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Ein Stück lebendige Kultur

Ein neues Kapitel: Bücherei in Rott lebt wieder auf

Die ehrenamtlichen Betreuer der Bücherei in Rott beim Sichten der Bücherbestände.
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Die ehrenamtlichen Betreuer der Bücherei in Rott beim Sichten der Bücherbestände.
  • VonRichard Helm
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Kräftig entstaubt wird die alte Bücherei in Rott. Kirche und Gemeinde setzen bei ihrem gemeinsamen Projekt auf tatkräftige Unterstützung – sonst wäre die Finanzierung gescheitert.

Rott am Inn – Die ehemalige Rektorin Agnes Ständer hat nach 50 Jahren ehrenamtlichen Engagements die Leitung der Bücherei in Rott beendet. Die Frage stellte sich, wie soll es weitergehen?

In der Gemeinderatssitzung im Februar wurde beschlossen, dass die Bücherei Rott in kirchlicher Trägerschaft in den bisherigen Räumen des Gemeindehauses weiter betrieben wird. Die Kommune hat mittlerweile die Räume wieder hergerichtet. Spontan haben sich 18 Freiwillige gemeldet, die die Bücherei wieder öffnen wollen.

Der Altbestand der Bücher wurde gegen Spenden verschenkt. Sie bilden nun den Grundstock für die Neuanschaffung.

Ein Ort für das Lesen und die Begegnung

Um die Zuständigkeiten für die Bücherei zu regeln, wurde eine Vereinbarung mit der Pfarrkirchenstiftung abgeschlossen. Bürgermeister Daniel Wendrock (parteifrei) betonte, dass diese Vereinbarung ein Gemeinschaftswerk sei. Büchereien seien „ein Stück lebendige Kultur“. Die Einrichtung in Rott „soll aber nicht nur eine Bücherei sein, wo man ein Buch holen kann und dann fertig. Nein, eine Bücherei soll leben. Hier treffen sich Menschen und tauschen sich aus.“

Das betonte auch der Verwaltungsleiter der Pfarrkirchenstiftung, Christian Stadler, in seiner Präsentation über die ausgehandelte Vereinbarung. Angedacht sind auch Künstlerausstellungen oder Seminare und Vorträge. In der Präambel des Vertrages steht unter anderem, dass kirchliche Büchereien Orte der Begegnung sind, an denen sich Menschen willkommen fühlen sollen – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Konfession, Staatsangehörigkeit und Parteizugehörigkeit. Vereinbart wurde die kostenlose Überlassung der Räumlichkeiten mit rund 78 Quadratmetern. Ferner stellt die Gemeinde Kommunikations- und Telekommunikationstechnik zur Verfügung.

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Gemeinde und Pfarrkirchenstiftung haben vereinbart, den ungedeckten Kostenaufwand gemeinsam zu tragen. Laut Kalkulation von Staber würde sich der jährliche Zuschuss voraussichtlich auf rund 1900 Euro belaufen. Der Vertrag wird für fünf Jahre geschlossen und verlängert sich jeweils um fünf Jahre, sofern er nicht mindestens ein Jahr vor Vertragsablauf von einer der Parteien gekündigt wird.

Bei der Besprechung zur Modernisierung der Bücherei (von links): Christian Staber von der Kirchenverwaltung, Dekan Klaus Vogl, Bürgermeister Daniel Wendrock mit seinem Sohn und Sabine Adolph vom Michaelisbund.

Ziel: auch ein Online-Angebot

Der Gemeinderat war einstimmig für diese Vorgehensweise. Die Finanzvereinbarung funktioniert nur, weil die 18 Mitarbeiter sich ehrenamtlich engagieren. Sie werden nun Büchereileitung und Stellvertretung bestimmen. Dann soll es einen runden Tisch mit Büchereileitung, Vertretern von Gemeinde und Kirche sowie des Landesverbandes Sankt Michaelsbund geben. Und dann müssen neue Bücher über den Sankt Michaelsbund angeschafft werden.

Wendrock legt nach eigenen Angaben auch Wert auf ein Online-Angebot von Hörbüchern, Zeitschriften und Magazinen. Voraussichtlich im Herbst kann die Bücherei mit neuen Öffnungszeiten beginnen.

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