Junger Bäcker spendet Knochenmark, seine Firma Geld dazu

Direkte und indirekte Hilfe für Leukämie-Kranke

Alexander Mück ist wieder in der Daumoser-Backstube. Sein Knochenmark soll einer 45-Jährigen zum Weiterleben verhelfen. Foto re
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Alexander Mück ist wieder in der Daumoser-Backstube. Sein Knochenmark soll einer 45-Jährigen zum Weiterleben verhelfen. Foto re

Maitenbeth/Rechtmehring - Von den schlimmen Folgen einer Krebserkrankung zu hören ist die eine Sache. Sie im näheren Bekanntenkreis zu erleben eine ganz andere. Für Alexander Mück aus Maitenbeth war es eine Leukämie-Erkrankung in seinem Umfeld, die ihn vor einem Jahr dazu bewegte, sich als Stammzellenspender registrieren zu lassen.

Kürzlich wurde er dann tatsächlich um Hilfe gebeten: Im Krankenhaus Dresden wurde sein Knochenmark entnommen, es soll einer 45-jährigen Frau in Deutschland - nähere Daten erfährt der Spender nicht - Heilung von der Leukämie bringen.

"Nicht wirklich schlimm" sei es gewesen, so der 21-jährige Bäckergeselle. Etwas Gliederschmerzen wegen der begleitenden Medikamente, und eben drei Tage im Krankenhaus: "Das ist es auf alle Fälle wert."

Das fand auch sein Arbeitgeber, die Bäckerei Daumoser in Rechtmehring. Daher stellte sie ihn für die Spende drei Tage von der Arbeit frei und hat sich jetzt noch etwas überlegt: Die Typisierung und Verwaltung der Stammzellendaten, die einiges an Geld verschlingt, ist über die Deutsche Knochenmarkspendedatei (DKMS) gelaufen. Für diese Organisation wird die Bäckerei nächste Woche eine Aktion starten.

"Schenk ein bisschen Glück" hat die Familie Daumoser das Projekt getauft. Es werden Hufeisen als Glückssymbol gebacken und im ganzen Februar in den Daumoser-Geschäften verkauft. Die Hälte des Erlöses geht an die DKMS.

Alexander Mück wird an den Hufeisen mitbacken. Für ihn ist das jetzt nocheinmal etwas anderes als vorher: "Wenn man das selber erlebt hat..." koe

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