Einsamer Festmarsch

Mit der Fahnenabordnung an der Spitze und mit dem Taferlbuben zogen die Surer Feuerwehrler ins verwaiste Festgelände am Fernsehturm ein.
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Mit der Fahnenabordnung an der Spitze und mit dem Taferlbuben zogen die Surer Feuerwehrler ins verwaiste Festgelände am Fernsehturm ein.

Schnaitsee – Corona macht so manchem Vereinsjubiläum heuer einen Strich durch die Rechnung.

Doch es gibt auch Festgäste, die lassen sich nicht entmutigen. Und nehmen die Zwangsausfälle mit Humor – so wie die Feuerwehr Kirchensur.

Die Kollegen aus Schnaitsee feiern heuer ihr 150-jähriges Bestehen. Wegen der Corona-Krise mussten die Feierlichkeiten abgesagt werden. Und so wird im nächsten Jahr nach 151 Jahren das Jubiläumsfest nachgeholt. Aber so ganz leise wollen die Schnaitseer Floriansjünger den großen Tag nicht verstreichen lassen. Sie luden ein zu einem Malwettbewerb für Kinder und forderten die umliegenden Vereine auf, ein Video für die Jubiläumswehr zu drehen.

Da ließen sich die Mitglieder der Kirchensurer Feuerwehr, ihres Zeichens Patenverein der Schnaitseer, nicht lange bitten und zogen am „Festtag“ in das Festgelände am Fernsehturm ein. Mit der Fahnenabordnung an der Spitze und einem Taferlbuben marschierten die „Surer“ von Schnaitsee in Richtung Turm. Wie groß war da das „Erschrecken“, als beim Linksblick kein Bierzelt und damit auch keine gefüllten Masskrüge zu erblicken waren. Die Kirchensurer ließen sich aber nicht entmutigen und hatten selber das ein oder andere Bier dabei. Sie stellten sich dann auch an der Aussichtsplattform zum Gruppenfoto auf. Und der gedrehte Film geht jetzt der Schnaitseer Jubiläumswehr als Geschenk zu.

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