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Länderübergreifende Freundschaften

Ein Haager in Milwaukee – Wie der Bundestag Lukas Raupach zum US-Austauschjahr verholfen hat

Bereits jetzt der beste Botschafter für den nächsten PPP-Jahrgang: Der aktuelle Stipendiat Lukas Raupach (links) neben MdB Stephan Mayer.
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Bereits jetzt der beste Botschafter für den nächsten PPP-Jahrgang: Der aktuelle Stipendiat Lukas Raupach (links) neben MdB Stephan Mayer.
  • Nicole Petzi
    VonNicole Petzi
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Lukas Raupach (22) ist neben einer Neuöttinger Schülerin einer der zwei Stipendiaten, die heuer aus dem Wahlkreis Altötting-Mühldorf mit dem Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) für ein Jahr in die Vereinigten Staaten gehen. Dort warten eine Gastfamilie, College und Praktikum. Sein Pate ist der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer.

Haag in Oberbayern – Lukas Leon Raupach geht gerne auf Reisen. Der 22-jährige Haager hat bereits viel von der Welt gesehen. Je fremder Land und Leute, je exotischer das Essen oder die Kleidung, desto aufregender.

Dass es in wenigen Tagen ausgerechnet für ihn nach Milwaukee in den wohl deutschesten US-Bundesstaat mit dem größten Anteil Deutschstämmiger geht, trübt seine Vorfreude überhaupt nicht.

Idealer Botschafter Deutschlands

Schließlich ist Lukas Raupach neben einer Neuöttinger Schülerin einer der zwei Stipendiaten, die heuer aus dem Wahlkreis Altötting-Mühldorf mit dem Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP), das von Bundestag und US-Kongress seit 1983 getragen wird, für ein Jahr in die Vereinigten Staaten gehen.

Dort warten eine Gastfamilie, College und Praktikum. Sein Pate ist der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer, der den jungen Weltenbummler aus einer Handvoll Kandidaten aus gewählt hat.

„Lukas ist aufgeschlossen und humorvoll und wird schon deswegen ein guter Botschafter sein“, erklärt Mayer seine Wahl. Der Haager, arbeitet in seiner Freizeit als Skilehrer und Übungsleiter im Ski-Club Haag. Natürlich stimmen auch die Leistungen in seinem Ausbildungsbetrieb der Molkerei Jäger, wo Raupach nach seinem Abitur eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik erfolgreich absolviert hat.

Arbeitgeber hilft bei Praktikumssuche

Dumm nur für seinen Arbeitgeber, dass Raupach im ersten Jahr der PPP-Flyer untergekommen ist; der Entschluss, sich zu bewerben, war schnell gefasst. „Als ich erzählt habe, dass ich in den USA im gleichen Bereich eingesetzt werden möchte, um danach vielleicht wieder in die Firma zurückzukommen, hat man mich dabei unterstützt, den passenden Praktikumsplatz zu finden“, erzählt Raupach. Jetzt geht es zum Praktikum in einen Betrieb, der Molkereimaschinen baut.

Programm fiel wegen Corona 2021 aus

Mayer wählt seit 20 Jahren Bewerber aus und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Probleme habe es bislang sehr wenig gegeben, so Mayer. Anders während der Pandemie 2020, als der US-Kongress das Programm abgebrochen hatte, und 2021 – ein Totalausfall.

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Dass auch in diesem Herbst oder Winter wieder Ähnliches passieren könnte, hat Lukas Raupach im Blick: „Bei den vielen Zoom-Gesprächen, die auch mit den anderen Kandidaten stattfanden, wurden mögliche Corona-Maßnahmen in den Staaten diskutiert.“ Allerdings seien auch Themen wie etwa Heimweh in die Runde geworfen worden. Das habe ihn überrascht.

Für Heimweh wird es für ihn bei seiner Gastfamilie in Waukeesha, einer beschaulichen Stadt in der Metropolregion von Milwaukee, wohl kein Raum bleiben. Vor wenigen Tagen erst habe er mit seinen Gasteltern telefoniert, die auf ihn einen sehr dynamischen und freundlichen Eindruck machen. Sie haben einen etwa gleichaltrigen Sohn und eine Tochter, die studiert.

Lukas Raupach freut sich auf neue Freundschaften, auch wenn es bedeutet, seine Freundin hier zurückzulassen. „Dass sie mich besuchen wird, ist fest eingeplant“, betont er.

Etwas mehr Bauchschmerzen machen dem 22-Jährigen die organisatorischen Herausforderungen, die besonders in der ersten Woche auf ihn zukommen werden: Sich am College zurechtfinden, den Führerschein beantragen, ein Auto kaufen oder ein Bankkonto eröffnen. „Da wird man richtig ins kalte Wasser geschmissen“, ist er sich sicher.

Eine Herausforderung ist das sicher, aber eine, die sich lohnt und die auch gerne Stephan Mayer machen würde. „Am liebsten würde ich Lukas nach Wisconsin begleiten“, so der Neuöttinger, der selbst als Gymnasiast einige Wochen bei einer Gastfamilie in der Nähe von New York lebte. „Das sind Erlebnisse, die man immer in Erinnerung behalten wird“, so Mayer.

Seinen Aufenthalt in den USA möchte Lukas Raupach auf jeden Fall auskosten: Nach Ende des offiziellen Programms im Juni 2023 bekommen alle Stipendiaten noch die Möglichkeit, für drei Wochen im Land herum zu reisen. „Das nehme ich auf alle Fälle mit“, freut sich der junge Haager, der allerdings erst einmal als Botschafter Deutschlands einen guten Eindruck machen will.

Bewerbungen für den Jahrgang 2023/2024 sind noch bis zum 9. September 2022 möglich. Onlinebewerbung und weitere Informationen gibt es im Internet unter www.bundestag.de/ppp.

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