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Für Gläubige und Nicht-Gläubige

Ein „Andersort“ für die Wasserburger Klinik - Kapelle im Romed-Neubau eingeweiht

Weihbischof Wolfgang Bischof beim Segnen der neuen Klinik-Kapelle.
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Weihbischof Wolfgang Bischof beim Segnen der neuen Klinik-Kapelle.
  • Karlheinz Rieger
    VonKarlheinz Rieger
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Kurz vor dem Umzug der Romed-Klinik ist auch die Kapelle im Neubau fertiggestellt worden. Nach vierjähriger Projektphase wurde sie feierlich eingeweiht.

Wasserburg – Menschen in den verschiedensten Lebenssituationen einen Ort der Meditation und Selbstfindung anbieten, das soll die neue RoMed-Klinikkapelle, die nunmehr auch unter Einhaltung aller rituellen Handlungen von Weihbischof Wolfgang Bischof unter evangelischer Begleitung durch die stellvertretende Dekanin Cordula Zellfelder eingeweiht wurde. Eingeladen waren dazu die wesentlich mit dem Bau und der Nutzung befassten Mitarbeiter, Architekten, Kirchenvertreter und für die künstlerische Gestaltung Verantwortlichen. Für die musikalische Umrahmung sorgten Kevin Komorek, Petra Wilhelm und Stefanie Schäfer.

Kunstwerk mit regionalem Bezug

Nach einer vierjährigen Projektphase ist nun im Eingangsbereich des Klinikneubaus nach erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen dem Münchner Team der Sweco- Architekten, den beauftragten Künstlern Thierry Boissel und Daniel Bräg sowie der RoMed Klinik ein individuelles Bauwerk mit regionalem Bezug zu bewundern. Denn die Form des Altars erinnere, so die beiden Künstler, an die Innschleife Wasserburgs. Und wer genau hinschaue, könne den Verlauf des Flusses, bereits vor der Kapelle ansetzend, auf dem Boden weiter im Raum nachverfolgen. Altar und Ambo, durch einen schmalen Spalt getrennt, bilden dabei eine fortlaufende, gestalterische Einheit. Zudem spiegeln die Struktur und Farbigkeit der Glaswand die des Nagelfluh-Natursteins wider, aus dem der Altar gefertigt ist. Eine Nische gegenüber ist für die Marienfigur reserviert, für die von den beiden Künstlern kurzerhand die Architektin Claudia Specht mit ihrem kleinen Sohn auf dem Arm als Modell auserkoren worden war.

Die Künstler Thierry Boissel (links) und Daniel Bräg (rechts) und die Architektin Claudia Specht kümmerten sich um das Design der Kapelle.

Ein ansonsten auf das Wesentliche reduzierter Raum, in dem es keine Ecken oder graden Wände gibt, soll den Besucher durch seine Besonderheit zu sich selbst finden lassen. Er sei ein „Andersort“ wie ihn der Leiter der Kirchenseelsorge Alfred Schott in seinem Grußwort wohl am treffendsten bezeichnete.

Ein Ort der Ruhe

Weihbischof Wolfgang Bischof, der in ökumenischer Verbundenheit den Raum mit traditionell katholischer Zeremonie aus der Öffentlichkeit heraus ins Sakrale hereinholte, freute sich, dass es diesen besonderen Raum gebe. Ob gläubig oder nicht, hier sei ein Ort zur Ruhe zu kommen und auch zu sich selbst. Es sei aber auch ein Raum der Verkündigung, in dem Gelegenheit bestünde, zu Gott zu finden und Kraft zu schöpfen.

Höhepunkt war die rituelle Weihe des Altars, mit der Ebenen angesprochen werden sollten, so der Weihbischof, die mit Worten nicht zu erreichen seien. Dazu gehörte zunächst das Besprengen mit Weihwasser, die Salbung der gesamten Altarplatte sowie das Entzünden von Weihrauch darauf, wodurch die Gebete ‚nach oben‘ getragen werden sollten. Nach der anschließenden Reinigung des Altars und dessen Eindeckung fand die Kernzeremonie mit dem ökumenisch durchgeführten Entzünden der Altarkerzen sein Ende.

Der Altar erinnert an die Wasserburger Innschleife.

Signal der Geborgenheit

In seinem anschließenden Grußwort fasste Thomas Hagen, der Hauptabteilungsleiter der Seelsorge in Lebensumständen und Lebenswelten in der Erzdiözese München und Freising, mit drei Impulsen die Bedeutung der Kapelle dann zusammen. Sie solle ab jetzt ein Signal von Geborgenheit ausstrahlen, als Zeichen dienen, nicht alleine zu sein. Man könne hier die innere Ruhe entdecken und sich durch die nachempfundene Innschleife rund um den Altar auch von der Stadtgesellschaft getragen fühlen.

Nach weiteren Grußworten, die weitgehend aus Danksagungen bestehenden, gab es dann Gelegenheit, bei einem Stehempfang die weltliche Seite zu ihrem Recht kommen zu lassen.

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