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Buben mit Unternehmensziel Umweltschutz

Edlinger Viertklässler gründen eine Müll-Firma

Maxi und Lennard bei der Arbeit: Am Edlinger Rathausplatz sammeln sie Müll.
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Maxi und Lennard bei der Arbeit: Am Edlinger Rathausplatz sammeln sie Müll.

Sie sind neun und zehn Jahre alt und haben bereits ihr eigenes Müll-Kleinunternehmen gegründet. Das Geschäftsziel passt in die Zeit: Umweltschutz. Maxi Rakowski und Lennard Strauß aus Edling arbeiten dafür bereits fleißig.

von Barbara Hilbert-Rieger

Edling – Wer mit offenen Augen durch Edling geht, hat sie vielleicht schon entdeckt – die Schachteln mit der Aufschrift „Zigarettenkippen“, die am Bahnhof, an Bushaltestellen oder Parkbänken angebracht worden sind.

Die Schachteln haben die Buben als alten Tetra-Packs gebastelt und überall in Edling angebracht.

In die Behälter sollen Raucher ihre Kippen werfen – nicht auf den Boden wie so oft üblich. Über die achtlos auf Gehwegen und Plätzen verstreuten Kippen haben sich die beiden Buben schon so oft geärgert, dass sie sich zum Handeln entschlossen.

Buben tun etwas gegen „jede Menge Müll“

Die große Leidenschaft der beiden Viertklässler ist der Schutz der Natur – und der Kampf gegen den herumliegenden Abfall. Maxi Rakowski und Lennard Strauß hatten Anfang März dieses Jahres beim Spielen an der Ebrach „jede Menge Müll“ entdeckt, der wild entsorgt worden war. Die Buben beschlossen, „was dagegen zu tun“.

Das Firmenlogo der blutjungen Unternehmer.

Die Neun- und Zehnjährigen wollten sich nicht länger ärgern, wenn die Leute achtlos „Zeug wegschmeißen“. Deshalb gründeten die Grundschüler spontan ihr eigenes Unternehmen.

Logo, Flyer und zwei Müllgreifer

Sie entwarfen sogar Visitenkarten, ein Logo und Flyer, in denen sie ihre Anliegen vorbringen und für den Umwelt-, Klima- und Artenschutz werben. Und sie machen sich regelmäßig an die Arbeit, um Müll zu sammeln. Die erste Anschaffung – zwei Müllgreifer – haben die Buben mit Buttons mit ihrem Logo versehen, um ihre kleine Privatfirma bekannt zu machen. Sie heißt „L.M.Umwelt“.

Schüler führen sogar ein Kassenbuch

Natürlich bekamen die blutjungen Firmengründer Unterstützung von ihren Eltern, die ihnen beibrachten, Ein- und Ausgaben in einem Kassenbuch zu verwalten oder sie auf ihren ersten Müllstreifzügen begleiteten. Anregung gab es auch durch den Klassenlehrer von Lennard, der in der Vor-Corona-Zeit regelmäßig mit den Schulkindern zum Müllsammeln ging.

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Der Lockdown konnte die Buben nicht von der Arbeit abhalten. „Wir sind Umweltschützer“ verkünden sie stolz – ein Engagement, das sie auch in schwierigen Zeiten nicht aufgeben. Sie freuten sich darüber, als Team auch die eigenen Chefs sein zu können.

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