Corona-Fälle im Umfeld von Edlinger Kita: Drei Kinder und eine Erwachsene erkrankt

Drei Kinder wurden im Edlinger Kindergarten „Hänsel und Gretel“ positiv auf Corona getestet. Auch eine Erwachsene aus dem Umfeld der Kita ist erkrankt. Eine Gruppe muss bis 15. Juli daheim in Quarantäne bleiben.
  • Andrea Klemm
    vonAndrea Klemm
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„Corona ist noch nicht vorbei“, sagt Edlings Bürgermeister Matthias Schnetzer. Im Kindergarten „Hänsel und Gretel“ wurden zunächst zwei Geschwisterkinder positiv auf auf das SarsCov2-Virus getestet, kurz drauf noch ein drittes Kind. Einen vierten Fall gibt es außerhalb der Kita. Das hat Folgen.

Edling – Die komplette Hänsel-Gruppe ist bis Mittwoch, 15. Juli, daheim in Quarantäne. Zunächst wurde wegen der drei Corona-Fälle am Montag, 6. Juli, für alle 50 Buben und Mädchen der Kindergarten komplett geschlossen.

Kita auf, am nächsten Tag wieder zu

Dabei war der Kindergartenbetrieb nach dem Corona-Lockdown erst vergangenen Mittwoch, 1. Juli, wieder aufgenommen worden. Am Tag darauf schickten Kindergarten und Gesundheitsamt bereits die Hänsel-Gruppe wieder nach Hause, weil die von den beiden positiv getesteten Geschwistern besucht wird. Beide waren von ihrer Tante, die kurz darauf ebenfalls positiv getestet wurde, zum Kindergarten gebracht worden.

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„Dann lief die übliche Maschinerie an“, und es folgte ein Testungsmarathon beim Gesundheitsamt Rosenheim. „Alle wurden am Samstag getestet, Kinder, Eltern und Kindergartenpersonal“, sagt Bürgermeister Schnetzer. Zunächst schloss man den kompletten Kindergarten in Rücksprache mit dem Gesundheitsamt.

Quarantäne für Hänsel-Gruppe

Nachdem in der Gretel-Gruppe alle Kinder negativ getestet waren und auch beim Personal alle Testergebnisse „negativ auf Covid 19“ lauteten, durften die „Gretel“-Kinder ab Mittwoch, 8. Juli, wieder zurück in ihre Räume.

Alle anderen bleiben bis 15. Juli daheim in Quarantäne. „Geplant ist, dass am 16. Juli wieder alle Kinder zurück in den Kindergarten können“, so Schnetzer. Alle Eltern seien über den Status quo informiert, sobald es die geringsten Anzeichen auf eine Infektion gebe, werde die Kita wieder zugemacht.

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„Zum Glück hatten die positiv getesteten Geschwister keine weiteren Schwestern oder Brüder in der Schule, sonst hätten wir da auch das Thema gehabt“, sagt der Bürgermeister. Er hoffe, zumindest die letzten beiden Wochen bis zu den Sommerferien den regulären Betreuungsbetrieb bei „Hänsel und Gretel“ wieder anbieten zu können.

Abwarten, bis Urlaubskinder zurück

Eigentlich wollte die Gemeinde – um die Eltern zu entlasten, die während des Lockdowns vielfach ihren „Urlaub verbraten mussten“ – die erste und die letzte Augustwoche den Kindergarten geöffnet lassen. „Das war als Zusatzangebot angedacht, aber wir müssen nun erst mal sehen, ob das geht. Wir entscheiden das Ende Juli“, so das Gemeindeoberhaupt.

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Mit Sorge blicke er darauf, „dass Corona kein Datum kennt. Wir wollen ja am 8. September wieder richtig starten. Aber auch das ist ungewiss. Jetzt warten wir mal, wie sich die Lage entwickelt, wenn die ganzen Urlaubskinder zurückkommen“, sagt Matthias Schnetzer und ergänzt, „Normalität wäre wünschenswert. Aber Corona wird ein ständiger Begleiter werden“.

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