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Bau startet im Januar

Eine Schule mit bewegter Geschichte: Maitenbeth saniert nach 58 Jahren

Die Gasheizung der Schule sollte eigentlich erhalten werden, aufgrund der poltischen Lagen haben sich Bürgermeister Thomas Stark und der Gemeinderat aber nun für eine Pelletheizung entschieden.
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Die Gasheizung der Schule sollte eigentlich erhalten werden, aufgrund der poltischen Lagen haben sich Bürgermeister Thomas Stark und der Gemeinderat aber nun für eine Pelletheizung entschieden.
  • VonKarlheinz Günster
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Das Maitenbether Schulhaus wird saniert, darüber sprach mehrmals der Gemeinderat und fasste entsprechende Beschlüsse. Wir haben uns das Gebäude mit Bürgermeister Thomas Stark angeschaut.

Maitenbeth – Los gehen soll die Maßnahme im Januar des kommenden Jahres. Dann, erklärt Bürgermeister Stark vor Ort, fahren die Maitenbether Kinder etwa für ein Jahr ins Rechtmehringer Schulhaus. Die vier Klassen aus Maitenbeth finden dort noch Platz, denn dieses Rechtmehringer Schulgebäude ist noch als Teilhauptschule errichtet worden, genutzt wird es aber, wie das Maitenbether auch, als Grundschule. Das Fahren der Kinder, so der Bürgermeister, sei besser, schneller und erheblich billiger, als den Bau abschnittsweise während des Unterrichts zu sanieren.

Gebäude bereits 58 Jahre alt

Sowohl die Schulräume...

Das 58 Jahre alte Schulhaus in Maitenbeth hat seinen eigenen Charme, sei es das geräumige Treppenhaus, dessen Fenster die Höhe noch betonen, oder die damals üblichen schräg nach unten verlaufenden Türgriffe, die auch kleinere Kinder noch bedienen können. Dass das Gebäude in die Jahre gekommen ist, zeigen allerdings Risse nicht nur von außen. Auch der Boden etwa in den Sanitärräumen bei den Duschen hat sich leicht bewegt, Pfützen bilden sich. Im Flur befinden sich in Bodenplatten Risse, daher sind Fliesen und Sanitäreinrichtungen zu ersetzen.

... als auch die Sanitäranlagen sind sanierungsbedürftig.

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Zu aktualisieren ist vor allem die Technik. Künftig verläuft ein senkrechter Schacht vom Keller aus nach oben. Das hat den Vorteil, dass Leitungen problemlos auszutauschen und zu erweitern sind. Die Klassenzimmer erhalten moderne Tafeln mit Beamern, auch die Schulmöbel sind teilweise zu ersetzen.

Etwas weiter zur Straße heraus befindet sich künftig der Haupteingang. Auf dessen rechter Seite ermöglicht ein Aufzug einen barrierefreien Zugang ins Gebäude und in die angebaute Mehrzweckhalle.

Platz für Ganztagsbetreuung

In der ursprünglichen Sanierungsplanung war noch der Erhalt der Gasheizung vorgesehen, das hat sich durch die weltpolitische Entwicklung verändert. Diese beiden Brenner weichen daher einer Pelletsheizung. Weil diese erheblichen Platzbedarf hat, kommt dafür nur die alte Turnhalle in Frage. Derzeit ist das ein Abstellraum. Abgebaut und neu wieder aufgebaut wird der Mehrzweckraum im Norden, hier findet die Küche ihren Platz und die Kinder nehmen ihr Essen ein. Später einmal ist dieser Anbau leicht nach oben zu erweitern.

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Im Obergeschoss derm Schule befinden sich nach der Sanierung drei Klassenzimmer; im Erdgeschoss ist eines. Hinzu kommen Computer-, Lehrer- und Werkräume sowie Platz für die Mittagsbetreuung und ab dem Jahr 2026 für die Ganztagsbetreuung.

Die bewegte Geschichte der Maitenbehter Schule

Im Jahr 1715 ist erstmals in Maitenbeth eine Schule im Ortsteil Lacken erwähnt. Der erste Lehrer war Kaspar Schwaiger, der den Kindern außer Lesen und Schreiben auch Zauberkunststücke beibrachte. Leider sind ihm seine Unterrichtsmethoden zum Verhängnis geworden, er fand den Tod durch das Schwert in Haag.

Später, in der Mitte des 18. Jahrhunderts, besuchten die Kinder winters – im Sommer war die Feldarbeit wichtiger – eine sogenannte Klausner-Schule; Eremiten brachten in dieser Art Schule den Kindern Grundkenntnisse bei. 1802 ist in Bayern die Schulpflicht eingeführt worden, 1884 gab es in Maitenbeth bereits mehr als 100 Schulkinder. Unterschieden wurde in Wintersemester, Sommer- und Sonntagsschule.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Schülerzahl durch die Vertriebenen weiter, 50 Kinder in einer Klasse waren durchaus üblich. 1964 ist das neue Schulgebäude, das nun saniert wird, bezogen worden. Durch ausreichend viele Klassenzimmer brauchte es ab da keinen Nachmittagsunterricht mehr. Trotzdem waren zwei Jahrgänge in einer Klasse untergebracht.

1969 sind die Schulen Maitenbeth und Oberndorf als Grund- und Teilhauptschule zusammengelegt worden, 1980 entstand die Grund- und Teilhauptschule Rechtmehring-Maitenbeth.

1992 ist der Anbau in Maitenbeth fertiggestellt worden. Das Gebäude wurde dabei mit einem Knick im Verlauf verlängert, und die Mehrzweckhalle kam hinzu.

2009 fiel, wie in anderen Orten auch, die Teilhauptschule weg.

Mit Rechtmehring wird ein Schulverband unterhalten, dort ist auch der Sitz. In beiden Schulhäusern sind jeweils Klassen von eins bis vier

untergebracht.

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