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Dr. Vitus Deuflhart (82) auf dem Maitenbether Waldfriedhof zu Grabe getragen

Dr. Vitus Deuflhart †
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Dr. Vitus Deuflhart †
  • vonLorenz Richterstetter
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Abschied mit einer Handvoll Erde und einem „Trauerbruch“: Dr. Vitus Deuflhart (82) ist verstorben. Auf dem Maitenbether Waldfriedhof wurde er nun zu Grabe getragen.

Dr. Vitus Deuflhart auf dem Maitenbether Waldfriedhof zu Grabe getragen

Dr. Vitus Deuflhart hatte schon zu Lebzeiten klare Vorstellungen, wie seine Beerdigung einmal ablaufen sollte, insbesondere wie sich seine Mitmenschen von ihm verabschieden sollten. Nämlich so, wie er sich in seinem Leben selbst von vielen Menschen verabschiedet hat, mit einer Handvoll Erde und einem „Trauerbruch“ in der Hand und den leisen Worten „Erde zu Erde“.

Musikalisch begleitet von stimmungsvoller Johann Sebastian Bach-Musik zelebrierten sein Cousin Diakon Stadler und dessen Frau Pastoralreferentin Stadler den Trauergottesdienst in der Maitenbether Pfarrkirche.

Eine überaus große Trauergemeinde begleitet ihn anschließend zu seiner letzten Ruhestätte auf den Maitenbether Waldfriedhof.

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Vitus Deuflhart wurde am 14.Oktober 1938 auf dem Hütter-Anwesen in Thal als ältestes Kind von Ottilie und Vitus Deuflhart geboren. Dort ist er zusammen mit zwei Brüdern, einer Schwester und einem Cousin auch aufgewachsen. Vitus war immer der große Bruder und hat zusammen mit seinem besten Freund und Nachbarn, dem Wolf Lug, auch den Ton angegeben. Beim Lehrer Kramer ist er zur Schule gegangen, in der Maitenbether Pfarrkirche wurde er getauft und hat dort seine Erstkommunion empfangen. Später besuchte er das Internat in Gars, Günzburg und Ingolstadt und erlernte den Beruf eines Chemietechnikers. Als die Forschungsabteilung, die ihn übernehmen wollte, geschlossen wurde, musste er sich mit 30 Jahren überlegen, wie es jetzt für ihn weitergehen sollte. Zahnarzt wollte er werden und dafür arbeitete er tagsüber und ging abends zur Schule, holte das Abitur nach, absolvierte ein Studium in Genf und schloss dieses mit dem Examen ab. Anschließend zog er nach München/Ramersdorf und eröffnete in der Ottobrunner Straße eine Praxis.

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In dieser Zeit hat er auch seine Frau Angelika kennengelernt. Diese Beziehung war anfangs insbesondere aufgrund seines fernen Studiums in Genf vielen Prüfungen ausgesetzt, war aber so unerschütterlich, dass sie am 2.Dezember 1972 in Isen kirchlich geheiratet haben. Die standesamtliche Trauung führte Bürgermeister Anton Ober in der Alten Schule durch. Mit Tochter Stephanie und den beiden Enkeln Samuel und Jonah wurde das ganz große Familienglück später vollendet.

Maitenbeth war und blieb immer die Heimat von Vitus Deuflhart und dorthin zog es ihn auch wieder zurück. Er baute sich zusammen mit seiner Frau am Waldweg ein Eigenheim, verlegte seine Praxis

1984 von München nach Maitenbeth und war dort bis 2003 als Zahnarzt tätig.

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Eine große Leidenschaft von Vitus Deuflhart war immer die Liebe zur Natur und aus dieser heraus machte er auch seinen Jagdschein. „Nicht an der Lust zum Töten, sondern aus dem Verantwortungsgefühl für die Natur heraus“ wie er immer betonte.

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9 Jahre war er Hegeringleiter und förderte in dieser Zeit insbesondere das Miteinander der Jäger. Mehr als nur treue Begleiter waren stets seine Jagdhunde, zu denen er immer ein ganz besonderes Verhältnis hatte.

Vitus Deuflhart war ein großer Musikliebhaber, hat oft als Organist ausgeholfen und begeistert im Kirchenchor oder anderen Chören mitgesungen. Er hat gerne biblische Reisen unternommen. Seine Liebe zu fremden Kulturen brachte ihn sogar dazu, arabisch zu lernen.

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In den letzten 5 Monaten ging es ihm gesundheitlich immer schlechter und er musste von seiner Kampfmaschine, wie er seine Frau hochachtungsvoll auch nannte, aufopferungsvoll gepflegt werden. Sie hat ihm so in dieser unglaublich schweren Zeit seinen letzten Wunsch erfüllt, zu Hause sterben zu dürfen. Nun hat er in den Armen seiner Frau seine Augen für immer geschlossen.

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