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Ehemaliger „Gasthof Kufner“ soll Ortsbild von Obing weiter positiv prägen

Die Fassade des ehemaligen „Gasthofs Kufner“ und ihre Gestaltung beschäftige wieder einmal den Obinger Gemeinderat.
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Die Fassade des ehemaligen „Gasthofs Kufner“ und ihre Gestaltung beschäftige wieder einmal den Obinger Gemeinderat.
  • vonInge Graichen
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Der Gemeinderat stimmte der Änderung des Bebauungsplans „Dorfzentrum Obing-Mitte“ in seiner jüngsten Sitzung mit 13:4 Stimmen zu. Bestandserhaltung und Neubau sollen an dieser Stelle nach historischem Vorbild erfolgen.

Obing– In der vorangegangenen Sitzung hatte der Gemeinderat die Änderung des Bebauungsplans „Dorfzentrum Obing-Mitte“ eigentlich abschließend behandelt. Diese Bebauungsplanänderung ermöglicht die Realisierung des Vorhabens der Eigentümergemeinschaft Schausbreitner, den ehemaligen Gasthof „Kufner“ an der Wasserburger Straße abzubrechen und ein neues Gebäude zu errichten, das Platz bieten soll für eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren, eine Sozialstation und Seniorenwohnungen. Auch soll die Änderung den Umbau des benachbarten Anwesens „Linner“ ermöglichen. Für den formellen Satzungsbeschluss wollte das Gremium allerdings noch warten, bis der städtebauliche Vertrag der Gemeinde mit den Bauherrn, der die Erfüllung der gestalterischen Vorgaben des Gemeinderates sicherstellt, abgeschlossen ist. Nachdem der Vertrag mittlerweile unterzeichnet ist, wurde nun mit 13:4 Stimmen der Satzungsbeschluss gefasst.

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Armin G. Plank (PAO) hatte zuvor sein Gegenvotum angekündigt und nochmals seine Haltung bekräftigt, dass die Erhaltung zumindest des Hauptteils des historischen Originals der Bedeutung des Gebäudes für das Ortsbild Obings entspreche und die Umsetzung des Vorhabens der Eigentümergemeinschaft in einer Kombination aus Bestandserhaltung und Neubau möglich wäre. „Schließlich einigten wir uns darauf, dass zwar das Gebäude abgerissen wird, der Neubau aber ganz nach dem historischen Vorbild gestaltet. Und jetzt sieht es so aus, dass einiges so wird, wie wir es nicht wollten: Viele Parkplätze an der Oberfläche statt in der Tiefgarage und die Verwendung von Styropor statt Stuck und Kunststofffenstern in der straßenseitigen Fassade.“

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Gemeinderat Franz Pürner (CSU) hoffte, dass die ortsbildprägende Wirkung des repräsentativen Gebäudes erhalten bleibt: „Ich appelliere an die Bauherrengemeinschaft Schausbreitner als erfahrene und anerkannte Baumeister, dass die Wünsche und Vorstellungen des Gemeinderates bezüglich der Südfassade auch so umgesetzt werden.“

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