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Aus der Altstadt hinaus verlegt

Dem Wetter zum Trotz: „Stoa leuchten“ bot ein Fest der Sinne in Edling

Auch der Stoa selbst leuchtete beim „Stoa leuchten“ – in vielen verschiedenen Farben und Motiven.
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Auch der Stoa selbst leuchtete beim „Stoa leuchten“ – in vielen verschiedenen Farben und Motiven.
  • VonRegine Falk
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Nach einem sehr erfolgreichen Probelauf im April leuchtete der„Stoa“ von Donnerstag- bis Samstagabend zum zweiten Mal in diesem Jahr. Allerdings war das Wetter so, „wie es kein Veranstalter haben will“, so Urs Hasler, Vorsitzender des Vereins „Wasserburg leuchtet“. Dennoch war es ein Spektakel.

Wasserburg/Edling – Auch wenn das feucht-kühle Herbstwetter sicherlich weit weniger Besucher anzog, als erhofft, beeindruckte das Licht- und Soundkonzept mit raffinierten Lichtinstallationen und kunstvollen Lichtspielen in der Natur, unterlegt von passender Musikauswahl von Pink Floyd oder Genesis bis The Doors – ein wahres Fest für die Sinne.

Freund treffen, Atmosphäre genießen

Licht und Musik verwandelten auch am Freitagabend ab 20 Uhr das weitläufige Gelände in ein wahres Erlebnisland. Wäre es nicht so frisch gewesen, man hätte sich wirklich eingeladen gefühlt, sehr lange zu bleiben: Sich in einen der Liegestühle zu setzen, nahe einer wärmenden Feuertonne. Sich zu entspannen und zu genießen. In Ruhe etwas zu trinken oder zu essen – Freunde zu treffen, zu ratschen, oder sich in die optischen Spielereien zu versinken und wegzuträumen. 500 Besucher ließen sich von den niedrigen Temperaturen und dem immer wieder einsetzenden Regen nicht schrecken und schienen, teils ausgestattet mit Mütze und vielen Kleidungsschichten, die Atmosphäre dennoch sehr zu genießen.

Denn das harmonische Zusammenspiel von Kunst und Technik vor natürlicher Kulisse sticht sofort ins Auge, das dank der natürlichen Umgebung seine Wirkung erst so richtig entfalten kann und dabei eine so angenehme, entspannte Stimmung erzeugt: Während das Auge Orientierung sucht, klettern grell-grüne Leuchtpunkte die vom Regen feuchten Baumstämme und Blätter empor, finden vibrierend-glänzend zu neuen geometrischen Formen, Wellen, Kreise oder Quadrate, um sogleich in fröhlichen Punkten über das weitläufige Gelände rund um den beliebtesten Findling in der Gemeinde Edling zu hüpfen.

Zeigen, „was Licht alles kann“

„Wir haben diese Effekte vor Jahren bei einem Test einer riesigen Soundanlage ganz zufällig entdeckt“, erzählt Urs Hasler, Vorstand des Vereins „Wasserburg leuchtet“. Man habe auch einen Hochleistungsprojektor mitgenommen und beim Ausrichten des Lichts in die Bäume und Blätter „diesen beeindruckenden 3D-Effekt“ bemerkt. Und schon war die Idee zum „Stoa leuchten“ geboren, die laut Hasler vom Verein Aktionskreis Edling Kultur und Heimat und von der Gemeinde Edling sehr unterstützt wurde, als es von der Idee zur Umsetzung ging. „Wir haben da offene Türen eingerannt“, so der Vereinsvorstand.

Zeigen, was man mit Licht alles erschaffen kann, das ist einer der Hauptmotivationen für die Veranstalter. Ein erster Konzeptentwurf wird in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Künstlern aus Wasserburg und naher Umgebung so lange weiterentwickelt, bis die Lichtinstallationen „funktionieren“: Darunter optische Täuschungen, wie ein sich verengender Gang, durch den ein paar Kinder aufgeregt hüpfen. Oder große, bunte Kugeln aus Fiberglas, die von innen her strahlen und wie zufällig auf der Wiese verstreut herumliegen.

Perfekt angepasst ist das Gesicht an den Findling.

Im Hintergrund leuchten Gemälde an der Baumkulisse – „das ist doch von Frida Kahlo!“ ruft ein Mädchen begeistert.

„Es mag kaum einer glauben, wie viel Stunden Arbeit in diesen Bildern steckt“, so Urs Hasler. Als Lichtberater betreut er die technische Seite der Veranstaltung, insgesamt stecken zehn Leute ihre Zeit in die Organisation vom „Stoa leuchten“.

Bunte Kugeln leuchten auf der Wiese vor dem „Stoa“.

Der Publikumsmagnet „Wasserburg leuchtet“ soll laut Veranstalter weiterhin im September stattfinden – das „Stoa leuchten“ aber auch jährlich. Geplant ist es für das Frühjahr, April oder Mai. Das Ausweichen auf den Stoa in diesem September erklärt Hasler mit dem enormen personellen und zeitlichen Aufwand, der für das Stadtfest erforderlich ist, und der pandemiebedingten, unsicheren Situation für Veranstalter. Und damit, die Freude an der Lichtkunst mit anderen teilen zu wollen.

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