle der gemeinsame Mittelschulbetrieb dort in den nächsten Jahren fortgeführt werden“ teilten die Ameranger mit.

Außerdem werde man sich bei den Reparaturmaßnahmen am Dachstuhl auch im Falle einer „mittleren bis hohen fünfstelligen Gesamtsumme“ finanziell anteilig mitgetragen.

„Schon in dieser Woche wird ein durch den Mittelschulverband beauftragter Statiker nach einem Ortstermin eine entsprechende Verlängerung der ursprünglich in diesem Jahr auslaufenden Statikbescheinigung und eine Auflistung der Reparaturmaßnahmen vornehmen“ informierte Reinthaler im Weiteren mit dem Hinweis auf die zeitnah erfolgende Mittelschulverbandsversammlung, Bei der werde das weitere Vorgehen hinsichtlich Dachstuhls beraten und abgestimmt. Sebastian Pauker (CSU) schlug dazu noch vor, den örtlichen Bauausschuss von den Ergebnissen zu informieren.

Eigentumsverhältnisse werden bereinigt

Von den Verbandsmitgliedsgemeinden Amerang, Eiselfing und Schonstett wurde zudem zwischenzeitlich ein Anwaltsbüro aus Wasserburg mit der fachjuristischen Begleitung bei der Bereinigung der bisherigen Eigentumsverhältnisse an den beiden Schulgrundstücken sowie am Gebäude beauftragt. Ziel dabei ist, das Verfahren zu einer Vereinbarung über die notwendige Vermögensauseinandersetzung einzuleiten. Danach soll die Gemeinde Eiselfing alleinige Grund- und Gebäudeeigentümerin sein.

Mit der Frage „Was müssen wir machen, damit wir wenigstens die Grundschule sanieren und damit erhalten können“ eröffnete Gemeinderat Josef Wagner (UWE) die Aussprache. „Damit wir das tun können, brauchen wir das Verfahren zum Eigentum“ erklärte der Bürgermeister.

Positiver Antrag zum Sprengelerhalt?

Irmgard Inninger und Manfred Bierwirth (beide UWE) hatten eine Idee zum bestehenden Sprengelerhalt. „Sollte die Gemeinde Eiselfing nicht einen positiven Antrag bei der Regierung stellen, der für den jetzigen Mittelschulsprengel plädiert?“, war ihr Vorschlag an den Bürgermeister und die Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat. Das kann jedoch nach der Meinung von Bürgermeister Reinthaler erst dann geschehen, wenn die Regierung dazu eine Entscheidung getroffen hat. Was momentan aber nicht sein werde, weil Amerang ja den Antrag auf Sprengeländerung derzeit noch nicht stellen wird.

Gemeinderat Manuel Latein (UWE) kommentierte dieses Verhalten mit der Aussage „Amerang hält uns hin und wartet, was dann kommt“. Michael Maier (CSU) wollte deshalb vom Bürgermeister wissen, wie er die Sprengelüberprüfung bei der Regierung von Oberbayern einschätze. „Es gibt dort keine Tendenz, was bei solchen Vorgängen heraus kommt“ sagte Reinthaler.

Garantie zum Erhalt nur für fünf Jahre

„Eine Garantie für einen Mittelschulabschluss in Eiselfing kann es derzeit nur für die nächsten fünf Jahre geben. Also für die Kinder, die heuer die Mittelschule beginnen. Was weiter ist, wissen wir Stand heute nicht“ ergänzte er seine Einschätzung der schon recht kompliziert gewordenen Situation.

Bauamtsleiter Laurentius Fischer hatte ebenfalls eine Meinung zu dem nicht ganz einfachen Sachverhalten: „Irgendwann wird der Schulverband dann trotzdem die Entscheidung für ein zukünftiges Sprengelverfahren treffen müssen“, sagte er zum Abschluss der vielen verschieden Gedanken und Fragen, auf die es zum jetzigen Zeitpunkt keine klärenden Antworten zu geben scheint.

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