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Aus dem Gemeinderat

Eine Abendfahrt mehr für die Buslinie 567?

Der Busline 567 soll nach der Erweiterung 2020 eine weitere Abendfahrt hinzugefügt werden.
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Der Busline 567 soll nach der Erweiterung 2020 eine weitere Abendfahrt hinzugefügt werden.
  • VonJohanna Furch
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Eine Fahrgastzählung des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds hat eine hohe Auslastung ergeben. Darauf reagiert die Gemeinde St. Wolfgang.

Sankt Wolfgang – Um die Fahrt mit dem Bus attraktiver zu gestalten, beschlossen die Kommunen Dorfen, Sankt Wolfgang, Isen, Lengdorf und Walpertskirchen, im Jahr 2020, die Buslinie 567 (Erding-Isen-Sankt Wolfgang-Dorfen) um einige Fahrten zu erweitern. Nun hat der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) eine Fahrgastzählung durchgeführt und eine erneute Erweiterung angeregt. Der Gemeinderat Sankt Wolfgang zeigt sich grundsätzlich offen für den Vorschlag.

Bus ist zu keiner Fahrt leer

„Wir sind positiv überrascht“, erklärte Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW Einigkeit) gegenüber dem Gemeinderat. Zu keiner Fahrzeit ist der Bus leer. Besonders beliebt seien die Abendfahrten, weshalb der MVV eine Erweiterung um eine Abendfahrt vorschlug. Da erreichen die Einsteiger einen Mittelwert von 35 Personen. Durch diese Auslastung reduzieren sich die Kosten für die beteiligten Kommunen. Statt wie angedacht etwa 9200 Euro fallen für Sankt Wolfgang jetzt nur circa 8500 Euro an. Die Ersparnis aller Kommunen liege insgesamt bei rund 3500 Euro. Durch eine Erweiterung kommen auf die beteiligten Kommunen circa 60 000 Euro im Jahr zu. „Dorfen und Lengdorf haben die zusätzliche Fahrt bereits abgelehnt, Isen wäre dabei“, erklärte Bürgermeister Gaigl.

Wird am benötigten ÖPNV gespart?

In diesem Thema sei immer eine Vorleistung nötig, betonte Markus Eberl (WG „Entwicklung gemeinsam“). Er kritisierte: „Es werde immer vom Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) geredet und dann doch wieder gespart“. Dabei dachte er auch an beispielsweise ältere Mitbürger oder Geflüchtete, die auf einen Bus angewiesen sind. „Wir müssen bis nach Dorfen zum Zug kommen“, führt er aus. Mit den gestiegenen Benzinpreisen erwarte Florian Axenböck (FW Einigkeit), dass auch die Nachfrage nach öffentlichem Nahverkehr weiter steige und der Rathaus-Chef war der Meinung, dass das Angebot die Nachfrage schaffe.

Alle Kommunen müssen sich finanziell beteiligen

Allerdings wolle Sankt Wolfgang nicht den Großteil der Kosten alleine tragen. „Wir sind eine Solidargemeinschaft. Die Erweiterung funktioniert nur, wenn alle dabei sind“, stellte Konrad Bernhard (WG Gatterberg-Schönbrunn) klar. Deshalb schlug Beatrix Contardo (WGA) vor, im Beschluss zu verdeutlichen, dass der zusätzlichen Fahrt nur zugestimmt wird, wenn alle Kommunen sich finanziell beteiligen. Das Gremium war sich einstimmig einig, dass an der Fahrplanerweiterung aus 2020 im bisherigen Umfang festgehalten werden soll und sich Sankt Wolfgang an den anfallenden Kosten beteiligt. Die zusätzliche Fahrt unter der Voraussetzung, dass sich alle Kommunen finanziell beteiligen, fand ebenfalls mehrheitliche Zustimmung mit nur einer Gegenstimme des Bürgermeisters.

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Zusätzlich zum ÖPNV regte Franz Finger (CSU) an, eine Mitfahr-Gelegenheit aufzubauen. Mit beispielsweise einer App könnten damit die Zwischenzeiten, in denen kein Bus fährt, gefüllt werden. Durch ein Bewertungssystem sei es unbedenklich, jemanden mitzunehmen oder bei jemandem einzusteigen. „In den Autos hockt meist nur einer drin“, kritisierte er und schlug deshalb vor, diese Anregung an das Landratsamt weiterzugeben. BS

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