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Mehrgenerationenhaus

Digitale Engel helfen Wasserburger Senioren mit dem Smartphone

Maria Hessdörfer (Mitte) lud die „digitalen Engel“ virtuell ins Mehrgenerationenhaus Wasserburg ein, um den Senioren den Umgang mit Smartphones und Tablets zur erläutern.
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Maria Hessdörfer (Mitte) lud die „digitalen Engel“ virtuell ins Mehrgenerationenhaus Wasserburg ein, um den Senioren den Umgang mit Smartphones und Tablets zur erläutern.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Die Digitalisierung schreitet voran. Einige Wasserburger Senioren fühlen sich deshalb gezwungen ein Smartphone zu kaufen, obwohl sie sich im Umgang sehr unsicher fühlen. Abhilfe möchte das Mehrgenerationenhaus Wasserburg leisten und lud deshalb die digitalen Engel virtuell ein.

Wasserburg – Das Leben wird immer digitaler. Das zeigte sich auch in der Pandemie. Videokonferenzen und virtuelle Treffen wurden in den vergangenen eineinhalb Jahren zum Alltag. Für viele ältere Menschen, die kein Smartphone besitzen oder sich beim Umgang mit den Geräten unsicher sind, ein Problem. Das Mehrgenerationenhaus Wasserburg will Abhilfe schaffen und lud dafür die digitalen Engel ein. Sie gaben den anwesenden Senioren per Zoom-Meeting nützliche Tipps.

Über die digitalen Engel

Digitale Engel ist ein Projekt von „Deutschland sicher im Netz“. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das Projekt möchte altere Menschen bei der Nutzung digitaler Angebote Unterstützung und klärt zu Themen wie „Smartphone und Tablet“, „Digitaler Nachlass“ und „Online-Banking“ auf. Mehr Informationen gibt es unter digitaler-engel.org.

Pandemie für viele auch ein Faktor

„Ohne Smartphone geht es nicht mehr“, davon sind alle vier anwesenden Seniorinnen und Senioren, die lieber anonym bleiben möchten, überzeugt. Das zeige die Pandemie, in der nicht nur auf Videokonferenzen, sondern auch mehr und mehr auf digitalten Impfpass und Kontaktverfolgung über Smartphone gesetzt werde. Aber auch der eigene Freundeskreis gibt ihnen dieses Gefühl. „Meine Wandergruppe macht die Termine über Smartphone aus“, sagt eine Seniorin. Sie selbst erhalte die Termine zwar über E-Mail und wolle dieses Recht auch weiter verteidigen. „Aber mir wurde gesagt, ohne geht es nicht mehr.“

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Kontakt noch per Brief

Auch zwei der drei Enkel wollten über das Smartphone Kontakt halten. „Mit einer schreibe ich Postbriefe“, sagt sie, „aber die anderen sind dazu nicht bereit.“

Begeistert von dieser Entwicklung ist sie nicht, eine Meinung, die auch die anderen Anwesenden teilen. „Freiwillig habe ich mir das Smartphone nicht gekauft“, sagt eine andere Seniorinnen. Seit drei Wochen besitzt sie das Gerät. „Im Freundeskreis hieß es immer wieder: Was du hast immer noch keines?“. Nun habe sie sich halt eines gekauft.

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Der Einstieg ist schwierig. „Ich habe es am Anfang zweimal benutzt, seitdem liegt es zuhause.“ Es gebe einfach zu viele Anwendung. „Das brauche ich alles nicht.“

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Immerhin, nach dem Termin am Mehrgenerationenhaus fühlt sie sich sicherer. Ein Licht ist ihr aufgegangen metaphorisch und buchstäblich, denn nun wisse sie endlich, wo die Taschenlampe zu finden sei.

Niedrigschwellige Erklärungen wichtig

Auch Maria Hessdörfer, die als Leiterin des Mehrgenerationenhauses die digitalen Engel zum virtuellen Meeting eingeladen hatte, ist zufrieden. „Ich finde, sie haben das sehr gut und niedrigschwellig erklärt“, sagt Hessdörfer. Bei solchen Projekten habe sie oft Befürchtungen, dass zu viel vorausgesetzt werde. Das sei hier nicht der Fall gewesen. „Und ehrlich gesagt, alles wusste ich auch noch nicht“, verrät Hessdörfer.

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