Ein Zeichen der Dankbarkeit: Maria und Georg Feckl bauen bei Pfaffing eine Kapelle

Maria und Georg Feckl zusammen mit Pfarrer Josef Mayer vor ihrer Kapelle.
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Maria und Georg Feckl zusammen mit Pfarrer Josef Mayer vor ihrer Kapelle.

Aus Dankbarkeit haben Maria und Georg Feckl aus Pfaffing eine Kapelle errichtet. Sie erinnern damit an eine schwere Zeit vor fast zwei Jahrzehnten, die ein gutes Ende genommen hat. Nun weihte Pfarrer Josef Mayer das kleine Kirchlein ein.

Von Karlheinz Günster

Pfaffing – Zu finden ist die weiße Kapelle mit dem noch strahlenden Kupferdach bei Pfaffing westlich von Oed am Waldrand. „Sie ist für jeden zugänglich“, versichert Georg Feckl. Zwei Bänke laden zur stillen Andacht ein. Den Standort haben die Feckls auch deshalb gewählt, weil der Platz zwischen Waldrand und Toteiskessel ein besonderer Ort sei. „Das spürt man“, findet er.

SchlimmePrognose der Ärzte

Der Grund für den Bau, an dem auch viele Freunde und Bekannte über die vergangenen Monate mitgeholfen haben, geht auf ein großes Glück zurück, das auch nach fast zwei Jahrzehnten nicht vergessen ist. Vor 19 Jahren teilten die Ärzte der Schwangeren Maria Feckl, dass sie kein gesundes Kind zur Welt bringen werde. Das Ehepaar machte daraufhin eine schwere Zeit durch. Medikamente sollten helfen, einem möglichen Herzfehler des Kindes vorzubeugen. Die hohe Dosis habe der werdenden Mutter damals schwer zugesetzt, erinnert sich Georg Feckl. Entgegen aller Prognosen kam ein völlig gesundes Kind zur Welt.

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Für die Eltern von vier Kindern ist das auch nach so langer Zeit noch Grund genug, ein Zeichen der Dankbarkeit zu setzen. Die Silberhochzeit und der 50. Geburtstag von Georg Feckl boten außerdem einen geeigneten Anlass für das Vorhaben. Etwas holprig erwies sich das Genehmigungsverfahren durch das Landratsamt, das dieses Bauwerk im Toteiskessel verortete. Darüber hinaus unterbrach die Corona-Pandemie die Arbeiten, später nahm die Umsetzung mit großem Engagement der beteiligten Firmen an Fahrt auf. Am Ende hat sich aber alle Mühe für Maria und Georg Feckl gelohnt: Entstanden ist ein toller, achteckiges Gebäude mit Vorbau und Glocke im Turm.

Ein Kreuzwegsoll noch folgen

Im Inneren befinden sich eine Statue der Mutter Gottes sowie weitere Heiligenfiguren – unter anderem die des seliggesprochenen Franz Jägerstätter, der für seine Überzeugung von den Nationalsozialisten ermordet wurde, und des Schutzpatrons Niklaus von Flüe mit dessen Ehefrau Dorothea.

Landvolkpfarrer Josef Mayer vom Petersberg segnete das Gebäude – zu den Klängen der Pfaffinger Blasmusik. Auch die Böllerschützen sowie viele Besucher kamen zur Einweihung. Für Georg Feckl ist die Einweihung nur ein Zwischenschritt, er plant noch einen Kreuzweg.

Ein Blick in den Innenraum: Die Statue der Heiligen Maria begrüßt die Besucher.

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