Diskussion über Baugrenzen

Schonstett – Die letzte Sitzung in „alter Besetzung“ und das in der Mehrzweckhalle, um wegen Corona die Abstände einhalten zu können – ein „gewöhnungsbedürftiges“ Szenario für die jüngste Gemeinderatssitzung.

Einigen Diskussionsbedarf hatte das Gremium gleich beim ersten Tagesordnungspunkt – einem Antrag zur Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes „Schonstett Süd“ für die Errichtung eines Einfamilienhauses mit Friseursalon und Doppelgarage. Dabei ging es um die „Höhe fertiger Fußboden“ sowie die Überschreitung der Baugrenzen. Im Bebauungsplan war nach einem Einwand eines Nachbarn die Abstandsfläche auf vier Meter (sonst drei Meter) festgelegt worden, im Bauplan eingezeichnet sind 3,10 Meter, auch sei laut Antragsteller das tatsächliche Gefälle der Parzelle größer als im Bebauungsplan angegeben.

Da alle Nachbarunterschriften vorlagen, stimmte man mit sieben zu drei Stimmen der Befreiung von der Baugrenze zu. Die „Höhe fertiger Fußboden“ wurde hingegen mit einem Patt, fünf zu fünf Stimmen, abgelehnt.

Weiter lehnten die Räte die beantragte Änderung des Bebauungsplanes „Schonstett Süd“ für eine weitere Parzelle geschlossen ab. Man war sich dabei aber einig, dass die im Plan eingezeichnete Lage für die Garage auf der Südseite des Grundstücks üngünstig gewählt worden war und dies trotz intensivem Studium des Entwurfes wohl von allen Beteiligten nicht wahrgenommen worden war. Aus diesem Grund stimmte das Gremium gegen eine Bebauungsplanänderung, stellte dem Antragsteller aber eine isolierte Befreiung zur Lage der Garage in Aussicht. mv

Kommentare