Eintritt ins Wasserburger Jugendzentrum nur mit Wäscheklammer

Alles mit mehr Abstand: Jana Steffinger (links) und Lena Lerpscher.Günster

Drei Monate war der Wasserburger Jugendtreff „Innsekt“ mit dem Jugendbüro in der Burgau Corona-bedingt geschlossen, jetzt öffnen beide unter Auflagen wieder. Die jungen Leute sollen sich vorher anmelden, denn die Plätze sind begrenzt. Die Abstandsregeln müssen nämlich auch hier eingehalten werden.

Von Karlheinz Günster

Wasserburg – Mit was haben sich dieMitarbeiter Lena Lerpscher, Tanja Ganser und Jana Steffinger in der letzten Zeit beschäftigt? Es gab genug zu tun: Das Büro wurde renoviert, das Lager aufgeräumt, eine neue Sitzgarnitur angeschafft, überhaupt alles auf Vordermann gebracht – und nun vieles für die Abstandsregeln umgeräumt.

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+++ In der vergangenen Zeit habe man versucht, mit den Jugendlichen in Kontakt zu bleiben, was bei offener und freiwilliger Jugendarbeit nicht leicht ist, erklären die beiden. Dafür stehen ihnen jedoch mehrere Kommunikationsplattformen zur Wahl: Facebook, Instagram, E-Mail und Telefon. Es habe schon Reaktionen gegeben, erklärte Lena Lerpscher, die gingen eher in die Richtung „mir ist langweilig“. Zu negativen Auswirkungen der Ausgangsbeschränkung und der damit fehlenden Ausweichmöglichkeit in den Familien drang zu den Pädagogen bisher nichts durch.

Wechselnde Öffnungszeiten – am besten anmelden

Trotzdem sei man „sehr froh“, so Jana Steffinger, wieder aufschließen zu dürfen. Das „Innsekt“ am Kaspar-Aiblinger-Platz 6 öffnet am heutigen Mittwoch von 14 bis 18 Uhr und morgen, Donnerstag, das Jugendbüro in der Burgau, Willi-Ernst-Ring 27, von 15 bis 19 Uhr. Nächste Woche ist dann Dienstag und Mittwoch geöffnet. Aktuelles dazu ist auch in den Sozialen Medien bei Facebook und Instagram zu finden.

Spontan vorbei schauen - solange Plätze nicht belegt sind

Ein Besuch funktioniert nun so: „Am besten anmelden“, erklärt Jana Steffinger, und zwar unter Telefon 0151/67 33 53 47. Spontan kommen ist auch möglich, aber dann ist es Glückssache, ob Platz ist. Denn die erste Hürde beim Eingang sind 15 Wäscheklammern, von denen sich jeder eine nimmt. In der Burgau sind es sieben. Sind die aufgebraucht, ist es im Treff so voll, dass der erforderliche Abstand zueinander nicht mehr gewahrt werden kann. Dann hilft nur später wiederkommen oder das nächste Mal doch besser vorher anrufen. Keinesfalls sollte man sich davor treffen, das wäre dann eine verbotene Gruppenbildung.

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Drinnen ist Mundschutz natürlich Pflicht – und Abstand zueinander. Die Hygiene mit Händewaschen und in die Armbeuge niesen, ist auch wichtig. Weil Abstand am Kicker nicht einzuhalten ist, ruht der leider, ebenso die Theke. Aber das Billard ist benutzbar, die neuen Sitzmöbel bieten ausreichend Platz, und das Personal ist auch zum Ratschen da, wenn auch mit Markierungslinien etwa im Büro. Von den Computern ist mit vier nur die Hälfte benutzbar. Trotz aller Einschränkungen: „Das ist ein Anfang, wir schauen, wie sich das entwickelt“, fasst Lena Lerpscher zusammen.

Jana informiert über Abstand, Händewaschen, Mundschutz, richtiges Niesen – solche Sachen.

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