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Rockband „Tame the Abyss“

Pfaffinger gründet mitten in der Corona-Pandemie eine neue Band

Mitten in der Coronazeiten hat der Edlinger Georg Raig (mitte) gemeinsam mit Jan Szymanski (links) und Peter Schertl die Rockband „Tame the Abyss“ gegründet.
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Mitten in der Coronazeiten hat der Edlinger Georg Raig (mitte) gemeinsam mit Jan Szymanski (links) und Peter Schertl die Rockband „Tame the Abyss“ gegründet.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Künstler leiden besonders unter der Corona-Krise. Einer, der sich davon nicht unterkriegen lässt, ist Georg Raig aus Edling. Mitten in der Pandemie hat er eine neue Band gegründet.

Edling/Pfaffing – Zugegeben: Geplant war das so nicht. Schon im vergangenen Jahr, noch vor Corona hatte Raig beschlossen, endlich wieder in das Bandleben einsteigen zu wollen. Zwölf Jahre war er in der Gruppe „Shenaniganz“ (Plus-Artikel OVB-Online) tätig. Ein Name, der dem ein oder anderen Leser noch bekannt sein könnte. Die Band aus Haag war damals mehr als erfolgreich: Sie hatte einen Auftritt beim Festival Rock am Ring, mehrere weltweit veröffentlichte Alben, beim internationalen Wettbewerb „Global Battle of the Bands“ belegte sie den dritten Platz.

„Eigentlich ist sie aber aus reiner Freundschaft entstanden“, sagt Raig. Irgendwann habe sie dem Druck nicht mehr standgehalten. Die Gruppe löste sich auf. „Danach bin ich dann in meinem eigenen Saft dahingeschwommen“, erklärt Raig.

Rockmusik in Richtung ACDC

Anfang 2020, fünf Jahre nach dem Ende der „Shenaniganz“, beschließt Raig schließlich, sich nach neuen Bandkollegen umzusehen. Rockmusik sollte es sein, in Richtung ACDC. Auf seine Anzeige im Internet meldet sich der Schlagzeuger Peter Schertl, der schon bei etlichen Bands vorgespielt hatte, aber nie das gefunden hatte, was er suchte.

„Wir haben uns einfach auf ein Bier getroffen und es hat eigentlich alles gepasst“, sagt Raig. Es sieht gut aus für die beiden, nach dem Mexikourlaub von Raig wollen sie durchstarten, Proben und Songs schreiben. Dann kommt Corona.

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Raig bleibt in Mexiko stecken und muss mit einer der Rückholmaschinen, die das Auswärtige Amt schickt, nach Deutschland fliegen. Die Idee von der Band steht plötzlich wieder auf der Kippe.

Gemeinsame Proben unmöglich, an Auftritte nicht zu denken

Proben sind in Zeiten von „Social Distancing“ unmöglich. An Auftritte ist überhaupt nicht zu denken. Auch das Schreiben von Liedern, gestaltet sich als schwierig. „Normalweise trifft man sich im Proberaum und dann schlägt einer was vor und der andere kann sofort seinen Beitrag dazu abgeben.“ Doch in Coronazeiten sind die Probenräume geschlossen. „Da standen wir natürlich schon erst einmal da und fragten uns, was wir jetzt machen“, sagt Raig.

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Doch Schertl und Raig beschließen, die Idee trotzdem durchzuziehen. Kurzerhand verlegen sie den gesamten Gründungsprozess in die digitale Welt. „Einer hat was aufgenommen, es geschickt und der andere konnte seinen Teil darüber legen“, erklärt Raig. „Dann haben wir übers Telefon diskutiert.“ Die ersten Ideen für Lieder entstehen so.

Zehn Songs und ein Video

Nach dem Lockdown im März suchen sie sich sofort einen Proberaum. „Es wurde ja schon von der zweiten Welle geredet“, sagt Raig, „wir wussten also, wir müssen schnell sein.“ Sie führen Castings durch, das dritte Bandmitglied, der Bassist Jan Szymanski, stößt hinzu.

Unter dem Namen „Tame the Abyss“ machen sie sich den gesamten Sommer ans Werk. Insgesamt zehn Songs schreiben sie, vier davon werden im Studio aufgenommen und auf Spotify und YouTube veröffentlicht. Kurz vor dem Lockdown schafften sie es sogar, noch ein Musikvideo aufzunehmen.

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Es ist eine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte, doch jetzt im Nachhinein sieht Raig die Situation sogar als positiv an. „Vielleicht“, sagt er vorsichtig, „war es sogar besser.“ Es habe weniger Druck gegeben. „Wir konnten ja eh keine Auftritte machen“, sagt er, da sei mehr Zeit dafür geblieben, Lieder zu schreiben und die Basis der Band zu schaffen. „Wir könnten uns wirklich überlegen, was wir eigentlich wollen.“

Im Vordergrund steht der Spaß

Inzwischen könne aber wieder Normalität einkehren, findet Raig. Denn Bekanntheit erlangt eine Band nun mal durch Auftritte. „Auf den sozialen Medien kann ich halt auch nur posten“, sagt er. Und ob das mit den Auftritten so bald was wird, ist ebenfalls fraglich. „In 2022 sind die meisten Bühnen bereits ausgebucht“, sagt er, „alle wollen gleichzeitig spielen.“

Aber Raig bleibt positiv, im Herbst sollen die nächsten vier Lieder erscheinen. „Und wir bewegen uns auf ein Album zu“, erklärt er. Zudem stehe ohnehin der Spaß im Vordergrund.

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