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Interview mit Elternbeiratsvorsitzender in Wasserburg

Eiselfing droht Schulschließung: Eltern wollen keine Debatte auf Kosten der Mittelschule Wasserburg

Elternbeiratsvorsitzende Karin Fritsch.
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Elternbeiratsvorsitzende Karin Fritsch.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Die Eltern der Wasserburger Mittelschule leiden mit den Familien, die um den Erhalt der Bildungseinrichtung in Eiselfing kämpfen. Nur ein Argument können und wollen sie nicht akzeptieren.

Wasserburg/Eiselfing – Der Kampf um den Erhalt der Mittelschule Eiselfing betrifft auch die Nachbareinrichtung in Wasserburg. Denn sie müsste die Kinder aus Eiselfing, Amerang und Schonstett aufnehmen, wenn die Eiselfinger Mittelschule keine Zukunft mehr hätte, weil ihre Sanierung oder ein Neubau nicht zu stemmen sind. Die Elternbeiratsvorsitzende der Mittelschule Wasserburg, Karin Fritsch, erläutert im Interview, warum die Eltern aus Wasserburg mit den Familien aus Eiselfing mitleiden, aber ein Argument nicht akzeptieren wollen.

Können Sie die Proteste der Eiselfinger, Ameranger und Schonsteter Eltern gegen die drohende Schließung ihrer Mittelschule nachvollziehen?

Karin Fritsch: Ja, als Eltern von Kindern, die die Mittelschule Wasserburg besuchen, verstehen wir sehr gut, dass die Eltern der Mittelschule Eiselfing sich für die Interessen ihrer Kinder einsetzen. Was wir nicht akzeptieren können, ist, dass dies auf Kosten des Rufs der Mittelschule Wasserburg passiert. Diese wurde zum Teil öffentlich so dargestellt, als sei sie eine Großstadtschule mit großen Klassen, ohne individuelle Förderung. Es wurde in Leserbriefen sogar der Eindruck erweckt, optisch sei unsere Mittelschule weniger ansprechend gestaltet.

Auch Kunst am Bau prägt die Mittelschule Wasserburg - auf unserem Foto sind es die „Traumtänzer“.

Wie beurteilen Sie die Situation in der Mittelschule Wasserburg?

Fritsch: Wir sind eine „Kleinstadtschule“ und selbstverständlich darf bei einer Beurteilung nicht außer Acht gelassen werden, dass wir als städtische Schule eine andere Zusammensetzung der Schüler ausweisen, als dies bei kleineren Schulen der Fall sein dürfte. Die Schülerschaft kommt zum größten Anteil aus den umliegenden Gemeinden und aus angrenzenden Nachbarlandkreisen. Ein offenes und demokratisches Miteinander ohne Ab- und Ausgrenzungen, ohne Vorurteile ist der Schulfamilie sehr wichtig und wird tagtäglich praktiziert.

Schulamtsdirektor Edgar Müller hat im Interview mit der Wasserburger Zeitung darauf hingewiesen, dass auch an einer größeren Mittelschule wie Wasserburg die individuelle Förderung der Kinder nicht zu kurz komme. Könnten sich vielleicht sogar besondere Chancen durch die Größe ergeben?

Fritsch: In der Tat. Als Profilschule „Inklusion“ stehen der Schule besondere Möglichkeiten zur Förderung von Schülern zur Verfügung. Aufgrund der Schülerzahl ist es möglich, alle profilbildenden Zweige anzubieten. Besonders vorteilhaft ist, dass ein unkomplizierter Wechsel zwischen M- und Regelbereich möglich ist. Für jeden Schüler die richtige „Nische“, den richtigen Platz zu finden, ist ein großes Anliegen. Wir möchten darauf verweisen, dass sowohl Schulleitung, Verwaltung, Lehrer, Schüler und Elternbeirat der Mittelschule Wasserburg alles dafür tun, dass der Lehrbetrieb auf einem hohen Niveau stattfindet und das soziale Miteinander funktioniert. Natürlich gibt es an jeder Schule immer wieder mal Probleme unterschiedlichster Art. Jeder, der Kinder hat, weiß, dass Erziehen kein Selbstläufer ist. Unserer Erfahrung nach werden diese Probleme aber nicht ignoriert, sondern es wird versucht, diese unter Mitwirkung aller Beteiligten zu lösen.

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Hinzu kommt, dass die Mittelschule Wasserburg neben den Regelklassen auch besondere praxisorientierte Klassen (etwa die Praxisklasse oder die Ganztagsorientierungsklasse) sowie Mittlere-Reife-Klassen und die Vorbereitungsklassen anbietet. Für die Betreuung am Nachmittag wird außerdem die offene Ganztagsschule angeboten. Dies macht die Mittelschule Wasserburg zu einer Schule mit Alleinstellungsmerkmal und schwer vergleichbar mit anderen Schulen. Jede Schülerin, jeder Schüler, egal woher sie oder er kommen, sind an unserer Mittelschule Wasserburg willkommen.

Und die Kritik an der Gestaltung? Ist sie berechtigt?

Fritsch: Nein, denn, an der Mittelschule Wasserburg gibt es mehrere sehr schöne Pausenhöfe, die teilweise nur aus Grünfläche bestehen, Und: Die „Schulbienen“ fühlen sich auch sehr wohl. Also: Auch bei uns summt und blüht es. Die jüngeren Schüler genießen ihre Pausen auf dem extra für sie mit Spielgeräten (Trampolin, Kletter- und Balanciermöglichkeiten, Tischtennisplatten) ausgestatteten Pausenhof.

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