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FESTAKT

Ehrung zum Abschied: Reichertsheim dankt engagierten Gemeinderäten

Freute sich über die Würdigung ihrer Arbeit: Reichertsheims vorherige Bürgermeisterin Marianne Haslberger (Mitte), geehrt von der stellvertretenden Landrätin Ilse Preisinger-Sontag (links) und Bürgermeister Franz Stein.
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Freute sich über die Würdigung ihrer Arbeit: Reichertsheims vorherige Bürgermeisterin Marianne Haslberger (Mitte), geehrt von der stellvertretenden Landrätin Ilse Preisinger-Sontag (links) und Bürgermeister Franz Stein.

Aufgrund der Pandemie mit langer Verspätung hat die Gemeinde Reichertsheim die ausgeschiedenen Gemeinderäte und die ehemalige Bürgermeisterin Annemarie Haslberger verabschiedet. Bürgermeister Franz Stein und die Laudatoren würdigten das Engagement der Geehrten – darunter viele, die über mehrere Perioden aktiv waren.

Reichertsheim – Den Auftakt machte des Festaktes in Fichters Kulturladen machte ein Empfang, begleitet von den Klängen der Ramsauer „Weißbier Musik“.

Laudatio mit der Sitzungsglocke eingeläutet

Bürgermeister Stein leitete die Laudatio auf Marianne Haslberger mit der Glocke ein, so wie sie immer die Sitzungen begonnen hatte, und übergab an die stellvertretende Landrätin Ilse Preisinger-Sontag. „Mit deinen visionären Ideen und deiner herzlichen, zupackenden Art hast du nicht nur die Leute, sondern ganze Gemeinden und den Kreistag immer wieder überzeugen können“, so die Laudatorin.

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Verbindend, zupackend und vielseitig sei Haslberger auch als Bezirksrätin, im Sozial- und Gesundheitsausschuss, im Kulturausschuss, im Personalausschuss, als Referentin für das Bezirksklinikum Gabersee oder als Bezirksvertreterin bei den Verbandsversammlungen und der Delegiertenversammlung des Zentrums für Kinder und Jugendliche Inn-Salzach gewesen.

Stein würdigte ihre menschliche Art, zu regieren. Die wesentlichen Projekte ihrer Bürgermeister-Zeit waren nach seinen Angaben unter anderem die energetische Sanierung der Schule in Ramsau, der Neubau des Kindergartens in Reichertsheim, Neubau und die Neugestaltung des Wertstoffhofes in Ramsau, die Dorfentwicklung Reichertsheim und als letztes großes Projekt der Neubau des Rathauses.

Altbürgermeisterin bereit zu letzter Amtshandlung

Bürgermeister Franz Stein ehrte August Grundner, neben ihm dessen Frau Marianne (von links).r

Voll sechs Perioden – von 1984 bis 2020 – war Augustin Grundner Gemeinderat, davon die letzten drei von 2002 bis 2020 Zweiter Bürgermeister. Für die Laudatio konnte Stein die Altbürgermeisterin zu einer „letzten Amtshandlung“ überreden.

Haslberger verglich die 36 Jahre ehrenamtlicher Kommunalpolitik von Grundner mit einer Zugfahrt. „Es gibt den Lokführer und den CoPiloten, die für den Antrieb, für die Weichenstellung, für das Tempo, aber auch für das rechtzeitige Abbremsen sorgen, dafür, dass kein Signal übersehen wird und dass der Zug gut ankommt..“ Grundner habe ihr zwölf Jahre als Co-Pilot zur Seite gestanden. Mit ihm sei es gelungen, „dass wir kein Stop-Signal überfahren haben, dass wir im Nachhinein betrachtet die Weichen richtiggestellt haben“. „Der Wille zu gestalten und die Dinge erfolgreich voranbringen, die Fähigkeit andere zu überzeugen, für ein Ziel zu begeistern und dies auch zu vertreten, da hast du eine Vorbildfunktion eingenommen auch gegenüber Kritikern.“

Ludwig Schußmüller war vier Perioden von 1996 bis 2020 Gemeinderat. „Es ist schon bemerkenswert, wie du das alles unter einen Hut gebracht hast: Landwirt, Familie, aktiv im Schützenverein, Mitglied der Böllerschützen und dann auch noch 24 Jahre lang Gemeinderat. 24 Jahre, das bedeutet knapp 300 Sitzungen, bei denen du dich immer fachlich fundiert eingebracht hast. Ein wichtiger Meilenstein war der von dir initiierte eigenwirtschaftliche Ausbau des Breitbandnetzes“, so der Bürgermeister.

Viele Aufgaben unter einen Hut gebracht

Ebenfalls vier Perioden von 1996 bis 2020 war Georg Hanslmeier Gemeinderat. Auch er habe die unterschiedlichen Aufgaben als Landwirt, Familienvater, kreativer Kopf im Theaterverein und Gemeinderat in hervorragender Weise vereint. Ruhig und sachlich fundiert habe er stets seine Argumente eingebracht, hinterfragt und sich im Rahmen der Dorferneuerung mit großem Eifer für die Lösung eines Gemeindesaals über dem Kindergarten eingesetzt, so Stein.

Anton Keilhacker war drei Perioden von 2002 bis 2020 Gemeinderat. Wahrscheinlich kennt er jeden Gemeindebürger persönlich. Er war trotz seiner Doppelbelastung als Landwirt und seines Engagements bei den Waldbauern immer da, stets an der Sache orientiert, freundlich und der Energie-Coach der Gemeinde, so Stein. Keilhacker ist weiter für die Gemeinde im Einsatz: Er ist verantwortlich für die Belieferung der Hackschnitzelheizung in der Schule, fungiert er als „Baumdoktor“, arbeitet zudem als Feldgeschworener.

Petra Riemerschmied war eine Periode und Maria Schmitt zwei Perioden von 2008 bis 2020 Gemeinderätin. Sie wurden ebenfalls geehrt. Schmitt hat als Behindertenbeauftragte für die Integration der Bewohner der Stiftung Ecksberg vom Kloster Ramsau ins Dorfleben gesorgt und die Interessen der Tiefenstätter hervorragend vertreten, hieß es.re

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