In Edling wächst der „Klärungsbedarf“ - Gemeinde beteiligt sich an Erweiterung der Wasserburger Kläranlage

Die Stadt Wasserburgwird bis 2023 die Kläranlage in der Odelshamer Au erweitern. Die Gemeinde Edling ist – wie auch Eiselfing – mit etwa zehn Prozent beteiligt und trägt den Grundsatzbeschluss für die Erweiterung mit.
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Die Stadt Wasserburgwird bis 2023 die Kläranlage in der Odelshamer Au erweitern. Die Gemeinde Edling ist – wie auch Eiselfing – mit etwa zehn Prozent beteiligt und trägt den Grundsatzbeschluss für die Erweiterung mit.

Die Stadt Wasserburg plant, bis 2023 die Kläranlage in der Odelshamer Au zu erweitern; die vierte Ausbaustufe steht bevor. Die Kosten werden auf fünf bis sieben Millionen Euro geschätzt. Die Gemeinden Edling und Eiselfing sind mit etwa je zehn Prozent an der Kläranlage beteiligt. Edling geht den Weg der Erweiterung mit.

Von Andrea Klemm

Edling – Die Stadt Wasserburg braucht jetzt einen Grundsatzbeschluss der beiden Partner.

Stadt Wasserburg benötigt Beschluss

Edling geht den Weg mit, der Beschluss erfolgte einstimmig. Denn der „Klärungsbedarf“ steigt auch in der Gemeinde Edling, weil die Gemeinde moderat wächst und weiter wachsen will. „Wir sind mit unseren Einwohnergleichwerten am Limit, wir haben mehr Verbrauch, als unsere eingekauften Mengen“, informierte Bürgermeister Matthias Schnetzer (CSU) in der Sitzung. 3750 Einwohnergleichwerte habe die Gemeinde gekauft, stehe aber aktuell bei 4200.

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Er erläuterte, der Einwohnergleichwerte errechne sich nach der Schmutzfracht, das seien chemisch-biologische Werte. Es sei sinnvoll, für die nächsten 20 Jahre zu planen und 2000 Einwohnergleichwerte dazu zu kaufen. Ob die Erweiterung der Kläranlage sich auf den Verbraucher durchschlage, lautete eine Frage aus dem Gremium. „Wie beim Abwasser wird auch hier alle drei bis vier Jahre neu kalkuliert. Kann sein, dass es dann um einer Zehnerl raufgeht“, so Schnetzer.

Gemeinschaftlich beschloss das Gremium, auf 5750 Einwohnerwerte zu erhöhen und fasste einen Grundsatzbeschluss, bei der Erweiterung der Kläranlage in der Odelshamer Au mitzuziehen.

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Die Kläranlage in der Odelshamer Au wurde 1988 in Betrieb genommen. Sie reinigt jährlich mehr als 2 Millionen Kubikmeter Abwasser aus dem Stadtgebiet von Wasserburg am Inn und aus Teilgebieten der Gemeinden Edling und Eiselfing. Nun steht die Ausbaustufe 4 bevor.

Stichwort:

Einwohnergleichwert, EGW, Umrechnungsfaktor zur Bemessung von Anlagen zur Abwasserreinigung. Dabei wird die Schmutzfracht von industriellen oder gewerblichen Abwässern bezogen auf die durchschnittliche Schmutzlast von häuslichem Abwasser je Einwohner. Bezugsgröße ist dabei der Gehalt an organischen Verschmutzungen, ausgedrückt als biochemischer Sauerstoffbedarf in fünf Tagen (BSB5). Zugrunde gelegt wird dabei ein BSB5 von 60 g je Einwohner und Tag.

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