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Umleitung

Dorfstraße in Albaching wird zur Großbaustelle

Die Arbeiten hier am Maibaum haben begonnen, der Kreisel soll bleiben wie er ist.
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Die Arbeiten hier am Maibaum haben begonnen, der Kreisel soll bleiben wie er ist.
  • VonKarlheinz Günster
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Die Arbeiten an der Dorfstraße in Albaching haben begonnen. Zwei Jahre Bauzeit sind vorgesehen. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Albachinger Dorfstraße ein neues Erscheinungsbild haben.

Albaching – Wenn sich Bürger zusammentun, ein schönes Dorf haben wollen und sich einig werden, kommt etwas gutes dabei heraus. Auch wenn es Jahre dauert. Ein gutes Beispiel dafür ist Albaching, das seine Durchgangsstraße auf eine Länge von einen Kilometer neu gestaltet. Mittlerweile haben die Arbeiten begonnen. Geplant haben Gemeinderat und Teilnehmergemeinschaft im Rahmen der Dorferneuerung. In den nächsten zwei Jahren ist daher die Durchfahrt durch den Ort nur eingeschränkt möglich.

Auf einer Infoveranstaltung beschrieben Bürgermeister Rudi Schreyer (GWA) und Bauleiter Jan Herzschuh vom Büro Europplan die Maßnahme.

Kreisstraße wird umgelegt

Weil die Baufirma jetzt schon Zeit hatte, habe man bereits begonnen, erklärte Schreyer, da wollte man nicht auf ein paar Wochen verzögern. Erforderlich wird dieser Umbau, da die Kreisstraße auf die neue Umgehungsstraße verlegt worden ist. Insgesamt soll das Erscheinungsbild freundlicher und ansprechender werden, die Straße teilweise schmaler, die Gehsteige breiter, die Zahl der Bäume nimmt zu. Das beginnt am westlichen Ortseingang in Höhe der Straße „Am Hang“ bei der Hohenlindener Straße und führt weiter bis zum zweiten Kreisverkehr an der Kreuzstraße.

Aufgeteilt ist das Vorhaben in zwei Bauabschnitte, einmal von der Kreuzstraße bis zum Maibaum; dieser Teil ist jetzt an der Reihe. Kommendes Jahr geht es in westlicher Richtung weiter. Diese Planung ist ein Teil der Dorferneuerung, doch habe man die Neuorganisation der zuständigen staatlichen Stelle – dem Amt für Ländliche Entwicklung – nicht abwarten wollen und daher selbst die Bauleitung übernommen. Das ändere aber nichts an den Zuschüssen von 60 Prozent bei 1,9 Millionen Euro Gesamtkosten, so Schreyer.

Bürgermeister Rudolf Schreyer (links) und Bauleiter Jan Herzschuh vom Büro Europplan stellen die Pläne vor.

Aktuell würde der Belag der Dorfstraße abgefräst und was da anfalle, müsse man untersuchen. In die Straße würden auch alle absehbaren Versorgungsleitungen einschließlich Glasfaser und voraussichtlich Fernwärme verlegt, ebenso ein neuer Entwässerungskanal. Unsicherheit gebe es noch beim Zustand des Fundaments der Friedhofsmauer, Untersuchungen folgen.

Schüler müssen sich umorientieren

Einzelne Fragen der gut 40 Besucher der Infoveranstaltung betrafen Details, vor allem die Kinder müssten sich bei ihrem Schulweg neu orientieren, es käme beim Kreisverkehr beim Autoverkehr zu gefährlichen Situationen, klagte eine Besucherin. Der frühere Gemeinderat Helmut Mayer sah die Möglichkeit, Schulweghelfer einzusetzen.

Herzschuh beschrieb die Behandlung des Regenwassers, für die Rückhaltemöglichkeiten in Form von Rigolen im Straßenbett geschaffen würden. Man rechne mit Wassermengen, die höchstens alle fünf Jahre einmal vorkämen. Grundsätzlich sei heute jedes Wasser auch zu reinigen, bevor es in einen Bach laufe, auch dieses.

Helmut Mayer erkundigte sich nach der Beteiligung an der Sanierung des „miserablen Kanals“, doch relativierte sich das, weil Anwesen ebenfalls einleiten. Außerdem habe er schon mit dem Landkreis gesprochen, erklärte Schreyer „die wollen noch was beisteuern.“

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Den Anliegern empfahl der Bürgermeister, sich bei Problemen stets an ihn oder den Polier Hans Gartner vor Ort zu wenden. Denn teilweise würden kurzzeitig Zufahrten blockiert, das sei mit einer Absprache flexibel zu bewerkstelligen, versprach er.

Das wird sich ändern

Verschwenkungen und mehr Bäume, breitere Gehsteige und schmalere Fahrbahnen sollen den Verkehr bremsen und das Erscheinungsbild der Albachinger Dorfstraße erheblich verbessern. Weil es für landwirtschaftliche Fahrzeuge eng werden könnte, sind die Gehsteige an besonders engen Stellen abgesenkt, hier ist besondere Rücksichtnahme auf Fußgänger erforderlich.

Am westlichen Ortseingang schrumpft die Straßenbreite auf vier Meter, der Verlauf erhält eine leichte Wellenform. Geändert wird darauf folgend die Vorfahrt beim Edeka, denn die Hohenlindener Straße mündet von Osten her in die Postgasse. Von hier aus ist ein Gehweg in Richtung Kinderhaus vorgesehen. Die Kurve bei der Einmündung nach Stetten erhält eine Verschwenkung und eine Überquerungshilfe.

Bei der Infoveranstaltung hatten die Albachinger Bürger die Gelegenheit, die Pläne ausführlich zu begutachten.

Bei der Friedhofsmauer bleibt es eng, die Straße erreicht nur noch 4,20 Meter bei einem eineinhalb Meter breiten Gehsteig. Das reduziert das Tempo ungemein, da Begegnungsverkehr kaum möglich ist. Der Gehsteig ist allerdings abgesenkt und überfahrbar. Insgesamt wird das ein verkehrsberuhigter Bereich. Der folgende Kreisverkehr am Maibaum erhält abgerundete Zufahrten, in Richtung Dorfweiher ist eine weitere Querungshilfe vorgesehen.

Zum früheren Sparkassengebäude und baldigem Rathaus führt die Einfahrt im rechten Winkel, was für die Besucher eine Verbesserung darstellt. Vor der Brücke entsteht eine neue Bachaufweitung. Beim Dorfweiher erhält die Einfahrt zum Floriansweg einen neuen Einfahrtswinkel mit einem Grünbereich. Leicht wird der Straßenverlauf geschwungen. Entschärft wird der Winkel vom Waldweg zugunsten einer besseren Übersicht. In Höhe der früheren Schreinerei liegt eine Grünfläche zwischen Gehweg und Straße. Am Ende beim Kreuzwirt bleibt der Kreisverkehr, wie er ist. Beiderseits wird aber der Gehweg südlich auf zwei Meter und nördlich auf eineinhalb Meter verbreitert.

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