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Zehentstadel in Haag

Eine neue Experimentierbühne für die Künstler in Haag

Der Zehentstadel soll künftig Künstlern als Experimentierbühne dienen.
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Der Zehentstadel soll künftig Künstlern als Experimentierbühne dienen.
  • vonLudwig Meindl
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Vor 35 Jahren eröffneten die Haager ihren Bürgersaal. Nach wie vor ist die Baulichkeit an der Münchener Straße für öffentliche Veranstaltungen sehr gefragt. Jetzt jedoch bekommt der bei den Haagern beliebte Saal mit dem Zehentstadel Konkurrenz – eine Experimentierbühne soll entstehen.

Haag – In den 80er Jahren spielte sich der Fasching großteils im Altdorfer Konstantinssaal ab, die Turnhalle am Marktplatz war von der Brauerei belegt. Früher pulsierte das gesellschaftliche Leben im Kefer-Saal, im Schex- und Hofgartensaal. So entschloss sich der Gemeinderat unter Bürgermeister Franz Stein damals zu einem neuen Projekt. Geeignete Flächen dafür sah man im Westen am einstigen Bahnhofsgelände.

Erste Schritte

Seit 26 Jahren ist Thomas Göschl Hausmeister im Bürgersaal. Er freut sich über die Beliebtheit der Einrichtung.

Die ersten Schritte gestalteten sich schwierig: Zunächst musste Bürgermeister Stein Grundstücksverhandlungen führen. Das Terrain, auf dem sich der Haager Bahnhof befand, hatte zur Gemarkung der Gemeinde Berg gehört. Gebietsreform und das Entgegenkommen der Bundesbahn trugen dazu bei, dass das Großprojekt in Planung genommen werden konnte.

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Es umfasste nicht nur den Bürgersaal für größere Veranstaltungen, sondern auch einen neuen Bauhof und ein Feuerwehrgerätehaus.

Die Umsetzung des gesamten Komplexes kostete 2,9 Millionen Mark. 670 000 schoss die Regierung bei, 220 000 der Landkreis.

Platz für 600 Personen

Allein der Saal bot auf seinen 400 Quadratmetern 600 Personen Platz. Der Bauhof der Gemeinde darunter beinhaltete Werkstätten, Garagen, Sozial- und Büroräume und 500 Quadratmeter Stellfläche. Das Gerätehaus der Feuerwehr war schon drei Jahre zuvor fertiggestellt worden. Bauhof, Bürgersaal und Feuerwehr bildeten nun eine Einheit.

Lokale Notwendigkeit

Damals sprach man von der Verwirklichung eines lang gehegten Wunsches und einer „lokalen Notwendigkeit“. Zur Eröffnung hielt Franz Stein die Festansprache vor dem Galaball mit Showband „Ric Gertys“ und großem Büfett. „Vor Corona war die Auslastung besonders im Winter sehr gut“, so Andreas Grundner, Chef der Bauverwaltung. Er fügt an, dass demnächst die Heizung erneuert werden müsse.

Vor allem von September bis Mai waren Kabarett und Musikdarbietungen externer Veranstalter geboten, Theater, Gardefestival, Aktionen von Vereinen füllten den Terminkalender. Nicht zu vergessen der Neujahrsempfang, Schulabschlussfeiern und der Gauschützenball. Dazu kommen Proben der Garden, Turnergruppen und des Theaters.

„Weiterhin ideal“

Bürgermeisterin Sissi Schätz betont, dass der Bürgersaal für große Veranstaltungen weiterhin notwendig und ideal sei. Daneben werde der Zehentstadel eine Plattform für kleinere Kulturveranstaltungen, Vorträge, Lesungen – und hoffentlich auch Kino – bieten: „Dazu ist der Bürgersaal ungeeignet, weil man sich dort mit weniger Publikum gleich verloren vorkommt.“

Millionenprojekt wird gefördert

Insgesamt rechnet die Gemeinde Haag mit über zwei Millionen Euro für den Ausbau des Dachgeschosses im Westteil des Zehentstadels. Hier soll die Bibliothek einziehen. Für das Jahr 2021 werden 700 000 Euro angesetzt. Der Umbau des Ostteils des Zehentstadels, der nach der aktuellen Debatte ein Kino mit Café oder einen Kompromiss mit Mehrzweckhalte beinhalten wird, ist mit 2 860 000 Euro veranschlagt. Davon will die Kommune heuer 150 000 Euro einsetzen. Für den Mittelteil werden etwa 1 420 000 Euro benötigt, davon kommen in diesem Jahr nur 30 000 Euro zum Einsatz. Die Gemeinde hat im Rahmen der Städtebauförderung für diese Projekte Bedarf angemeldet, das Programm trägt den Titel „Innen statt außen“.

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