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Renaturierung

Ehemaliges Moorgebiet am Keybrunn soll aufgewertet werden

Förster Helmut Gattinger (Mitte) erläutert einer Gruppe Interessierter die Maßnahmen zur Moor-Renaturierung am Keybrunn bei Schnaitsee.
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Förster Helmut Gattinger (Mitte) erläutert einer Gruppe Interessierter die Maßnahmen zur Moor-Renaturierung am Keybrunn bei Schnaitsee.
  • VonJosef Unterforsthuber
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Die Gemeinde Schnaitsee will den ehemaligen Hochmoorflecken an den Keybrunn-Quellen aufwerten. Dabei spielt auch der Wasserverbrauch eine wichtige Rolle.

Schnaitsee - Die Untere Naturschutzbehörde in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsamt erkannte den Vorschlag an und legte die Punktezahl für die Kompensationsfläche fest. Unter der Regie des zuständigen Försters Helmut Gattinger gilt das Vorhaben als realisierbar.

Eine Gruppe von Interessierten Weitsee wanderte die interessierte Gruppe unter der Führung des Vorsitzenden der Bund Naturschutzgruppe Schnaitsee, Alois Dirnaichner, los. Unter den Teilnehmern waren auch zwei Damen des Gemeinderats der Einladung gefolgt. Als erfahrener Förster erläuterte Helmut Gattinger natürlich gern die Zusammenhänge des Ökosystems `Wald´ bei der Exkursion. Die etwas kümmerlichen Fichtenbestände am Westufer des Sees erklären sich nahezu von selbst als ungeeignet an diesem Standort. Weiter südwärts dagegen waren Buchen, Tannen und einige ältere Fichten zu sehen. „Ein Mischwald, wie sich‘s gehört“ meinte der Förster. Am Boden gab es zudem junge Ebereschen, Eichen und Ahorn.

Dafür gab es ein Lob des Försters für den Waldbesitzer. Auf dem weiteren Weg kam die Gruppe an eine extensivierte Feuchtwiese am Ostufer des Kratzsees. Anlass genug für den BN-Vorsitzenden, einige der hier vorkommenden Pflanzen zu erklären. Nach einem kleinen Abstecher zur alten Kiesgrube mit zahlreichen Kaulquappen ging es zu den Quelltöpfen und dem eigentlichen Ziel der Exkursion. Die zurzeit sehr trockene ehemalige Moorfläche war vor Beginn der ersten Maßnahme mit Fichten und vor allem Faulbaumsträuchern bestockt. Die Fichten waren zum Großteil bereits dürr oder von Käfern befallen. Mit einem Bagger wurden vor allem die Sträucher entfernt. Zusätzlich wurden Gumpen angelegt, um dem Torfmoos als Initialfläche zu dienen. Als weitere Maßnahme wurde der Quellabfluss geringfügig angestaut.

Diese Maßnahme sollte dazu beitragen, dass infolge des anstehenden Grundwassers Fichten und Faulbaum sich nicht weiter entwickeln können und Torfmoose schließlich die Oberhand bekommen. Wenn alles gut ginge, entstünde so wieder ein Moor, so Gattinger. „Was kann getan werden, damit, wie offensichtlich, nicht wieder Faulbaum und Fichte sich hier breit machten?“, fragte Maria Dirnaichner. Gattinger erwiderte: „Entweder wird versucht den Wasserspiegel noch etwas anzuheben oder wir baggern noch etwas tiefer, so dass wir näher am Wasserspiegel stehen.“

Auf dem Heimweg führte der Weg am Brunnenhaus vorbei. Dirnaichner erklärte die Folgen der Grundwasserförderung für das Trinkwasser. Nach vielen Fragen blieb für die Teilnehmer die Gewissheit, nur geringerer Wasserverbrauch könne die Keybrunn-Quellen neu beleben. Dies sei das Gebot der Stunde, denn die Klimaveränderung werde auch in Schnaitsee Auswirkung haben. Ein Informationsvortrag zu diesem Thema soll am 18. November stattfinden. Marianne Mesner, Wasserexpertin und zuständig für Wasseranalysen, habe bereits zugesichert, zum Thema Trinkwasser zu sprechen.

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